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Hinterländer Anzeiger Jan.-Juni 2008

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Pressemitteilungen Hinterländer Anzeiger www.mittelhessen.de


Inhaltsverzeichnis

- Presse-Recherche nicht mehr möglich

Da eine Online- Recherche nach Artikeln dieser Zeitung zu Lohra scheinbar nicht mehr gewünscht wird, stellen wir diesen Dienst ein.

Die kostenlose Werbung für Veröffentlichungen dieser Medien ist nicht gewünscht, womit sich diese selbst einen Ast absägen, den sie unseres Erachtens dringend bräuchten.

Hinweise auf Veröffentlichungen dieser Medien in unserem Lohra-Wiki sollten nach unserem Verständnis deren Verbundenheit mit unserer Heimat hervorheben und auf diese aufmerksam machen.

Wir stellen diesen Dienst hiermit ein.

- 02.04.2008: 28-Jähriger gesteht Bluttat in Kirchvers

(un). Der 28-jährige Mann aus Kirchvers hat gestanden, seinen Stiefvater in der Nacht zum vergangenen Samstag mit einem Stich ins Herz getötet zu haben. Diese Zeitung berichtete über die Bluttat in dem Lohraer Ortsteil.

Lohra-Kirchvers/Marburg. Die ermittelnde Staatsanwältin Yvonne Vockert teilte gestern mit, der Kirchverser, der noch immer in Untersuchungshaft sitzt, habe in den Vernehmungen gestanden, mit dem Messer zugestochen zu haben. An den direkten Hergang der Tat könne er sich aber nicht mehr erinnern, habe der Mann ausgesagt.

Inzwischen liegt auch das Ergebnis der Blutuntersuchung des mutmaßlichen Täters vor. Zur Tatzeit habe der Mann demnach über drei Promille Alkohol im Blut gehabt, teilte die Polizei gestern mit.

Staatsanwältin Vockert wollte gestern noch immer keine weiteren Auskünfte zum Motiv des 28-Jährigen geben. Es sei wohl im spannungsgeladenen Verhältnis zwischen Opfer und dem mutmaßlichen Täter zu suchen, wiederholte sie. Sie könne aber nicht ausschließen, dass bei dem inzwischen ermittelten Alkoholgehalt im Blut des Festgenommenen, der Rausch eine nicht unerhebliche Rolle gespielt habe.


- 30.03.2008: Familiendrama in Kirchvers: Stiefsohn sitzt in Untersuchungshaft

Wehrführer stirbt durch Stich

Lohra-Kirchvers. (Olivia Heß) Nach außen hin hat das Familiendrama in der Dorfmitte von Kirchvers keine Spuren hinterlassen. Kein Getümmel von Schaulustigen auf den Straßen, keine Polizisten am Tatort, die nach Spuren suchen. Dabei ist in der Nacht zu gestern gegen Mitternacht der bisherige stellvertretende Gemeindebrandinspektor Erhard Debus erstochen worden. Die Polizei hat den 28-jährigen Stiefsohn als Tatverdächtigen festgenommen. Der junge Mann sitzt nun in Untersuchungshaft in Gießen. Am morgigen Montag wäre die Amtszeit des 46-jährigen Opfers als stellvertretender Gemeindebrandinspektor zu Ende gegangen. Er hatte während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren auf eine Wiederwahl verzichtet. Von Bürgermeister Georg Gaul hätte er in der kommenden Woche mit einer Urkunde aus seinem Amt verabschiedet werden sollen. Doch so wird es nicht mehr kommen.

In der Nacht zu gestern fand die Polizei den Mann tot in seinem Wohnhaus in Kirchvers. Er erlitt nach Angaben der Polizei einen tödlichen Messerstich. "Er verstarb noch vor Ort", erklärte Martin Ahlich, Sprecher der Marburger Polizei. Seines Wissens nach habe die Frau des Opfers den Rettungswagen kurz vor Mitternacht gerufen. Die Polizei wurde ebenfalls alarmiert.

Noch im Haus nahmen die Beamten den 28-jährigen Stiefsohn als mutmaßlichen Täter fest. Er habe nicht versucht zu flüchten oder sich gegen die Festnahme gewehrt, so der Polizeisprecher. "Er stand deutlich unter Alkoholeinfluss", sagte Ahlich. Das Ergebnis des Alkoholtests war gestern noch nicht bekannt. Der Beschuldigte sei zunächst nicht vernehmungsfähig gewesen, erzählt Ahlich weiter. Im Laufe des gestrigen Tages wurde er dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Wie es zu der Tat kam, konnte die Polizei gestern noch nicht klären. Die Leiche des 46-jährigen Opfers wird obduziert.Feuerwehr in Lohra ist schockiert: "Opfer war sehr angesehen"Die Nachricht des Familiendramas verbreitete sich gestern wie ein Lauffeuer in Lohra. "Seit 7.30 Uhr rappelt mein Telefon", erzählt Bernd Schäfer, der bisher als Gemeindebrandinspektor aktiv war. Feuerwehrkameraden hätten angerufen und sich informiert. "Er war im Ort sehr angesehen", so Schäfer. Er sei stets ruhig, aber bestimmt aufgetreten und sei immer zur Stelle gewesen, wenn er gebraucht wurde. Fünf Jahre lang war der 46-Jährige stellvertretender Gemeindebrandinspektor, der zweithöchste Feuerwehrmann in Lohra. Zudem ist er bis zu seinem Tod Wehrführer in seinem Heimatdorf Weipoltshausen gewesen und engagierte sich als Fachdienstleiter für Katastrophenschutz und technische Hilfeleistung bei der Freiwilligen Feuerwehr Lohra.

Etwa fünf Jahre habe der gelernte Schlosser in Kirchvers gewohnt, schätzt Schäfer. Ob er eigene Kinder hatte und in welchem Verhältnis er zu seinem 28-jährigen Stiefsohn stand, wisse er jedoch nicht. Wie sich die Kameraden gebührend von ihrem jahrelangen aktiven Mitglied verabschieden werden, müsse er in den kommenden Tagen mit den Angehörigen besprechen, so Schäfer.

"Ganz schockiert" zeigte sich auch Lohras Bürgermeister Georg Gaul. Er hatte die Nachricht vom Tode des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors von der Feuerwehr erhalten.


- 28.03.2008: Festumzug soll im Juni stattfinden

Verstaler Schützen feiern Jubiläum

Lohra-Verstal. (red). Sein 25-jähriges Bestehen feiert der Schützenverein Verstal. Begonnen haben die Feierlichkeiten mit einem Festkommers im Schützenhaus. Am Sonntag, 8. Juni, soll dann ein Festzug stattfinden, der, der um 13 Uhr mit Kanonen und Böllern beginnt. Anschließend wird mit Musik und Tanz im Festzelt gefeiert.

Der Vorsitzende des SV, Bernd Lenz, begrüßte zum Kommers rund 230 Gäste, darunter den Schirmherrn Landrat Robert Fischbach, Bürgermeister Georg Gaul, Christean Wagner und den Kreisschützenmeister Gerhard Dörr.

Der stellvertretende Vorsitzende Friedrich Fey gab anschließend einen Rückblick über die Geschichte des Vereins.

Er berichtete über die Schwierigkeiten, ein Baugrundstück zu erwerben und die nötigen Gelder zu beschaffen. Die sportlichen Leistungen seien im Laufe der Zeit gestiegen, so konnten Schützen an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen.

Außerdem wurden bei dem Festkommers mehrere Gründungsmitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Anschließend trat der Gesangverein Germania Kirchvers auf.


- 27.03.2008: In diesem Jahr ist wieder ein Treffen in Lohra geplant

Motorradfreunde wählen neuen Vorstand

Lohra. (red). Über 30 Veranstaltungen haben die Motorradfreunde Lohra im vergangenen Jahr angeboten. Bei seiner Jahreshauptversammlung in der Lohraer Ratsschänke wählte der 81 Mitglieder starke Verein einen neuen Vorstand. In den kommenden beiden Jahren werden Sabine Schorge, Lothar Aßler und Manfred Blath aus Lohra sowie Udo Käutner und Sven Barth aus Gladenbach die Vereinsgeschäfte führen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Gerhard Gessner und Reiner Niewalda waren aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl angetreten.

Als Höhepunkt des vergangenen Jahres hob Vorstandsmitglied Udo Käutner das Motorradtreffen sowie die 70er- und 80er-Jahre-Party in Lohra hervor, die beide in diesem Jahr wiederholt werden sollen. Daneben planen die Motorradfreunde zur Saisoneröffnung Ende April eine Fahrt in den Thüringer Wald und im Juni die Teilnahme an der Mittelhessentour dieser Zeitung.


- 01.03.2008: Lohras Gemeindevertreter verabschieden den Haushalt für das Jahr 2008 einstimmig

CDU und SPD
Bei Kindergärten nicht sparen

Lohra-Damm. (en). Einmütig haben Lohras Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag den Haushaltsplan für 2008 verabschiedet. Für die Gemeinde Lohra ist der der letzte Haushalt in kameralistischer Buchführung (bisher in öffentlichen Verwaltungen angewandte einfache Buchführung) Für dieses Jahr weist das Zahlenwerk im Verwaltungsteil (laufende Einnahmen und Ausgaben) Einnahmen von gut 6,78 Millionen Euro aus. Dem stehen Ausgaben von etwas mehr als 6,92 Millionen Euro gegenüber. Demnach erwirtschaftet die Gemeinde in diesem Jahr voraussichtlich ein Defizit von 145 000 Euro. Zusammengerechnet mit dem Defizit aus 2007, ergibt sich ein Fehlbetrag in Höhe von 225 000 Euro.

Nach wie vor Anlass zur Sorge geben den Lohraer Fraktionen die Defizite in den Gebührenhaushalten, wobei die Bürgerhäuser hier mit 240 000 Euro, die Kindertagesstätten mit 580 000 Euro und das Bestattungswesen mit 70 000 Euro zu Buche schlagen.Beiträge ganzstreichenEine "wesentliche Verbesserung" sei bisher lediglich im Bestattungswesen erkennbar, kommentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Waßmuth. Was das Defizit im Kindergartenbereich anbelange, forderte er allerdings, "nicht an der Gebührenschraube zu drehen". Das Geld, so meinte der Christdemokrat, müsse als Beitrag für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde betrachtet werden. Die CDU wolle die völlige Beitragsfreistellung für Kindertagesstätten erreichen, auch wenn dies nicht von heute auf morgen möglich sei.

Waßmuth hob hervor, dass die Gemeinde nun endlich wieder "einen richtigen Vermögenshaushalt" vorweisen könne. Selbst wenn die Investitionen in Höhe von insgesamt 2 546 000 Euro eine Kreditaufnahme in Höhe von 900 000 Euro notwendig mache, so sei dies für die Zukunft und Attraktivität Lohras wichtig, betonte er.

Inge Dörr, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, schloss sich der Auffassung Waßmuths an, dass die Kosten im Kindergartenbereich von großer Bedeutung für das Gemeinwohl seien. "Kostendeckungsgrade sind nicht unbedingt kompatibel mit dem, was Kinder und Kitas brauchen". Sie sagte zudem, dass die Förderung ehrenamtlichen Engagements in Zukunft noch wichtiger sein werde - und man somit auch im Bereich der Dorfgemeinschaftshäuser nur eine begrenzte Erhöhung der Deckungsgrade erreichen könne. Dörr: "Für engagiertes bürgerliches Miteinander brauchen aktive Bürger auch entsprechende Räumlichkeiten."

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FWG-Fraktion, Andrea Paulus, erklärte, die Gemeinde sei auf einem "langsamen, aber guten Weg" hinsichtlich ihrer Finanzen.Verwaltung alsDienstleister Paulus schlug vor, die Gemeindeverwaltung noch mehr als "Dienstleister gegenüber den Bürgern" zu betrachten und Möglichkeiten für eine leistungsorientierte Vergütung zu schaffen. Des Weiteren solle Lohra langfristig verstärkt Kooperationen mit anderen Gemeinden eingehen, um Einsparungen zu erzielen.

Harald Rink, Fraktionschef des Bündnisses für Bürgernähe (BfB), forderte dagegen Einsparungen in den defizitären Bereichen Bürgerhäuser und Kindergärten. Diese sollte indes erreicht werden, ohne zu Qualitätseinbußen zu führen. Wichtig sei dabei zu klären, warum und in welcher Höhe Kosten entstünden und dann nach Lösungen zu suchen.

Es gebe viele neue Ansätze, die die gemeindliche Finanzsituation verbessern könnten. Das sei etwa die Frage, ob für die Gemeinde nur ein Versorger für elektrische Energie in Frage kommt, ob mit moderner Technik Telekommunikationskosten eingespart werden oder ob eine Fernüberwachung der Heizsysteme in gemeindlichen Einrichtungen Kosten spart. Und schließlich auch die Frage, ob eine gezielte Vereinsförderung für die Gemeinde ertragreicher sei als keine Vereinsförderung.

Anschließend sprachen sich alle Fraktionen einstimmig für die Annahme des neuen Haushaltsplans aus.


- 28.02.2008: Gründungstermin ist der 23. Oktober / Arbeitsgruppen stellen Ergebnisse vor

Familienbündnis startet im Herbst

Lohra. (kse). Die Einrichtung eines lokalen Bündnisses für Familien in der Gemeinde Lohra nimmt Gestalt an. Am Dienstagabend sind die Ergebnisse der drei im Oktober vergangenen Jahres ins Leben gerufenen Arbeitsgruppen (AG) vorgestellt und der Termin der Auftaktveranstaltung für den kommenden Herbst festgelegt worden. Bürgermeister Georg Gaul (parteilos) betonte, dass die AGs seit vergangenem Herbst in mehreren Sitzungen einiges erarbeitet hätten. Jetzt gelte es, gezielt auf die Gründungsversammlung hinzuarbeiten. Als Termin dafür wurde der 18. Oktober festgelegt. Alternativ wurde auch der 25. vorgemerkt.

Die Gruppe "Broschüre - Angebote in Lohra für Familien" habe sich zunächst überlegt, welche Informationen der Bürger eigentlich brauche, so AG-Sprecher Wolfgang Zieske. Beim Zusammenstellen von Adressen habe man "mit Freude festgestellt", dass die Gemeinde schon ein entsprechendes Informationsblatt habe und auch auf seiner Internetseite informiere. Zudem habe die Verwaltung Tabellen zur Verfügung gestellt. "Es ist jetzt nur noch Kosmetik, diese Informationen zu bündeln", so Zieske weiter.

Man habe sich bei einem Verlag erkundigt und erfahren, dass die Broschüre, die auch alle Vereine beinhalten soll, umsonst zu haben sei, wenn sich die Gewerbetreibenden an der Finanzierung durch Anzeigen beteiligen. Aktuelle Bilder müssten noch angefertigt und der redaktionelle Teil erarbeitet werden. Ziel müsse es sein, eine lebendige Broschüre zu erhalten, die nicht sofort wieder zur Seite gelegt werde.

Die AG "Flexible und schnelle Kurzzeitbetreuung für alle Lebensalter" wünsche sich eine Ansprechperson in der Verwaltung, die aus einer vorliegenden Liste, die die AG bereits erarbeitet hat, telefonisch Interessierten Auskunft geben könne, erläuterte Valentin Hemberger. Man habe zunächst die Betreuungsangebote für Kinder und Senioren erfasst. In der geplanten Broschüre müsste das Thema der AG einen eigenen Teil haben, so Hemberger.

Einen Fragebogen zu den konkreten Wünschen von Eltern hat die AG "Kinder -Ferienbetreuung in allen Schulferien" erarbeitet. Per Fragebogen solle auch ermittelt werden, inwieweit Eltern bereit seien, sich ehrenamtlich zu engagieren, so Armin Habermann. Man habe sich zuvor schon einen Überblick verschafft, in welchen Orten der Großgemeinde wie viele Kinder lebten.Vereinesollen dochnoch"mit ins Boot" geholt werden Ziel ist es nach Auskunft von Habermann, auf der Grundlage des Rücklaufs spätestens für das nächste Jahr eine Ausweitung der Betreuung zu erreichen.

Kurt Schwald, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Gemeindevertretung, auf deren Antrag hin das Bündnis gestartet wurde, freute sich über die gute Beteiligung. Dass zu den Treffen immer etwa 40 Personen gekommen seien, bezeichnete er als bemerkenswert. Er betonte, dass die Arbeit in den Arbeitsgruppen einen Prozess in Gang bringe, der kontinuierlich weitergeführt werden müsse.

Werner Waßmuth, Fraktionsvorsitzender der CDU, regte an, die Vorsitzenden aller Vereine in einer gesonderten Veranstaltung über den Stand der Dinge zu informieren, weil auch Bedenken bestünden.

Einige Teilnehmer hatten kritisiert, dass die Vereine der Einladung zu einer Mitarbeit im Lokalen Bündnis für Familien nicht gefolgt seien. Man wolle aber möglichst viele Institutionen "mit im Boot" haben, hieß es.

Festgelegt wurde zunächst, dass sich die Arbeitsgruppenleiter zusammensetzen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.


- 26.02.2008: Theaterverein Vorspiel führt mit viel Erfolg sein neues Stück in Lohra auf

Ein Hirsch lernt springen

Lohra. (pat). Es war eine gelungene Premiere: 150 Zuschauer haben sich köstlich amüsiert über das Stück "Robert, der springende Hirsch", das der Theaterverein "Vorspiel" jetzt im Bürgerhaus Lohra erstmals aufgeführt hat. Darin geht es um ein 27-jähriges Muttersöhnchen, das zwischen vier Frauen gerät und schließlich "flügge" wird. Die Aufführung wurde gleich humorvoll von der Putzfrau Alma (Sabine Hankel) eröffnet und sorgte von Beginn an pausenlos für Lacher. Spielort der Komödie war die Diätklinik "Zum schlanken Reh", die direkt neben dem Bordell "Zum springenden Reh" steht und auch "männliche Dienstleister" beschäftigt.

Leiterin der Diätklinik, Marina von Seitlitz (Margitta Storrl), die ständig heimlich Schokolade nascht und vier Goldfische hält, macht große Unterschiede in der Behandlung von Privat- und Kassenpatienten. Die gut gebaute Heidi Huber (Sabine Hetche), Privatpatientin und Bäuerin mit Kühen und Schweinen, erklärt gleich zu Beginn, dass sie einen "Kurschatten" suche. Geschäftsfrau Susanne Müller (Beate Zoth), hochnäsige Privatpatientin, versucht, teure, aber wirkungslose Reinigungsprodukte zu verkaufen. Melanie Witten (Margit Steiß), Schauspielerin am Stadttheater von Gießen ist die einzige Kassenpatientin in der Runde. Muttersöhnchengenießt inder Diätklinikviel weiblicheAufmerksamkeitIn ihrem Institut lässt Seitlitz nur Frauen an ihrem Diätprogramm teilnehmen. Die Suche nach männlicher Begleitung gestaltet sich für die vier Damen daher sehr schwer. Dies ändert sich schnell, als die Rentnerin Erika Blöcher (Marianne Hildwein-Aubry) ihren 27 Jahre alten Sohn Robert (Patrick Pohl) mitbringt.

Die Frauen reißen sich von diesem Moment an regelrecht um den jungen Robert, der sich über die große Aufmerksamkeit verwirrt, aber auch erfreut zeigt. Unter den immer wachsamen Augen seiner Mutter versuchen die Frauen, sich mit Robert zu verabreden. Erika funkt jedoch ständig dazwischen, "denn Robert soll noch nicht vom süßen Honig naschen". Robert entscheidet sich nach einigen Turbulenzen jedoch für Susanne und geht mit ihr auf Bergtour, während die anderen Frauen sich aus Frust im Bordell vergnügen.

Robert ist zum Schluss doch noch "zu einem springenden Hirsch" geworden, wie seine Mutter am Ende des Stückes feststellt.

Geschrieben wurde das Stück von Sabine Hetche, Margitta Storll und Karola Hankel. Weitere Vorstellungen gibt es am 8. März um 20 Uhr in Bad Endbach und am 15. März um 15 Uhr und 20 Uhr in Gladenbach im Haus des Gastes.

Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 7 Euro bei Optik Hirth und Lederecke (beide Gladenbach, bei der Kurverwaltung Bad Endbach und bei der Fleischerei Waßmuth in Lohra. An der Abendkasse kostet der Eintritt 8 Euro.


- 25.02.2008: Im September findet in Lohraer Bürgerhaus ein "Tag der Integration" statt

Feiern gegen den Fremdenhass

Lohra. (Markus Engelhardt) Der Arbeitskreis für Menschenrechte und Menschenwürde der Gemeinde Lohra plant einen sogenannten Tag der Integration im Bürgerhaus. Dabei setzen die Mitglieder auf die Mitwirkung von Vereinen und Schulklassen. "Wir wollen nicht reagieren, sondern agieren", sagte Pfarrer Hans-Ludwig Schmank und fasste damit das Credo des Arbeitskreises für Menschenrechte zusammen, dessen Mitglieder sich am Freitagabend im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung trafen. Während ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr hatten die engagierten Bürger von Lohra nur ein einziges Thema zu besprechen: Im Herbst will sich der Arbeitskreis mit einem großen Fest im Bürgerhaus der Öffentlichkeit präsentieren. Denn obwohl es mittlerweile knapp 20 Jahre her ist, dass die Gruppe ihre Arbeit aufgenommen hat, muss die Vorsitzende Elfriede Köhler immer wieder feststellen, dass diese in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. "Mancher Bürger erfährt von unseren Veranstaltungen erst hinterher", bedauerte sie.

Dabei sei der Einsatz für Integration ein dauerhaft aktuelles Thema, erklärte Elfriede Köhler. "Ereignisse wie der Brandanschlag in Dautphetal beweisen, wie wichtig unsere Bemühungen sind", fügte sie hinzu. Zum harten Kern des Arbeitskreises gehören neben der Vorsitzenden die Pfarrer Hans-Peter Kovacs, Hans-Ludwig Schmank und Jens Heyden, außerdem Lohras Bürgermeister Georg Gaul, sein Amtsvorgänger Hermann Brand, Schulleiterin Elisabeth Holtus, Lydia Willershausen und Christel Bobenau. Gemeinsam brachten sie am Freitag die Planungen der Großveranstaltung auf den Weg, die unter der Bezeichnung "Tag der Integration" über die Bühne gehen soll.

Dort - auf der Bühne nämlich - soll den Besuchern des Festes allerhand geboten werden. Die Mitglieder des Arbeitskreises planen, im halbstündigen Wechsel verschiedene Musikgruppen und Chöre auftreten zu lassen, so dass es ihren Gästen nicht langweilig wird. Außer dieser Aktionsbühne wird es im Vorraum des Bürgerhauses die Möglichkeit geben, sich in Wort und Bild zu präsentieren. Dabei ist es dem Arbeitskreis wichtig, auch andere Institutionen ins Boot zu holen. "Kindertagesstätten und Schulen leisten ebenfalls Integrationsarbeit", erinnerte Pfarrer Kovacs. Und Bürgermeister Gaul bemerkte, dass die Vereine der Gemeinde sicher großes Interesse daran hätten, zum Gelingen der Festveranstaltung beizutragen.

Ein möglichst breites Spektrum an Programmpunkten und Beteiligten soll garantieren, dass die Besucher des Festes gut unterhalten werden. Unter anderem ist vorgesehen, dass sich unterschiedliche Nationalitäten mit verschiedenen Speisen vorstellen. Da der Tag der Integration im Herbst stattfinden soll, haben die Mitglieder des Arbeitskreises nicht vor, eine Freiluftveranstaltung anzubieten. Tatsächlich soll sich das Fest im Bürgerhaus abspielen, was die Planungen zunächst erschwerte.Einsatz für Familien, denen die Abschiebung drohteNach einem Blick in den umfangreichen Veranstaltungskalender der Gemeinde einigten sich die Mitglieder der Initiative schließlich darauf, die Feier am 21. September stattfinden zu lassen. Zumal, wie Pfarrer Heyden bedauernd anmerkte, nicht davon auszugehen sei, dass der Themenkomplex Integration und Fremdenfeindlichkeit in der Zwischenzeit an Brisanz verliert.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises für Menschenrechte und Menschenwürde unter anderem für ausländische Familien stark gemacht, die von Abschiebung bedroht waren. Mit unterschiedlichem Erfolg, wie Elfriede Köhler berichtete. Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit der Initiative seien Sprachenschulungen, ergänzte Köhler. Sie ist überzeugt: "Das Lernen der Sprache ist der Schlüssel zur Integration."

Im September wollen die Mitglieder das ganze Spektrum ihrer Arbeit präsentieren: Der Tag der Integration am 21. September soll von 11 bis 18 Uhr dauern.

Der Arbeitskreis ist weiterhin auf der Suche nach Einrichtungen, die sich am Fest beteiligen wollen. Vereine, Chöre oder Musikgruppen können sich unter der Telefonnummer 06462/8806 an Elfriede Köhler wenden.


- 22.02.2008: Kirchvers plant für "Unser Dorf"

"Theater" ist nicht gefragt

Lohra-Kirchvers. (isa). Kirchvers soll für Neu- und Altbürger attraktiver gemacht werden. Das bekräftigte der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend und präsentierte in einem mehrseitigen Entwurf eine umfassende Agenda für die zukünftige Entwicklung des Ortes. Damit will sich Kirchvers am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" beteiligen. "Wer kein Ziel hat, der kann nicht ankommen", sagte Ortsvorsteher Markus Hemberger zum Konzept, das in den kommenden Sitzungen zur Diskussion steht. So ist beispielsweise eine persönliche Begrüßung der Kirchverser Neubürger durch den Ortsvorsteher mit der Übergabe von Informationsbroschüren über die Angebote und Organisationen der Großgemeinde Lohra geplant.

Hemberger kündigte an, er werde in den kommenden Tagen den Entwurf öffentlich aushängen, so dass sich alle Bürger beteiligen können. Beim diesjährigen Regionalentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" erlebt das Konzept seine Bewährungsprobe.

Der Ortsvorsteher betonte, dass es bei dem Wettbewerb nicht darum gehe, Theater zu spielen. "Es ist eine Aktion für uns, um dem Dorf eine Zukunft zu geben", machte er deutlich. Deshalb werde man - neben vielen gelungenen Projekten, wie dem neu errichteten Spielplatz, der vielfältigen Kinder- und Jugendarbeit der Vereine und natürlich dem Waldschwimmbad - auch Defizite, wie die Gestaltung des Dorfmittelpunkts, ins Gespräch bringen.

Der Sieger der Wettbewerbs erhält eine Prämie in Höhe von 5000 Euro. Hemberger forderte alle Bürger auf, sich an den Präsentationsvorbereitungen zu beteiligen. Kirchvers hatte das letzte Mal vor drei Jahren teilgenommen.Alfred Krechhat neueSchilder für die Ortseingängeentworfen Zusammen mit dem ortsansässigen Künstler Albert Krech stellte der Ortsbeirat im Anschluss den Entwurf für die neuen Bildtafeln vor, die in Zukunft die bestehenden Ortseingangstafeln zieren sollen: Auf gelben Hintergrund wird ein blaues Rechteck angebracht, auf dem neben dem Ortswappen und einem Willkommensgruß auch der markante Kirchturm von Kirchvers zu sehen ist.

Die Farben blau und gelb symbolisieren die Zugehörigkeit des Dorfes zur Großgemeinde Lohra, die diese Farbkombination ebenfalls verwendet. Krech erklärte sich während der Ortsbeiratssitzung dazu bereit, weitere Hinweisschilder für das Waldschwimmbad zu gestalten. Das Bürgerhaus wird zukünftig ein Bild der Kirche zieren, das Valentin Hemberger malerisch gestaltet. Beide Entwürfe fanden die einstimmige Zustimmung des Ortsbeirates.

Zur Unterstützung des ökologischen Hochwasserschutzes soll am Frankenbach eine natürliche Auenlandschaft entstehen. Der Förderverein "Kirchverser Waldschwimmbad" teilte dem Ortsbeirat mit, dass das Waldschwimmbad für die kommenden Saison behindertengerechte sanitäre Anlagen erhalte.Feuerwehrruft für den3. Aprilwieder zur Flurreinigung auf Das lokale Bündnis für Familie trifft sich das nächste Mal am 26. Februar, um die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen zu präsentieren. Am 1. März ist Anmeldeschluss für Vereine, die am diesjährigen Hessentag teilnehmen wollen. Die Vereinsvorsitzenden werden hierzu noch einmal ein gesondertes Schreiben erhalten, verkündete Hemberger.

Die Freiwillige Feuerwehr veranstaltet am 3. April wieder ihre Flurreinigungsaktion, an der sich alle interessierten Bürger beteiligen können. Für den 1. Mai stellte der Ortsbeirat den Vorschlag einer Bürgerin vor, die Straße zwischen Reimershausen und Kirchvers für den Autoverkehr zu sperren. Über die Aktion "autofreies Versbachtal" wird noch mit der Gemeinde verhandelt.


- 16.02.2008: Auch Lohra muss auf Vieles verzichten

Haushalt ist knapp kalkuliert

Lohra. (pat). Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2008 hat der Ortsbeirat Lohra beraten. Bürgermeister Georg Gaul (parteilos) verabschiedete Lydia Willershausen aus dem Gremium und stellte ihren Nachfolger Jürgen Herbel vor. Ortsvorsteherin Elfriede Köhler hoffte, dass Willershausen weiter an den Sitzungen teilnehmen könne. "Ich bin leider krank geworden und eine so engagierte Arbeit wie zuvor ist mir nicht mehr möglich", erklärt Willershausen. Ihr Nachfolger im Ortsbeirat ist Herbel, der von Köhler gewarnt wurde, dass "hier im Ortsbeirat hart geschafft" wird.

Der Bürgermeister erklärte zum Haushalt der Gemeinde, dieser habe "sehr knapp kalkuliert" werden müssen. Der Gemeindevorstand habe den Antrag des Ortsbeirates auf ein eigenens Budget abgelehnt, weil sonst jeder der zehn Ortsbeiräte Anspruch darauf hätte, erklärte Gaul.

Der Ortsbeirat beantragte weiter die Erhöhung der Mittel für den Familien- und Seniorenrat. Da die Mitglieder des Rates einmal in der Woche die Marburger Tafel anfahren, um Hilfsbedürftige der Gemeinde zu unterstützen, müssten die einplanten 250 Euro mindestens verdoppelt werden. Kein Spielraum im Haushalt Gaul will prüfen, ob ein Teil der anfallenden Kosten von Sozialhilfeträgern übernommen werden können. Der Haushalt sei so knapp, dass "kein Spielraum nach links und rechts besteht".

Einstimmig sprach sich der Ortsbeirat dafür aus, dass eine Vollerwerbslandwirt eine Lagerhalle am "Treiser Höhlchen" bauen möchte.

Der Ortsbeirat setzte Termine für zwei Eigenleistungen fest. Am 29. März werde die Müllsammelaktion "Sauberhaftes Lohra" stattfinden, anschließend gebe es Essen für alle Helfer gebe es im Anschluss auf dem Bauhof, so Gaul. Am 19. April will der Ortsbeirat die Bänke in der Gemarkung Lohra neu streichen.


- 15.02.2008: Vorstand im Verein Region Lahn-Dill-Bergland bleibt im Amt

Naturpark erhält Leben

(Regina Hartmann) Lohra. Bernd Schmidt bleibt Vorsitzender des Vereins Region Lahn-Dill-Bergland. Die Mitglieder bestätigten den Bürgermeister der Gemeinde Dautphetal einstimmig in diesem Amt, ebenso wie seine Kollegen im geschäftsführenden Vorstand: Seine Stellvertreter sind Rolf Koch (Unternehmer aus Bad Endbach) und Erwin Koch (Bauernverband Gladenbach), Kassierer ist Mittenaars Bürgermeister Herman Steubing, und als Schriftführer fungiert Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz . Zusätzlich wurden durch Satzungsänderung, bedingt durch Vorgaben des EU-Regional- und Entwicklungskonzepts, zwei neue Mitglieder aus den Reihen der Wirtschafts- und Sozialpartner in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Dies sind Saskia Syring von der Industrie- und Handelskammer und Rolf Rech aus Eschenburg. Weitere elf Mitglieder aus Landkreisen und Gruppierungen wurden in den Gesamtvorstand gewählt (siehe Info-Kasten), der somit aus 18 Personen besteht.

Die Mitgliederentwicklung des Vereins hat sich weiter positiv entwickelt. Von 78 Mitgliedern im Vorjahr stieg die Zahl nun auf 91 Mitglieder. Dabei sind 19 Städte und Gemeinden, zwei Landkreise, Privatpersonen, Vereine, Verbände, Unternehmer und Initiativen. Hauptpunkt im ausgeglichenen Wirtschaftsplan sind die Kosten für geplante Projekte im Naturpark, die der Verein aus Rücklagen der Vorjahre finanzieren kann.

Zusätzlich verabschiedeten die Mitglieder einstimmig den ersten Haushaltsplan des Naturparks Lahn-Dill-Bergland, dessen Träger der Verein ist. Der Verwaltungshaushalt, der die laufende Arbeit umfasst, beläuft sich auf 97 824 Euro. Der Vermögenshaushalt, der die langfristigen Investitionen verzeichnet, sieht 468 280 Euro vor.Ernst-Ludwig Wagner berichtet von langwieriger Geschichte der EntstehungZur Planung eines Nationalparkhauses im Bereich Bischoffen/Hohenaar, sollen im kommenden Jahr Vorschläge erarbeitet werden. Und um die vielen Aufgaben und Tätigkeiten im Naturpark in der Zukunft zu erledigen, soll eine Försterstelle in Zusammenarbeit mit Hessen-Forst ausgeschrieben werden. Regionalmanager Ernst-Ludwig Wagner berichtete von der langen und schwierigen Entstehungsgeschichte des Regionalentwicklungskonzepts bis zur offiziellen Ernennung der Region zum Naturpark Lahn-Dill-Bergland im Oktober 2007. Bisher wurden Kirschbäume an den Eingangsportalen des Naturparks gepflanzt und ein Richtfest am mittlerweile renovierten Rimbergturm gefeiert. Der Tag der Region wurde zusammen mit der Eröffnung des Wanderweges "Extratour Streuobstroute" in Dautphe gefeiert. Die Standorte und die Art der Beschilderung der Wanderrouten wurde erstellt, die Beschilderung erfolgt in diesem Jahr.

Der Wanderpark im Naturpark umfasst bisher 350 Kilometer zertifizierte Wanderwege. Weitere Extratouren sollen in den Gemeinden entstehen. Marketingaktionen, um die Region zu vermarkten und den Wirtschaftsfaktor Tourismus zu fördern, können laut Wagner nun gestartet werden. "Wir müssen den Naturpark jetzt ins Leben bringen. Es gibt viel zu tun", sagte Wagner.

Als Ansprechpartner in allen Fragen steht die Geschäftsstelle mit Tourismusbüro in Bad Endbach zur Verfügung, (02776) 80115.


- 11.02.2008: Doppelte Strümpfe schützen vor Kälte

Hannelore Kraushaar-Hoffmann rekonstruiert für Biebertaler Museum die Kleidung der Kelten

Biebertal-Fellingshausen. (kt). "Nirgends ist eine komplette Tracht der Kelten erhalten geblieben, nur Textilreste aus der Hallstatt- und Latènezeit", hat Hannelore Kraushaar-Hoffmann zu Beginn ihres Referats in der Jahreshauptversammlung des Vereins "Archäologie im Gleiberger Land" in Fellingshausen deutlich gemacht. Dennoch versucht die Expertin zurzeit, die neuen Puppen im "Keltenkeller" in der Gemeindeverwaltung in Rodheim-Bieber historisch korrekt einzukleiden. Einige Kleidungsstück und dazugehörige Textilien hat die gelernte Weberin schon angefertigt. In der Jahreshauptversammlung zeigte sie den 40 Anwesenden, wie die Kelten Nähte machten, durch die Muster auf den Stoffen entstanden.

Funde aus dem Salzbergwerk in Hallstadt belegen, dass die Menschen mehrere Strümpfe übereinander trugen. Zur Tracht der Frau gehörten Unterkleid und Umhang. Männer trugen meist eine knielange Tunika und Hosen. Hannelore Kraushaar-Hoffmann zeigte Bilder von Rekonstruktionen Frauenkleidung, von Schmuck und Fibeln, die Kleidung zusammenhielten, Gürteln, Borten und dem Kopfschmuck der Keltinnen. Bei den Schuhen gab es den "Bundschuh", aber auch "Innenschuhe" aus mehreren Stoffstücken für die kalte Jahreszeit.

Vor dem Referat hatte die Vorsitzende der "Archäologie im Gleiberger Land", Claudia Nickel, die Ereignisse des vergangenen Jahres erwähnt: Eröffnung des Museums "Keltenkeller" in der Gemeindeverwaltung am Bürgerhausplatz, Grabungen in Wehrheim, am Hügelgrab im Krofdorfer Forst und in Bad Nauheim, wo ein römischer Lagergraben untersucht wurde. In Lohra gruben die Archäologen vergeblich nach einem Steingrab.

www.archaeologie-im-gleiberger-land.de.


- 08.02.2008: Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten

72-Jähriger fährt ohne Führerschein

Lohra. (red). Weil er seit Jahrzehnten mit seinem Wagen unterwegs war, ohne einen Führerschein zu besitzen, muss sich demnächst ein 72-jähriger Rentner aus Lohra vor Gericht verantworten. Wie die Polizei gestern mitteilte, war der Mann in seiner Nachbarschaft als sicherer und guter Autofahrer, der niemals betrunken fuhr, bekannt. Was jedoch niemand wusste war, dass er nie im Besitz eines Führerscheins war.

Der Rentner war einem Autofahrer auf der Fahrt von Gladenbach nach Rollshausen aufgefallen. Er gefährdete zwischen Mornshausen und Kirchvers gleich mehrfach den Straßenverkehr. Am Ortsausgang von Rollshausen kam es fast zu einem Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr.

In Altenvers rammte der Rentner beinahe ein Pferd. Darüber hinaus fuhr der Mann mit seinem Ford nur mit etwa 20 Stunden-Kilometern unterwegs und fuhr auch noch Schlangenlinien. Während der Fahrt öffnete er dann auch noch die Fahrertür.

Die Polizei überprüfte daraufhin den Mann und ordnete einen Alkoholtest an. Das Ergebnis: 0,0 Promille. Auch sonst deutete nichts auf eine Fahruntüchtigkeit des Mannes hin, teilten die Beamten mit. Er habe nicht unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel gestanden, wirkte durchaus nicht fahruntüchtig, hatte einen sicheren Gang und beantwortete Fragen umgehend und zufriedenstellend. Wahrscheinlich, so die Polizei, sei der 72-Jähriger krankheitsbedingt so auffällig gefahren, denn der Mann habe kurze Zeit später in die Klinik gemusst.

Die auffällige Fahrt ereignetet sich übrigens bereits kurz vor Weihnachten des vergangenen Jahres. Die Ermittlungen zogen sich nicht zuletzt durch die Krankheit des Mannes bis jetzt hin, hieß es. Der Mann hatte zwar zunächst behauptet, seinen Führerschein in Gießen erworben zu haben, gestand dann aber ein, dass es nicht so sei.


- 08.02.2008: Volkskundler zeigen alte Bücher

(bep) Eine ungewöhnliche Ausstellung mit seltenen und wertvollen alten Büchern und Schriften haben die Mitglieder des Vereins für Geschichte und Volkskunde in Lohra zusammengestellt.

Lohra. Die Raritäten werden am nächsten Sonntag (10. Februar) für nur einen Tag im Bürgerhaus Lohra gezeigt. "So etwas bekommt man nicht alle Tage zu sehen", sagte der Vorsitzende des Vereins Heinrich Justus Wagner bei einem Pressegespräch am Mittwoch. "Wir zeigen in der Ausstellung, was die Mitglieder unseres Vereins privat gesammelt haben." Schwerpunkte werden die Region Kurhessen und die Literatur aus dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit sein, so Wagner im Gespräch mit dieser Zeitung. Ziel der Schau sei es unter anderem, das Wissen dieser Zeit zu dokumentieren. Die ältesten gezeigten Originale stammen aus der Zeit um 1220. Die Ausstellung präsentiert Kostbarkeiten wie alte Briefe mit den Originalunterschriften der hessischen Landgrafen und Urkundenabschriften aus dem Jahre 1355. Es werden außerdem Kupferstiche von Matthäus Merian und Landkarten von Hessen aus der Zeit um 1570 zu sehen sein. Die Ausstellung wird natürlich auch alte Bücher zeigen, so ein Original von Erasmus von Rotterdam aus dem Jahre 1517, und eine Prachtbibel, die 1746 gedruckt wurde.In einem kleinen Kupferstichkabinett kann man die Porträts der Landgrafen oder Ansichten von der Eroberung der Amöneburg bewundern. Die Schriften sind nur an einem Tag im Bürgerhaus zu sehenAlte Zeitungsoriginale dürfen auch nicht fehlen, so zum Beispiel eine Ausgabe des Hinterländer Anzeigers vom 28. August 1900. Der Verein ist nach Darstellung von Wagner im Gespräch mit der Gemeinde Lohra , ob ein eigenes Archiv für die alten Dokumente und Bücher eingerichtet werden kann. Zunächst werden die wertvollen Stücke nur in der Ausstellung am Sonntag (10. Februar) präsentiert. Der große Saal im Bürgerhaus Lohra in der Jahnstraße wird dann von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein, der Eintritt ist frei. Aus Sicherheitsgründen, so die Veranstalter, können die Kostbarkeiten nur an diesem einen Tag gezeigt gezeigt werden. Folgeveranstaltungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten sind allerdings noch geplant, teilte Vereinsvorsitzender Heinrich Justus Wagner mit.


- 06.02.2008: Firma aus Lohra kauft Gelände im Gewerbegebiet Salzbödetal

Hof baut Produktion aus

Lohra/Gladenbach (bün). Das Unternehmen Hof Sonderanlagenbau in Lohra (Landkreis Marburg-Biedenkopf) erweitert seine Produktionsfläche. Von der Firma Schulz & Rackow in Gladenbach (ebenfalls Marburg-Biedenkopf) hat das Familienunternehmen die 5000 Quadratmeter große Produktionshalle im interkommunalen Gewerbegebiet Salzbödetal zwischen Lohra und Gladenbach erworben. Zum Kaufpreis für Grundstück und Halle wollte Geschäftsführer Hans-Georg Hof keine Angaben machen. Am 1. Oktober 1988 wurde die Firma als Zwei-Mann-Unternehmen in Lohra gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen 116 Mitarbeiter. Seinen Produkten ist der Familienbetrieb in den knapp zwei Jahrzehnten treu geblieben. In erster Linie verlassen Vakuum-Gefriertrocknungsanlagen für die pharmazeutische Industrie die Fertigungshallen in Lohra. Zweites großes Standbein sind Einfrier-Geräte, die vor allem bei Blutspendediensten und in der Biotechnologie Verwendung finden. Schließlich setzt die Firma auf Service – 40 Fahrzeuge sind im Einsatz.

Es sei für die Firma in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden, am bisherigen Standort weiter zu wachsen, begründete Hof den Kauf. Man habe zwar Gelände hinzugekauft und angebaut, den Bedarf damit aber nicht decken können. „Ich habe immer gesagt: Wir fahren Vollgas, aber mit angezogener Handbremse“, sagte der Geschäftsführer. Für die Mitarbeiter der Firma Schulz & Rackow, die derzeit im interkommunalen Gewerbegebiet arbeiten, habe der Verkauf keine Folgen, betont Hof. Seine Firma habe das Gelände zwar vollständig erworben, werde aber einen Teil der Halle wieder an Schulz & Rackow vermieten, so dass die Arbeit des Unternehmens weiterlaufen kann. Konkret: Von der 5000 Quadratmeter großen Produktionsfläche werde Schulz & Rackow 1500 m2 nutzen, von der 730 Quadratmeter umfassenden Bürofläche etwa die Hälfte. „Uns bleiben 3500 m2, die uns auch erst einmal reichen“, so Hof.

Hinterländer Familienbetrieb will 20 neue Mitarbeiter einstellen

Durch die Erweiterung entstehen 20 neue Arbeitsplätze. Ziel ist vor allem, die Produktion räumlich zu entzerren. So bleibt der Anlagenbau in Lohra. Einzelne Abteilungen dagegen, die als eine Art innerbetrieblicher Zulieferer fungieren und beispielsweise Bauteile für Schaltschränke liefern, werden nach Lohra ausgelagert. Hof hofft darauf, durch bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Zahl an Mitarbeitern das Produktionstempo zu erhöhen.

Bis April kommenden Jahres ist die Firma ausgelastet. „Die Wirtschaftsflaute haben wir kaum gemerkt“, berichtet Hof. Einen Grund sieht er darin, dass die Aufträge sehr langfristig angelegt sind. Es sei keine Seltenheit, dass zwischen Erstkontakt und Auftragsvergabe zwei Jahre liegen. Die Projektzeit zwischen Auftrag und Auslieferung erstrecke sich dann nochmals über ein Jahr. Zudem liege der pharmazeutischen Industrie sehr viel daran, ihre Technik auf dem aktuellen Stand zu halten.

Der Geschäftsführer rechnet damit, dass sich der Bedarf an Fachkräften nicht aus der Region decken lässt. Die Planungs-und Fertigungstiefe sei sehr hoch und reiche von der Mechanik über Software bis zu der Elektronik, die Produktion entsprechend anspruchsvoll. Kontinuierliche betriebsinterne Weiterbildung gehört daher in Lohra zum Pflichtprogramm.


- 01.02.2008: Lohras Etat bleibt im Minus

Im Verwaltungshaushalt überwiegen die Ausgaben

Lohra. (do). Auch in diesem Jahr wird die Gemeinde Lohra ihren Haushalt nicht ausgleichen können. Bei der Einbringung seines Etatentwurfs für 2008 hat Bürgermeister Georg Gaul (parteilos) einen Fehlbetrag von 145 000 Euro genannt. Das sei, so betonte der Verwaltungschef, aber "deutlich weniger" als in den vergangenen Jahren. Der Haushalt schließt im Verwaltungteil (laufende Einnahmen und Ausgaben ) auf der Einnahmeseite mit 6 781 000 Euro und auf der Ausgabenseite mit 6 926 000 Euro ab.

Der Vermögenshaushalt (investiver Teil) schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 2 546 000 Euro ab. Das entspreche einer Steigerung um rund 1,1 Millionen Euro, erläuterte Gaul. Um alle im Vermögenshaushalt vorgesehenen Ausgaben bestreiten zu können, ist eine Kreditaufnahme über 900 000 Euro vorgesehen.

2007 war Gaul zunächst von einem Defizit in Höhe von 260 000 Euro ausgegangen, das am Jahresende durch höhere Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen und niedrigere Ausgaben, zum Beispiel bei der Kanalsanierung in Kirchvers, auf 80 000 Euro geschrumpft war. Mit ähnlichen "Glücksfällen" rechnet er für den Haushalt 2008 nicht, betonte er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Für das erneute Defizit macht er die "finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen" verantwortlich. So etwa sorge das Finanzausgleichsgesetz dafür, dass die gestiegenen Steuereinnahmen zu einem "kräftigen Anstieg" der Kreis- und Schulumlage führten. Gut 268 000 Euro mehr als noch im vergangenen Jahr müsse die Gemeinde an den Landkreis abführen. Damit sei der es, der von den Steuermehreinnahmen des Landes Hessen und der kreisangehörigen Städte und Gemeinden profitiere.

Als weiteren Grund für die prekäre Haushaltslage der Gemeinde bezeichnete der Lohraer Verwaltungschef die "teilweise sehr hohen" Defizite bei den Kindergärten (581 800 Euro) und den Dorfgemeinschaftshäusern (239 000 Euro).Defizite beiKindergärten undBürgerhäusernsind einDauerproblem Hier sah Gaul "dringenden Handlungsbedarf", aber nur begrenzte Möglichkeiten, das zu ändern. Eine Prognose, ob sich die Übergabe der Trägerschaft für die Kindertagesstätte Altenvers auf das Kinderzentrum Weißer Stein finanziell positiv auswirkt, wagte der Bürgermeister nicht.

Er forderte für die Gebührenhaushalte der Kindergärten und der Gemeinschaftshäuser nachhaltige und wirksame Konsolidierungsmaßnahmen, schließlich sei es Pflicht und Daueraufgabe der Kommunen, die Ausgaben mit den Einnahmen in Einklang zu bringen.

Gleichzeitig forderte er aber ein Neuordnung der Gemeindefinanzen ein. Sie sei dringend notwendig, denn "die Kommunen brauchen verlässliche, sichere Einnahmen, um wenigstens ihre gesetzlichen Aufgaben - ohne neue Schulden machen zu müssen - erfüllen können".

Bei den Investitionen sah Gaul auch für die nächsten Jahre kaum Einsparmöglichkeiten. Bei den Pflichtaufgaben gebe es erheblichen Handlungsbedarf, sagte er.


- 30.01.2008: Henne legt Riesen-Ei

Frauen aus Lohra finden 161 Gramm schweres Ei im Gehege

Lohra (ks).. "Wir wissen nicht, welches Huhn das war. Nur den Hahn können wir ausschließen." - Noch immer ist Tanja Hoffmann ganz erstaunt über den Fund, den sie und drei andere Hühnerhalterinnen jüngst in ihrem Gehege in Lohra gemacht haben: ein 161 Gramm schweres Ei. Bisher hatten Alexandra Masloff, Monika Hoffmann, Waltraud Pächer und Tanja Hoffmann immer nur normal große Eier entdeckt. Die sind im Schnitt um die 50 Gramm schwer.

Bei einem ersten Wiegen stellten die Frauen fest, dass das Riesen-Ei 161 Gramm auf die Waage bringt - also mehr als das dreifache Gewicht eines normalen Hühnereis. Das zerbrechliche Tierprodukt hat einen Umfang von 18 Zentimetern und ist zwölf Zentimeter lang.

Ist das nicht rekordverdächtig, fragten sich die Tierfreunde. Sofort begann die Suche nach einem Ei, das ähnlich riesig ist. Im Internet wurden die Hühnerhalterinnen fündig: Laut dem "Guiness Buch der Rekorde" wog das größte bisher gefundene Hühnerei 160 Gramm.Wollen nicht insGuiness-Buch Also genau ein Gramm weniger als das Lohraer Ei. "Ins Guiness Buch wollen wir damit aber nicht", sagt Tanja Hoffmann.

Die vier Frauen haben sich dazu entschlossen, das Riesen-Ei im Internet-Auktionshaus "Ebay" zum Verkauf anzubieten.

"Vielleicht kommt ja wirklich ein bisschen Geld zusammen", hofft Tanja Hoffmann. Das würden die Frauen nutzen, um ihr Gartengrundstück am Ortsrand von Lohra und das dortige Hühnergehege weiter auszubauen. Ein neuer Zaun wäre ein gute Anschaffung, es sei nämlich auch schon einmal ein Huhn weggelaufen, erzählt Tanja Hoffmann.


- 22.01.2008: Im Tresor der Post-Filiale fehlt Geld

48-Jähriger aus Lohra unter Verdacht

Lohra / Breidenbach. (go). Die Polizei ermittelt gegen einen 48-jährigen Mann aus Lohra, weil er aus dem Tresor der Post-Filiale in Breidenbach Geld entwendet haben soll. Nach Angaben von Pressesprecher Martin Ahlich geht es um einen fünfstelligen Betrag. Wie der Sprecher der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf weiter erläuterte, war in der vergangenen Woche Anzeige wegen Diebstahls erstattet worden. Es habe Unregelmäßigkeiten gegeben, so Ahlich.

Die Betreiberin der Postfiliale wollte sich gegenüber dieser Zeitung gestern nicht zu dem Vorfall äußern.

Wenig Informationen gab es zudem vom Pressesprecher der Post für den Bereich Nord- und Osthessen sowie Westthüringen, Thomas Kutsch aus Frankfurt. Da es keine von der Post selbst betriebene Filiale betreffe, werde sein Unternehmen nur am Rande mit dem Vorfall befasst.

"Es hat dort offensichtlich Probleme zwischen Menschen gegeben, die sich kennen. Es ist zu etwas gekommen, das so nicht vorgesehen ist", sagte Kutsch lediglich.

Wie Polizei-Sprecher Martin Ahlich gestern weiter auf Nachfrage berichtete, sind die Ermittlungen in dem Fall noch nicht abgeschlossen.


- 19.01.2008: Das Forstamt räumt im Akkord

Harvester ziehen 2008 aus dem Wald ab

Marburg-Biedenkopf. (Susanne Polig) Bis Ende 2008 hat das Aufräumen im Wald ein Ende. Das vermutet Manfred Ortner, stellvertretender Leiter des Forstamts Biedenkopf. Vor einem Jahr, in der Nacht zum 19. Januar 2007, hat Orkantief "Kyrill" im Hinterland knapp 500 000 Festmeter Wald gefällt - etwa so viel wie der Einschlag von fünf Jahren. Gut 416 000 Festmeter davon sind inzwischen aufgearbeitet und verkauft, was die Forstamtsmitarbeiter zufrieden macht. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter aufgeschichtetes Holz, ohne Zwischenräume gerechnet. Im Forstamt hatte keiner gedacht, dass in einem Jahr so viel zu schaffen ist. Man sei "deutlich über dem Plan", sagt Harald Hofmann, Bereichsleiter Dienstleistung/Hoheit. Das gute Ergebnis liegt vor allem daran, dass das Forstamt Biedenkopf bei der Planung vor einem Jahr nicht wusste, wie viele Firmen mit Harvestern (Vollernter) es für die Aufarbeitung bekommen kann. Letztendlich kamen 14 Maschinen aus vielen Teilen Europas in den Bezirk, der ein Dutzend Forstreviere von Biedenkopf bis Gladenbach umfasst.

Die Harvester sind noch immer im Einsatz. Aber die Flächen, die sie aufräumen, sind kleiner geworden, stellt Manfred Ortner fest. Der Rücke- Fortschritt ist dabei unterschiedlich: In Lohra, das weniger betroffen war, wird es Ortner zufolge "bald ein Ende haben" mit dem Aufräumen. Angelburg und Steffenberg dagegen sind wohl noch ein halbes Jahr dabei.

An ihre Grenzen seien auch die Mitarbeiter im Holzbüro des Forstamts gestoßen. Sie mussten den Verkauf und die Überweisung der Erlöse an Privatwaldbesitzer erledigen. Rund 3,5 Millionen Euro haben sie vergangenes Jahr an Private überwiesen. Mit dem Verkauf sind Ortner und Hofmann bisher sehr zufrieden.

Weil die Aufräumarbeiten größtenteils an Firmen vergeben wurden, sei der Abtransport sehr schnell gegangen. Außerdem hat die Holzverladestation in Breidenstein ihr Übriges getan. "Die wird teils sechs Tage die Woche genutzt", sagt Hofmann. In Spitzenzeiten "waren in Hessen 17 Holzzüge unterwegs und davon sechs aus Breidenstein".

Auch die Preise sind nicht wie erwartet in den Keller gesackt. Die Gründe: Nach dem Orkan gab es einen Einschlagstopp. "Außerdem haben wir versucht, das Holz aus der Region zu schaffen", sagt Ortner und weist auf die Dienste der Holzverladestation hin. Von dort wird das Sturmholz unter anderem nach Süddeutschland und Österreich gefahren. Das habe den Preis stabil gehalten. "Die Perspektive ist jetzt wieder ein steigendes Preisniveau", schätzt Ortner. "Die Aufarbeitung geht schon langsamer und der Bedarf an Nadelholz ist da." Liegen gebliebene Äste und anderes Restholz sind ein Festmahl für Borkenkäfer Kopfzerbrechen bereitet den Forstleuten inzwischen das Restholz - kleinere Äste, Splitter, Liegengebliebenes. Wenn es verrottet, freut sich zwar der Boden, aber auch der Borkenkäfer. Er bohrt sich unter die Baumrinde, was bei frischem Holz am besten funktioniert. Die aufgearbeiteten Stämme seien deshalb nicht das Problem. Hier perforieren die Stachelwalzen der Harvester die Rinde. "Dadurch trocknet das Holz schnell aus", erklärt Harald Hofmann. Eine Idee ist, die Kleinteile zusammenzutragen, zu hacken und an Kraftwerke zu liefern. "Das scheitert aber bisher an der Technologie", sagt der stellvertretende Forstamtsleiter. Die bestehenden Kraftwerke könnten keine Feinanteile gebrauchen - also Nadeln oder Erdkrümel. "Angeblich verstopft das die Filter." Ortner ist aber zuversichtlich, dass hier noch eine Lösung gefunden wird.

Tröstlich war bisher die Witterung: In nassen Sommern und winterlichen Frosttemperaturen fühlen sich Borkenkäfer gar nicht wohl. Wird das Frühjahr nicht zu warm, droht hier wohl keine Plage.


- 17.01.2008: "Vorspiel" feiert Geburtstag

Theaterverein studiert derzeit eine neue Komödie ein

Lohra/Gladenbach-Mornshausen. (emn). "Normalerweise proben wir einmal die Woche. Jetzt, wo es auf die Vorstellungen zugeht, auch zweimal." - Margitta Storll, Leiterin des Theatervereins "Vorspiel", und die anderen Akteure üben konzentriert, schließlich soll das Stück "Robert, der springende Hirsch", das zum zehnjährigen Bestehen des Vereins aufgeführt wird, bis zur Premiere am 22. Februar "sitzen. Geprobt wird im DRK-Haus in Mornshausen. Diesmal steht der letzte Akt zur Erarbeitung an. Über den Inhalt des Stückes verraten die Laienschauspieler nur so viel: Es handelt von einer Gruppe von Frauen, die in der Diätklinik "Zum schlanken Reh" die Pfunde purzeln lassen wollen. "Die Besucherinnen der Klinik sind alles frustrierte Frauen", erzählt Storll, "jede von ihnen hat so ihre Probleme. Eine ist Schauspielerin und bekommt keine Rollen mehr, die andere ist ,naiv-blöd?, eine andere hat gar keine Gewichtsprobleme."

Aufruhr entsteht, als die Rentnerin Erika Blöcher, gespielt von Marianne Hildwein-Aubry, mit ihrem Sohn Robert auftaucht. Robert ist der einzige Mann in der Klinik und bei den Frauen deshalb heiß begehrt. "Robert ist noch sehr unerfahren, am Ende des Stückes kommt es aber noch zu einer Nachtszene", verrät Storll.

Wie die Stücke in den vergangenen Jahren ist "Robert, der springende Hirsch" eine Komödie, die die Gruppe selbst geschrieben hat.

Sabine Hetche, seit Gründung des Vereins dabei, blickt auf die zurückliegenden zehn Jahre zurück: "Begonnen hat alles, als Susanne Albert eine Zeitungsannonce aufgab, woraufhin sich die Gruppe dann zu ersten Mal privat traf." Zunächst waren das nur sieben bis acht Frauen, auch heute beklagt der Verein noch immer einen "Männermangel".

"Das erste Stück, das wir gespielt haben,war ein Drei-Frauen-Stück und hieß Honigmond", erinnert sich Hetche. Darauf folgten zwei Boulevardstücke. Zu dieser Zeit hatte die Gruppe bereits 20 Mitglieder.

Als Susanne Albert dann wegzog, hätten viele Mitglieder mit dem Spielen aufgehört, erzählt Hetche. In 2002 habe schließlich Margitta Storll den Vorsitz des Theatervereins übernommen, seitdem würden hauptsächlich Komödien gespielt. Das erste selbstgeschriebene Stück wurde in 2004 vorgestellt und heißt "Der Tanga im Blumenbeet". Im gleichen Jahr gründete sich auch eine Jugendgruppe, die sich aber bereits 2006 auflöste. Neben Theateraufführungen hat der Verein im Laufe der Jahre auch bunte Nachmittage und Sketch-Veranstaltungen organisiert.

Aktuell besteht die Gruppe aus 15 Mitgliedern. Im Stück "Robert, der springende Hirsch" spielen fünf Frauen und ein Mann mit. "Die männlichen Mitglieder sind zwar sehr hilfsbereit, selbst spielen wollen die meisten allerdingsnicht", erzählt Hetche. Die Gruppe möchte aber auch Männerrollen nicht mit Schauspielerinnen besetzen. "Wir schreiben lieber ein Stück, in dem größtenteils Frauen vorkommen", sagt sie. Den Robert im diesjährigen Stück spielt Patrick Pohl.

Die Mitglieder des Theatervereins "Vorspiel" stammen größtenteils aus Lohra, Mornshausen und Marburg. Sie schreiben nicht nur ihre Stücke selbst, sie bauen auch das Bühnenbild. Die meisten Mitglieder sind berufstätig. Theater spielen sie nebenher und dies ganz offensichtlich mit großer Freude. Es wir gesungen und viel gelacht. Komödiefeiert am22. Februarin LohraPremiereNatürlich hoffen die Akteure, dass die Vorstellungen im Februar und März einen großen Zulauf haben werden. Premiere hat das Stück "Robert, der springende Hirsch" am Freitag, 22. Februar in Lohra. Weitere Vorstellungen sind am Samstag, 23. Februar im Bürgerhaus Lohra, Samstag, 8. März im Bürgerhaus Bad Endbach (Vorstellungsbeginn jeweils 20 Uhr) und am Samstag, 15. März, im Haus des Gastes Gladenbach, um 15 Uhr und um 20 Uhr. Karten sind zum Preis von 7 Euro im Vorverkauf zu haben bei Optik Hirth Gladenbach, Lederecke Gladenbach. KFG Kurverwaltung Bad Endbach, Fleischerei Waßmuth Lohra. An der Abendkasse kostet der Eintritt 8 Euro.


- 15.01.2008: Lohra betreut Kinder in den Sommerferien

(red). Nach den guten Erfahrungen bei der Premiere im vergangenen Jahr wird die Gemeinde Lohra auch während der kommenden Sommerferien wieder eine Betreuung von bis zu zehnjährigen Kindern anbieten. Geplant ist das für die zweite Hälfte der Ferien. Lohra. Wie die Gemeinde mitteilte, sollen in der ersten Hälfte (24. Juni bis 13. Juli) die Ferienspiele laufen. Sie werden mit der Kinderbibelwoche des örtlichen Christlichen Vereins junger Menschen (CVJM) vom 24. bis 29. Juni eingeleitet. Vom 1. bis zum 13. Juli gibt es dann für die Kinder aus der Gemeinde verschiedene Aktivitäten, die in Zusammenarbeit mit den Vereinen angeboten werden. Die Ferienbetreuung schließt sich ab Montag, 14. Juli, an. Schauplatz soll nach Auskunft von Bürgermeister Georg Gaul (parteilos) die Grundschule Lohra sein. Das Angebot, das in Absprache mit der Grundschule, der Kreisbetreuung und dem Förderverein Grundschule Lohra erfolgt, richtet sich an Kindergartenkinder ebenso, wie an Jungen und Mädchen im Grundschulalter. Sie werden von montags bis freitags zwischen 7.30 Uhr und 14 Uhr betreut. Zahlen müssen die Eltern dafür ebenso viel, wie im vergangenen Jahr, nämlich sechs Euro pro Tag und Kind. Die Gemeinde verteilt bereits jetzt ein Informationsschreiben samt Anmeldeformular über die Kindergärten und die Grundschule an die Eltern, damit die das Betreuungsangebot in ihre Urlaubsplanungen für dieses Jahr mit einbeziehen können, teilte Bürgermeister Georg Gaul jetzt mit.


- 14.01.2008: Wie Bioabfall zu Gartenerde wird

Der Weg des Hinterländer Mülls

Gladenbach/Dillenburg- Oberscheld. (Annika Brandt) Der Geruch von Kompost und Torf schwebt in der Luft, auf dem Hof liegen dampfende Haufen von mal mehr, mal weniger verrotteten Abfällen. Hier, in der Kompostierungsanlage Oberscheld, wird aus übel riechenden Küchenabfällen und Strauchschnitt feiner Kompost. Erste Station: Die Abladestelle. Hier liefern die Müllfahrzeuge den Biomüll ab, den sie in den Gemeinden des Müllabfuhr-Zweckverbands Biedenkopf (MAZV) gesammelt haben. Dazu gehören Angelburg, Bad Endbach, Biedenkopf, Breidenbach, Dautphetal, Gladenbach, Fronhausen, Steffenberg, Lohra, Lahntal, Cölbe und Wohratal. Knapp 1000 Tonnen Müll aus diesen Kommunen landen hier jeden Monat. "Das hängt auch vom Wetter ab. Wenn es feuchtwarm ist, hat man mehr Wachstum im Garten, dann wird es mehr. 2006 hatten wir eine richtige Obstschwemme", sagt Betriebsleiter Mario Hoof-Lang. Sieben Tage dampft der Bio-Abfall in einer der zwölf Rotteboxen. Der Haufen aus Zweigen, Blättern, Obst- und Gemüseresten, Zeitungspapier und gefüllten Plastiktüten ist meterhoch. Ganz oben liegt eine grüne Biotonne. "Die hat wahrscheinlich jemand zu voll gepackt. Sie wird dann zu schwer, rutscht beim Leeren aus der Halterung und fällt in das Müllfahrzeug." Solche Abfälle haben im Kompost nichts zu suchen, deshalb sortieren die vier Angestellten zunächst grob mit der Hand aus, was nicht hineingehört.

Häufig wird der Biomüll zwar fein säuberlich getrennt - dann aber in einer Plastiktüte entsorgt. Oder es landen Dinge, die eigentlich in den Restmüll gehören, in der Biotonne. "Hier findet man alles, was der gute Haushalt hergibt", sagt Hoof-Lang. Pflanzen mit Rankgitter, Blumentöpfe, geschmückte Weihnachtsbäume, sogar ein künstliches Hüftgelenk und ein Gebiss haben die Mitarbeiter schon gefunden.

Achten müssen sie besonders auf Metallteile - denn die können den Schredder beschädigen, durch den der Müll jetzt wandert. Lang zeigt Fundstücke: ein verbogenes Nummernschild, Dosen, eine Axt. "Die Spitze der Axt hatte sich im Schredder verkantet und alles blockiert."

Mehrere Stunden kann es dann dauern, bis alles wieder läuft. Das Metall mit Magneten auszusortieren funktioniert bei Bioabfällen nicht, wie Hoof-Lang erklärt: "Der Müll ist zu grob, mit dem Metall bleiben zu viele andere Sachen hängen."

Beim Schreddern wird der Müll zerkleinert und mit fertigem Kompost vermischt, um den so genannten Rottevorgang zu beschleunigen. Der beginnt mit dem "Vorwärmen": Dabei bleibt der geschredderte Abfall einen Tag lang auf dem Hof liegen. So erwärmt sich der ganze Haufen auf 35 bis 40 Grad.

Dann geht es sieben Tage in eine der zwölf Rotteboxen: 72 Stunden bei 65 Grad, 48 Stunden bei 45 Grad, dann Abkühlen auf 20 Grad. In dieser Zeit zersetzen Mikroorganismen die Abfälle. Jede der 40 Tonnen fassenden Boxen hat einen geschlossenen Luftkreislauf: Das geschredderte Material liegt auf einem Lochboden, durch den Luft nach oben gepustet wird. Oben saugt ein Ventilator die Luft an, die dann erneut durch den Müllhaufen geschickt wird. "Das ist wichtig, damit genug Sauerstoff vorhanden ist. Sonst würde es gären und faulen. So kommt am Ende der Frischkompost keimfrei raus", erklärt Hoof-Lang.

Der Frischkompost kommt danach mehrere Wochen zur Nachrotte auf die "Miete" - so heißen die großen Haufen, von denen mehrere auf dem Hof der Anlage liegen. "Die Mieten werden regelmäßig umgesetzt und immer in Bewegung gehalten, um sie mit Sauerstoff anzureichern. Wenn sie zu trocken werden, muss man sie wässern." Die Mikroorganismen, die das Material zersetzen, fühlen sich unter diesen Bedingungen besonders wohl.

Zum Abschluss geht es wieder durch die Maschine, diesmal eine Siebanlage. Hier werden grobe Aststücke aussortiert, ein Magnetabscheider holt Metall aus dem Kompost, Plastikteile werden abgesaugt. Außerdem wird hier die Masse "angeimpft" - das heißt, es wird fertiger Kompost zugesetzt, um die Arbeit der Bakterien anzutreiben. Regelmäßige Gäste sind Waschbären, die Obst für ihre Jungen suchen. Am Ende bleibt brauner, nach Waldboden duftender Kompost übrig. Dieser geht als Dünger in die Landwirtschaft oder wird nach Zusetzen von Sand und Torf im Landschaftsbau verwendet. Einige besondere Gäste kommen regelmäßig zur Kompostierungsanlage, sagt Hoof-Lang: Waschbären. "Sie lungern hier herum, bis das Passende kommt. Ihre Jungen lieben Obst."


- 14.01.2008: Vorstand lobt die Jugendarbeit

(isa). Ein erfolgreiches Kindermusical und der Wechsel in der Chorleitung sind die Hauptpunkte der Hauptversammlung des Gesangvereins "Liederhort Lohra" gewesen. Lohra. Das Kindermusical "Tuishi pamoja - Eine Freundschaft in der Savanne", das im September in Niederwalgern Premiere feierte, sei ein voller Erfolg gewesen. Der stellvertretende Vorsitzende Hermann Horn lobte vor allem das Engagement der Kinderchorleiterin Annette Hof, die die Leitung des Kinderchors zum 1. Februar aus beruflichen Gründen aufgibt. Der Vereinsvorstand berät über eine Nachfolge für den 12-köpfigen Kinderchor.Für den gemischten Chor standen neben 40 regelmäßigen Übungsstunden musikalische Auftritte beim Festkommers des Turnvereins, der Feuerwehr und beim Seniorennachmittag auf dem Programm. Die Chorleiterin Irena Büschel zeigte sich sehr zufrieden, wünschte sich aber von ihren 56 Sängerinnen und Sänger, dass diese bei den Auftritten "mehr aus sich herausgehen". Sie empfahl deshalb den Besuch eines Stimmbildungsseminars. In den nächsten Wochen wird sich der gemischte Chor auf das Wertungssingen vorbereiten, das am 12. April in Niederwalgern stattfindet. Wertungssingen steht am 12. April in Niederwalgern auf dem ProgrammEin genauer Termin für das Adventskonzert in der Gemeinschaft Kehna steht noch nicht fest.Anfang Oktober veranstaltet der Verein eine mehrtägige Tagesfahrt nach Tastrup bei Flensburg mit einem gemeinsamen Konzert des befreundeten Gesangvereins. Ehrungen für 25-jährige Chormitgliedschaft erhielten Inge Dörr und Manfred Schäfer. Bereits seit 60 Jahren dabei sind Heinrich Dörr, Heinrich Schorge, Adolf Wagner und Hermann Weber.


- 13.01.2008: "Wir sind auf Sie angewiesen!"

(Susanne Polig) Vertreter von 27 Vereinen und Institutionen aus Gladenbach und Lohra haben gestern Nachmittag den großen Saal im Gladenbacher Haus des Gastes bevölkert. Dorthin hatte die in Lohra ansässige Erwin-Ney-Stiftung zu ihrer Stiftungspreisverleihung eingeladen. 6000 Euro hat die Stiftung in diesem Jahr ausgeschüttet. Gladenbach. Ein buntes Programm, das die Vereine mit Lied- und Musikbeiträgen sowie dem Märchen von Aschenputtel (Volkstanzgruppe Gladenbach) selbst gestalteten, umrahmte die Preisverleihung. In seinem Grußwort nannte Landrat Robert Fischbach (CDU) das Ehrenamt eine der "tragenden Säulen der Gesellschaft". An die Vereinsvertreter gerichtet, sagte er: "Wir sind auf Sie angewiesen!" Dem Tenor schlossen sich auch andere Ehrengäste an. Der Stiftungsvorstand hätte gerne mehr als 6000 Euro zum Verteilen gehabt, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Waßmuth (Lohra) schließlich. Doch die derzeitigen Zinssätze auf das Kapital hätten es nicht möglich gemacht. So teilen sich jetzt 27 Vereine und Institutionen die 6000 Euro. Darüber hinaus teilte Waßmuth viel Lob aus. So würdigte er zum Beispiel die Jugendfeuerwehren aus Kirchvers, Nanz-Willershausen und Bellnhausen, die einen "sehr guten Ausbildungsstand" hätten und später gebraucht würden - nicht nur als Feuer-, sondern auch als Wasser- oder Sturmwehren. Auch die VdK-Gruppen aus Gladenbach und Lohra und der Lohraer Seniorenrat bekamen eine finanzielle Auszeichnung für ihre stetige Hilfe, die sie gerade älteren Menschen in Not böten. Anerkennung verdiene zudem der Förderverein Waldschwimmbad Kirchvers, so Waßmuth. Er betreibt seit den 90er Jahren das Kirchverser Freibad in Eigenregie. Im vergangenen Sommer wurde dort eine neue Wasserrutsche gebaut. Preise gehen an Feuerwehren, Sozialverbände, Sänger und viele mehrDas sind die Preisträger auf einen Blick. Aus Gladenbach: die Jugendabteilungen von VfL Weidenhausen und SG Mornshausen, Ehren- und Altersabteilung Feuerwehr Gladenbach, Jugendfeuerwehr Bellnhausen, Kinderzentrum "Weißer Stein" mit der Kindertagesstätte "Sonnenschein" in Erdhausen, VdK Gladenbach, Jugendrotkreuz Weidenhausen, DRK-Ortsvereine Gladenbach und Erdhausen, Volkstanz- und Trachtengruppe Gladenbach, Jugendmusikgemeinschaft Blankenstein, SV "Kickers" Erdhausen, Kinderchor "Concordia" Mornshausen. Aus Lohra: Kinder- und Jugendchor des Gesangvereins "Liederhort" Lohra und des Gesangvereins Kirchvers, VdK und Turnverein Lohra, SiS Hessen (Seniorpartner in School), Jugendabteilung SV Kirchvers, Förderverein Waldschwimmbad Kirchvers, Familien- und Seniorenrat, Jugendposaunenchor Lohra, Verein für Vogel- und Naturschutz, Jugendfeuerwehren Nanz-Willershausen und Kirchvers, Gehörlosen-, Familien-, Kultur- und Sportverein und CVJM Lohra.


- 07.01.2008: Dirigent feiert 25. Jubiläum

(isa). Auf ein ruhiges Jahr 2007 haben die Mitglieder des Männergesangvereins (MGV) "Concordia" Altenvers am Freitagabend in ihrer Jahreshauptversammlung zurückgeblickt. Musikalischer Höhepunkt war im Oktober ein gemeinsames Konzert mit den Chören in Aßlar, berichtete der Vereinsvorsitzende Horst Heuser. Lohra-Altenvers. Er lobte gleichzeitig das hohe Niveau, das die 45 aktiven Sänger vor ausverkauftem Haus darboten. Ihr in insgesamt 39 Chorproben erlerntes musikalisches Können stellten die Sänger außerdem bei Auftritten auf Goldenen Hochzeiten und runden Geburtstagen unter Beweis. Neben dem Singen standen auch wieder zahlreiche Veranstaltungen, wie der Familienabend mit Ehrungen, der Hüttenabend auf dem Dünsberg sowie die Ausrichtung des Bachfestes Anfang September, auf dem Programm. Dank des guten Wetters und der guten Organisation konnte der Gesangverein beim Bachfest einen kleinen Überschuss für die Vereinskasse erwirtschaften. Höhepunkte des Jahres 2008 sind neben dem 25. Dirigentenjubiläum von Jürgen Kunz eine Fahrt nach Dresden mit Konzert in der Frauenkirche. Heuser berichtete den anwesenden Mitgliedern erfreut von der Zusage, die ihn in diesen Tagen aus Dresden erreicht habe. Für Kunz wird es am 25. Oktober ein Konzert geben, wo die Besucher neben kleinen Sketchen und dem Auftritt des Musikgruppe "Sound Express" eine musikalische Rückschau auf die zurückliegenden 25 Jahre erwartet.Mitgliederbestätigenden gesamtenVorstandim Amt Auf dem Terminplan stehen zudem das traditionelle Wertungssingen am 12. April und eine Fahrt nach Röhrda am 31. Mai, um mit dem befreundeten Chor Fortuna Röhrda einen gemeinsamen Liederabend zu gestalten. Der Vorstand wurde bei den Wahlen komplett bestätigt. Vorsitzender bleibt Horst Heuser. Schriftführer Wolfgang Spies und Thorsten Happel sowie der Kassierer Dieter Schmidt wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Am Schluss zog Heuser für das Jahr 2007 Bilanz: Die gute Zusammenarbeit zwischen aktiven und passiven Mitgliedern und im Chor insgesamt sei in Altenvers ausgezeichnet. Mit Sorge betrachtete er allerdings die rückläufigen Mitgliederzahlen. In 2007 sei dem Chor kein aktiver Sänger beigetreten. Um neue Mitglieder zu gewinnen, müsse dringend etwas getan werden, forderte Heuser. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Albert Michel, Manfred Badoin, Heinrich Franz, Herbert Rangnick, Wilfried Schacherl, Hans Beecht und Ernst Schnabel geehrt. Die 50-jährige Mitgliedschaft feierte Erich Gath.


- 05.01.2008: Kirche erhält altes Gesicht zurück

(Karin Dobrowohl) Vor 26 Jahren hat der Verein für Geschichte und Volkskunde Lohra die romanische Hufeisenkirche in Lohra nach umfangreichen Erneuerungsarbeiten als Versammlungsraum in Betrieb genommen. Jetzt stehen wieder Sanierungen an.

Lohra-Altenvers. Knapp 1200 Jahre alt ist das frühere Gotteshaus, das in den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts säkularisiert worden ist. In den 70-er Jahren sollte das Kirchlein aus den Anfängen der Christianisierung im Land einem Parkplatz weichen und abgerissen werden. Einige Bürger, die den unwiederbringlichen historischen Wert des Gebäudes erkannt hatten, gelang es in letzter Minute, den Abriss zu verhindern. Allerdings fand sich niemand, der die Trägerschaft übernehmen wollte. Und so gründete sich der Verein für Geschichte und Volkskunde Lohra, der die Kirche übernahm und von Grund auf wieder herstellte. Rund 200 000 Euro sind damals in die Sanierung investiert worden. Die Gemeinde Lohra, der Landkreis Marburg-Biedenkopf und das Land Hessen förderten das Projekt mit zusammen 70 000 Euro. Den Löwenanteil mit 130 000 Euro brachte der Verein selbst auf. Einige Vereinsmitglieder hätten sich persönlich für hohe Kreditsummen verbürgt, hatte der Vereinsvorsitzende Heinrich Justus Wagner zum 25. Jahrestag der Sanierung berichtet. Vor allem aber versuchten die Mitglieder bei jeder sich bietenden Gelegenheit, Spenden zu sammeln. Wo immer in der Gemeinde ein Fest war, waren sie mit einer "fahrenden Tombola" dabei, um Geld für ihr großes Projekt zu beschaffen. Am 24. Mai 1981 ist die rundum erneuerte Kirche dann als Versammlungsraum wieder eröffnet worden. Seither dient sie als festlicher Rahmen für Hochzeiten, Jubiläen, Lesungen oder als Andachtsraum für Pilger auf dem Elisabeth-Pfad. Heilig Abend 2007 war sie erstmals wieder Schauplatz einer Christmette. Nun also steht die nächste große Sanierung an. Wie Werner Franz vom Verein für Geschichte und Volkskunde Lohra im Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte, müssen vor allem die Dächer erneuert werden. In den Trägerbalken, so berichtete er, habe sich die Fäule breitgemacht. Das mittelalterliche Zimmererwerk mache den Dachstuhl zu einer Besonderheit, weshalb bei der Sanierung ein Restaurator gebraucht werde. "Und das macht das ganze teuer", sagte Franz, der zudem berichtete, dass die Dächer der Hauptkirche neu verschiefert werden müssten. Vor 26 Jahren sei vor allem das Dach der hufeisenförmigen Apsis, die dem Kirchlein ihr unverwechselbares Aussehen gibt, mit Schiefer neu eingedeckt worden. Bei der Hauptkirche sei dies nur sehr provisorisch geschehen. Nun ist eine grundhafte Neueindeckung notwendig, bei der das vorhandene Material, sofern noch brauchbar, wiederverwendet werden soll. Abgesehen von diesen Arbeiten werden sich die Altenverser wohl an ein neues Aussehen ihres Kirchleins gewöhnen müssen. Wie Franz erläuterte, soll der im Jahr 1906 aufgebrachte Putz komplett entfernt werden. Das romanische Gebäude wird sich dann wieder in seiner ursprünglichen Gestalt mit Wänden aus Bruchsteinmauerwerk präsentieren. Was nach Auskunft von Franz auch dem Innenraum zugute kommt. Teil der jetzt anstehenden Sanierung wird auch die Neuverfugung der Bruchsteine sein.Sanierungdes Daches und Freilegungdes Mauerwerksfür 250 000 EuroInsgesamt 250 000 Euro sind für die Arbeiten grob veranschlagt. "Das Landesamt für Denkmalpflege hat einen größeren Betrag zugesagt", berichtete Franz. Auch die Gemeinde Lohra und der Landkreis Marburg-Biedenkopf hätten Hilfe zugesagt. Aber, da ist sich das Vorstandsmitglied des Geschichtsvereins Lohra sich, eine großen Teil des benötigten Geldes werden wohl wieder die Vereinsmitglieder zusammen bekommen müssen. "Wir hoffen auf Spenden", sagte Franz. Nun wartet der Verein nicht darauf dass die Überweisungen auf seinem Konto eingehen, er wird selbst aktiv. So plant er für Sonntag, 10. Februar, eine Ausstellung in Lohra, bei der Vereinsmitglieder ihre privaten Raritäten der Öffentlichkeit präsentieren. Der Eintritt wird nach Auskunft von Franz frei sein, stattdessen werden die Besucherinnen und Besucher um Spenden gebeten.


- 04.01.2008: Daten und Fakten zur Müllabfuhr

(abt) Für die Abfuhr im Hinterland ist der Müllabfuhr-Zweckverband (MAZV) Biedenkopf zuständig. Folgende Kommunen sind Mitglied: Angelburg, Bad Endbach, Biedenkopf, Breidenbach, Dautphetal, Gladenbach, Fronhausen, Steffenberg, Lohra, Lahntal, Cölbe und Wohratal.

Der 1962 gegründete Verband beauftragt Firmen mit der Abfuhr von Haus-, Bio- und Sperrmüll. Für Wertstoffe (gelbe Tonne) ist das privatwirtschaftliche Unternehmen Duales System Deutschland zuständig. Jeder Einwohner der Gemeinden im Verbandsgebiet erzeugt jährlich 131 Kilogramm Hausmüll, 25 Kilogramm Sperrmüll, 139 Kilogramm Bioabfälle und 75 Kilogramm Altpapier.


- 04.01.2008: Kirchvers heißt Pilger willkommen

(Martina Koelschtzky) "Der Elisabeth-Pfad ist eine Chance für Kirchvers. Wir möchten, dass die Pilger hier verweilen", sagt Ortsvorsteher Markus Hemberger. Deshalb hat der Ortsbeirat zwei neue Rastplätze entlang des 52 Kilometer langen Pilgerweges an den Ortsrändern von Kirchvers eingerichtet. Lohra-Kirchvers. "Der Ortsbeirat wollte den Pilgern Gelegenheit zur Rast bieten", erklärt Hemberger, wie es zu der Idee mit den Rastplätzen kam, die vor zwei Jahren entstand. Sein Vorgänger im Amt, Bernd Willershausen, habe sich sehr für die Rastplätze eingesetzt und auch Fördergelder der Europäischen Union eingeworben, berichtet er. Im Elisabeth-Jahr 2007 konnte der Ortsbeirat dann an die Umsetzung seines Planes gehen. Örtliche Bauunternehmen haben das Projekt ebenfalls tatkräftig unterstützt, freut sich Hemberger. Sie hätten das notwendige Baumaterial zu günstigen Preisen besorgt und auch die notwendigen Erdarbeiten erledigt. Die Herstellung der beiden Rastplätze hat der Ortsbeirat selbst in die Hand genommen, berichtet der Ortsvorsteher. "Wir haben das Glück, im Ortsbeirat alle Altersklassen von 20 bis 65 Jahren vertreten zu haben", sagt er. "Da ist Tatkraft, Energie und Erfahrung vorhanden, um unsere Ideen schnell zu verwirklichen". Auch die Pflege der Rastplätze hat der Ortsbeirat übernommen, im Frühjahr sollen noch Sträucher gepflanzt und eine Überdachung als Wetterschutz gebaut werden. Kirchvers liegt ungefähr auf der Hälfte des Elisabeth-Pfades, der von Marburg zum Kloster Altenburg bei Wetzlar führt. Der Weg wurde 1994 vom Oberhessischen Gebirgsverein markiert, um Gelegenheit zu bieten, auf den Spuren der Heiligen Elisabeth zu wandern. Herzliche Begegnungen mit den Pilgern erfreuen die KirchverserDiese hatte aufgrund eines Gelübdes ihre Tochter Gertrud mit eineinhalb Jahren in das Stift Altenburg zur Erziehung gegeben. Gertrud war dort später fast 50 Jahre lang Meisterin des Stiftes, berichtet Hemberger. Da man davon ausgehe, dass Elisabeth ihre Tochter dort besucht habe, entstand der Verbindungsweg zwischen Marburg und dem Stift, erzählt der Ortsvorsteher weiter. Seither ist das große "E" das Zeichen, dem die Pilgergruppen folgen. In Kirchvers finden sie nun Rastplätze mit Sitzgruppen und einer "Baumelbank" vor, die so hoch ist, dass die müden Wanderer zur Entspannung mit den Beinen baumeln können. Wichtig ist auch die große Informationstafel, die nicht nur die gesamte Wegstrecke sowie einen Ortsplan von Kirchvers zeigt, sondern auch die örtlichen Angebote an Essen, Trinken, Ärzten und Übernachtungsmöglichkeiten ausweist. Im Elisabeth-Jahr hat sich die Zahl der Pilger auf dem ohnehin beliebten Wanderweg mehr als verdoppelt, hat Emil Gerhardt beobachtet. Gerhardt betreibt in Kirchvers eine Metzgerei und Bäckerei, außerdem bietet er Gästezimmer und eine Ferienwohnung an. Besonders beliebt seien bei den Pilgergruppen seine Komplett-Angebote, berichtet er. Auf Bestellung bringt er zu den umliegenden Hütten oder Rastplätzen ganze Menüs, Frühstück oder Kaffee und Kuchen. Auch Lunchpakete für die Pilger hat er im Angebot, "wie im Flugzeug, komplett mit Besteck und Geschirr", erzählt er. Um die Übernachtungsmöglichkeiten auszuweiten, hat sich Gerhardt mit dem St.-Elisabeth-Verein zusammengetan, der eine Pilgerhütte bei Kirchvers hat. Außerdem hat er Familien auch in den umliegenden Orten angesprochen, die Übernachtungen anbieten möchten. "Kirchvers liegt auf der Hälfte des Weges, deshalb müssen wir mehr Übernachtungen anbieten", findet er und betont, das wichtigste sei die Freundlichkeit und Offenheit der Gastgeber. Bei der Verpflegung könne er helfen. "Die Begegnungen mit den Pilgern waren immer sehr herzlich und interessant", beschreibt er seine guten Erfahrungen.


- 02.01.2008: "Kyrill" sorgt für die meiste Arbeit

(isa). Drei Brandeinsätze und 20 Hilfeleistungen - die Freiwillige Feuerwehr Lohra hat bei ihrer Jahreshauptversammlung auf ein ruhiges Jahr 2007 zurückgeblickt. Allein 90 der insgesamt 294 Einsatzstunden wurden während des Sturmtiefes "Kyrill" geleistet, als es galt, die Zufahrtsstraßen nach Lohra von umstürzenden Bäumen zu befreien. Lohra. Der letzte Einsatz wurde mit einem Wasserrohrbruch in Lohra nur wenige Stunden vor der Jahreshauptversammlung getätigt. Der kulturelle Höhepunkt und ein voller Erfolg im Vereinsleben war die 100-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Lohra, in deren Rahmen sie auch den Kreisfeuerwehrverbandstag ausgerichtet hat. Den gelungenen Auftakt zu den Festlichkeiten bildete im Mai das Mundarttheaterstück "Sommer, Sonne, Sollwerflääsch", das vor stets ausverkauften Haus vier Vorführungen darbot. Weiter ging es mit dem Festwochenende vom 22. bis 24. Juni mit Festkommerz und Festumzug. Viele Kameraden, so rief der Vereinsvorsitzende Oliver Fleischer in Erinnerung, hätten für die Aktivitäten rund um das Jubiläum ihren Jahresurlaub geopfert und viele ortsansässige Vereine hätten das Spektakel tatkräftig unterstütztZum Festsind vielmehr Gästeals erwartetgekommen Am Ende seien nicht nur die Erwartungen der Veranstalter an die Besucherzahlen übertroffen, auch die Brauerei, die das Bier lieferte, habe sich über einen hohen Konsum des Gerstensaftes von 10 000 Litern gewundert. "Lohra kann feiern und war immer da", freute sich Fleischer, der sich hochzufrieden mit der Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Gemeinde zeigte. Bürgermeister Georg Gaul (parteilos) gratulierte den Feuerwehrkameraden zu einem gelungenen Festjahr und versprach für die kommenden Jahre Investitionen in die Gerätschaften der Wehr. Dankbar zeigte sich Fleischer für das Engagement von Hans-Georg Hof, Inhaber einer ortsansässigen Firma. Er habe nicht nur einen Teil der Technik bei der Jubiläumsfeier gestellt und sich am Festzug beteiligt. Viele Feuerwehrkameraden seien in der Firma angestellt und der Chef ermögliche ihnen, bei kurzfristigen Einsätzen den Arbeitsplatz sofort verlassen zu können, um Hilfe zu leisten. Als Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Brandschützer trat Hof während der Sitzung als passives Mitglied dem Feuerwehrverein bei. Für 25jährige und 40jährige Mitgliedschaft wurden Dieter Hoffarth und Jürgen Gaul geehrt. Aktuell hat der Lohraer Feuerwehrverein 173 Mitglieder. Die Einsatzabteilung zählt 49 Einsatzkräfte, davon sind neun Mitglieder der Jugendfeuerwehr.


- Siehe auch

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