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Chronik Hessen

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Chronik von Hessen

  • 2. Jh. bis 1. Hälfte d. 1. Jh. v. Chr.

In Hessen leben keltische Stämme. Die ersten Germanen lassen sich im hessischen Raum nieder.

  • zwischen 15 und 10 v. Chr.

Drusus gründet das römische Kastell Mainz.

  • nach 70 n. Chr.

Während der Regierung Kaiser Vespasians besetzen römische Truppen das Untermaingebiet und Teile der Wetterau.

  • 83 -85

Chattenkrieg Kaiser Domitians. Endgültige Eroberung des rechtsrheinischen Provinzgebiets. Anfänge des Limes.

  • ca. 85 -90

Gründung der Provinz Germania Superior (Hauptstadt Mainz).

  • 98 -117

Während der Regierungszeit Kaiser Trajans Gründung von Stadtgemeinden mit Selbstverwaltung (Civitas). Fertigstellung des Limes.

  • 1. Hälfte d. 2. Jh.

Zeit der friedlichen Entwicklung. Im Schutz des Limes entstehen städtische Mittelpunkte und zahlreiche römische Gutshöfe.

  • 2. Hälfte d. 2. Jh.

Bedrohungen des Grenzgebiets durch die Chatten werden von den Römern abgewiesen.

  • 1. Hälfte d. 3. Jh.

Einfall der Alamannen in die Provinz; Zerstörungen im Grenzgebiet.

  • 259 -260

Die Römer räumen den obergermanischen Limes vor den Alamannen. Auch das bedeutende römische Kastell Nida wird aufgegeben. Der Rhein wird wieder Grenze des römischen Reichs.

  • 4. Jh.

Die Rheingrenze wird mit wechselndem Erfolg von den Römern gehalten; das Gebiet um Wiesbaden wird zeitweise wieder römisch.

  • 342/343, 346

Erste Bischöfe sind in Mainz und Worms bezeugt.

  • 406/407

Wandalen, Alanen und Sueben überschreiten den Rhein bei Mainz und verwüsten Gallien. Ende des römischen Einflusses östlich des Rheins.

  • 454/455

Ende der römischen Herrschaft in Mainz. Unterbrechung der rheinischen Bistümer. Franken beginnen mit der Eroberung des linken Rheinufers und des Moselgebiets.

  • 498/499

Taufe des Frankenkönigs Chlodwig I. aus dem Geschlecht der Merowinger in Reims.

  • 6. Jh.

Trierer Mission im Lahngebiet. Die Franken dringen ins Mittelrhein-Main-Gebiet vor.

  • um 566/567

Wiederbegründung des Bistums Mainz mit Bischof Sidonius. Bau einer Georgskirche in Kastel. Beginn der rechtsrheinischen Mainzer Mission.

  • 6./7. Jh.

>Frankisierung< der von Chatten besiedelten Gebiete.

  • um 711/716

Weihe der Dionysiuskirche in Nilkheim (bei Aschaffenburg) durch Bischof Rigibert von Mainz.

  • 714

Karl Martell wird fränkischer Hausmeier.

  • 721

Gründung einer geistlichen Niederlassung in Amöneburg durch Bonifatius.

  • 723/724

Bonifatius fällt die Donareiche in Geismar, errichtet mit einer Gemeinschaft von Geistlichen die Peterskirche in Fritzlar.

  • 736-744

Der Bonifatius-Schüler und spätere Abt des Klosters Fulda, Sturmi, lebt als Einsiedler in Hersfeld.

  • 741

Gründung der Bistümer Würzburg, Büraburg und Erfurt durch Bonifatius.

  • 744

Gründung des Klosters Fulda durch Bonifatius.

  • nach 745

Bonifatius wird Bischof in Mainz.

  • 751

Absetzung des letzten Merowinger-Königs Childerich III. Erhebung Pippins d. J. zum König der Franken, Beginn des karolingischen Königtums. Exemtion des Klosters Fulda aus der bischöflichen Gewalt durch den Papst.

  • 754

Bonifatius wird bei Dokkum (Friesland) erschlagen, beigesetzt in Fulda. Nachfolger als Bischof von Mainz wird sein Schüler Lull.

  • 764

Gründung des Klosters Lorsch durch Graf Cancor.

  • nach 765

Gründung des Klosters Hersfeld durch Bischof Lull.

  • um 770

Einhard im Maingau geboren (gestorben 840). Vertrauter und Biograph Karls des Großen.

  • 774

Sachseneinfall in Hessen, Vorstoß bis Fritzlar.

  • 780/81

Mainz wird Erzbistum.

  • 780/82

Erhebung Lulls zum Erzbischof, Bildung der Kirchenprovinz Mainz.

  • 793

Der königliche Pfalzort Frankfurt am Main wird anläßlich eines monatelangen Aufenthalts Karls des Großen erstmals urkundlich genannt.

  • 843

Teilung des karolingischen Reiches unter den Söhnen Ludwigs des Frommen im Vertrag von Verdun: Das ostfränkische Reich fällt an Ludwig den Deutschen, das westfränkische an Karl II., den Kahlen, und Italien mit der Kaiserwürde sowie dem Gebiet zwischen Rhein, Schelde und Rhône an Lothar I.

  • 897, 910, 912

Stiftsgründungen der Konradiner in Wetzlar, Limburg und Weilburg.

  • 919

Heinrich I. wird in Fritzlar als erster sächsischer Herrscher zum deutschen König gewählt.

  • 1122

Die Grafschaft Hessen und das Gebiet um Marburg gelangen an die ludowingischen Grafen, ab 1130 Landgrafen von Thüringen.

  • 1140

Ludwig II. (der Eiserne) wird Landgraf von Thüringen (bis 1172) und bricht die das Land bedrückende Macht des Adels (»Landgraf, werde hart«).

  • 1170

Gründung der Stadt Gelnhausen durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa.

  • 1180

Reichstag in der Pfalz Gelnhausen: Ächtung und Sturz Heinrichs des Löwen, des Herzogs von Sachsen.

  • 1227

Tod Landgraf Ludwigs IV. von Thüringen.

  • 1228

Landgräfin Elisabeth (geb. 1207), Witwe Landgraf Ludwigs IV., in Marburg; Gründung eines Hospitals.

Tod Elisabeths von Thüringen.

  • 1235

Heiligsprechung Elisabeths von Thüringen durch Papst Gregor IX. Beginn des Baus der Elisabethkirche in Marburg.

  • 1235

Pfingstfest Kaiser Friedrichs II. und Reichstag in Mainz. Gilt wegen der Turniere und Prachtentfaltung als Höhepunkt des Mittelalters.

  • 1240

Kaiser Friedrich II. privilegiert die Frankfurter Herbstmesse.

  • 1247

Mit dem Tod von König Heinrich Raspe stirbt das Geschlecht der Landgrafen von Thüringen (Ludowinger) in männlicher Linie aus. Beginn der selbständigen Geschichte der (Land-)Grafschaft Hessen.

  • 1255

Teilung der Grafschaft Nassau ungefähr entlang der Lahn in eine nördliche (Nassau-Dillenburg, ottonische Linie) und südliche Hälfte (Nassau-Weilburg, walramische Linie).

  • 1263

Langsdorfer Vertrag: Erzbischof Werner von Mainz verzichtet auf den Heimfall seiner hessischen Lehen. Behauptung Hessens durch Sophie von Brabant, die Tochter der hl. Elisabeth, für ihren Sohn Heinrich I., den ersten Landgrafen von Hessen.

  • ab 1275

Ausbau der Burg von Marburg zur Residenz der Landgrafen von Hessen.

  • 1292

Die Landgrafschaft Hessen wird Reichsfürstentum.

  • 1330

Kaiser Ludwig der Bayer bewilligt die Frankfurter Frühjahrsmesse.

  • ab 1333

Starke Erweiterung der Stadt Frankfurt bis zum heutigen Anlagenring.

  • 1356

Mit der auf Initiative Kaiser Karls IV. beschlossenen »Goldenen Bulle« wird Frankfurt am Main als Ort der Königswahl festgelegt und die Rechtsstellung der Kurfürsten definiert.

  • 1372

Frankfurt am Main erwirbt das Schultheißenamt vom Reich.

  • 1406/20

Stadt und Herrschaft Limburg fallen an Kurtrier.

  • 1427

Frankfurter Frieden: Die Niederlage von Kurmainz gegenüber der Landgrafschaft Hessen ist besiegelt. Kurmainz muß seine Bemühungen um Ausdehnung seiner Macht auf hessische Territorien endgültig aufgeben.

  • 1450

Die Grafschaft Ziegenhain fällt nach dem Tod Graf Johanns II. an die Landgrafen von Hessen.

  • 1479

Die Grafschaft Katzenelnbogen fällt nach dem Aussterben des Grafenhauses an die Landgrafen von Hessen.

  • 1504 (13.11.)

Geburt des Landgrafen Philipp I., des Großmütigen, in Marburg.

  • 1517

Martin Luther schlägt 95 Thesen an die Schloßkirche zu Wittenberg. Beginn der Reformation in Deutschland.

  • 1518 (16.3.)

Großjährigkeitserklärung für Landgraf Philipp I. durch Kaiser Maximilian I.

  • 1521

Reichstag zu Worms. Luther, in die Reichsacht getan, wird von Friedrich dem Weisen auf die Wartburg gebracht und beginnt die Bibelübersetzung.

  • 1525

Bauernkrieg: Zu den Führern gehören in Franken Florian Geyer, in Tirol Michael Gaismair und in Thüringen Thomas Müntzer.

  • 1526 (20.-22.10.)

Synode zu Homberg in Hessen. Durchführung der Reformation in Hessen.

  • 1527

Gründung der Universität Marburg durch Landgraf Philipp I. von Hessen - erste protestantische Universität.

  • 1529 (19.4.)

Protestation zu Speyer: Die evangelischen Stände protestieren (»Protestanten«) auf dem Zweiten Reichstag von Speyer gegen das Wormser Edikt (1.10.-3.10.) Ergebnisloses Religionsgespräch in Marburg zwischen Luther und Zwingli über die Abendmahlsfrage.

  • 1530

Reichstag zu Augsburg: Die »Confessio Augustana« Philipp Melanchthons wird Kaiser Karl V. überreicht.

  • 1531

Unterzeichnung des Schmalkaldischen Bündnisses: protestantische Fürsten gegen den Kaiser.

  • 1534

Rückführung des 1519 vom Schwäbischen Bund vertriebenen Herzogs Ulrich von Württemberg in sein Land durch Philipp I. von Hessen.

  • 1540

Luther billigt die Doppelehe des Landgrafen Philipp I. von Hessen.

  • 1546 -1547

Schmalkaldischer Krieg zwischen Kaiser und protestantischem Schmalkaldischem Bund. Niederlage der Schmalkaldener auf der Lochauer Heide bei Mühlberg.

  • 1547 -1552

Landgraf Philipp I. von Hessen in der Gefangenschaft Kaiser Karls V.

  • 1555

Im »Augsburger Religionsfrieden« erhalten die Stände, nicht die Untertanen, Religionsfreiheit (»Cuius regio, eius religio« - »Wessen das Land, dessen die Religion«).

  • 1567 (31.3.)

Tod Landgraf Philipps I., des Großmütigen, von Hessen. Er wird in der Martinskirche zu Kassel bestattet.

  • 1568

Brüdervergleich der vier Söhne Landgraf Philipps des Großmütigen.

  • 1572 -1627

Landgraf Moritz von Hessen-Kassel.

  • 1603

Einführung des Kalvinismus in Hessen-Kassel.

  • 1604

Tod Landgraf Ludwigs IV. von Hessen-Marburg.

  • 1612 -1614

Frankfurter Fettmilch-Aufstand.

  • 1618

Beginn des Dreißigjährigen Krieges.

  • 1622

In Gelnhausen wird Johann Jakob von Grimmelshausen geboren.

  • 1622 (20.6.)

Sieg Tillys über Herzog Christian von Braunschweig in der Schlacht bei Höchst am Main.

  • 1623

Entscheidung des Reichshofrates im Marburger Erbstreit gegen Landgraf Moritz von Hessen-Kassel.

  • 1627

Hauptakkord (Vergleich) zwischen Hessen-Kassel (Landgraf Wilhelm V.) und Hessen-Darmstadt (Landgraf Georg II.) im Marburger Erbstreit.

  • 1631

Bündnis (Vertrag von Werben) Landgraf Wilhelms V. von Hessen-Kassel mit König Gustav II. Adolf von Schweden. Kapitulations- und Neutralitätsvertrag Landgraf Georgs II. von Hessen-Darmstadt mit König Gustav II. Adolf von Schweden zu Höchst am Main. Frankfurt muß schwedische Truppen aufnehmen.

  • 1632

Tod des kaiserlichen Feldherrn Johann Tserclaes Tilly in der Schlacht bei Rain am Lech gegen die Schweden. Tod des Königs von Schweden Gustav II. Adolf in der Schlacht bei Lützen gegen Wallenstein.

  • 1636

Bündnis Hessen-Kassels mit Frankreich.

  • 1637 -1663

Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel.

  • 1644

Landgräfin Amalie Elisabeth von Hessen-Kassel erkennt den Hauptakkord von 1627 nicht an.

  • 1645

Belagerung und Übergabe Marburgs an Hessen-Kassel.

  • 1648 (14.4.)

Aufhebung des Hauptakkords von 1627 im Einigkeitsvertrag zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt, das aus dem Marburger Erbstreit nur das Oberfürstentum um Gießen mit dem Hinterland (Amt Biedenkopf) behaupten kann.

  • 1648 (24.10.)

Westfälischer Friede.

  • 1655

Entstehung der hessischen Partikularlandtage.

  • 1661

Tod Georg II. von Hessen-Darmstadt. Nachfolger Ludwig VI.

  • 1662

Kauf der Herrschaft Frankenstein durch Hessen-Darmstadt. Errichtung des Glockenbaus im Darmstädter Schloß.

  • 1670

Landgraf Karl von Hessen-Kassel regierender Herrscher, bis 1677 unter der Vormundschaft seiner Mutter Hedwig Sophie.

  • 1673 -1678

Einsatz des hessischen Reichskontingents im Krieg gegen Frankreich (Holländischer Krieg). Feldzug der Hessen in Dänemark.

  • 1678

Tod Ludwigs VI. von Hessen-Darmstadt. Nach dem überraschenden Tod Ludwigs VII. übernimmt im gleichen Jahr Elisabeth Dorothea die Regentschaft für den minderjährigen Ernst Ludwig.

  • 1679

Aufbau eines Verteidigungsbündnisses zwischen Hessen-Kassel und den kleineren Reichsständen in der Wetterau und auf dem Westerwald.

  • 1688 -1697

Große Allianz (Deutsches Reich, Holland, England, Spanien u. Savoyen) gegen Frankreich im Pfälzischen Erbfolgekrieg. Hessen-Kassel gegen Subsidien von England und Holland mit einer Armee von 10000 Mann beteiligt. Feldzüge am Niederrhein und Mittelrhein.

  • 1698

Ausbau der 1695 gegründeten Neuen Vorstadt in Darmstadt zur Ansiedlung der später im Odenwald, am Gundhof bei Mörfelden und Kelsterbach angesiedelten Waldenser.

  • 1702 -1714

Spanischer Erbfolgekrieg. Hessen-Kassel auf der Seite des Reichs, Englands und Hollands gegen Subsidien mit 10000 Mann beteiligt. Feldzüge in den Niederlanden, in Oberitalien, an Rhein und Mosel.

  • 1709

Errichtung des Collegium Illustre Carolinum in Kassel.

  • 1714

Kauf der Herrschaft Seeheim durch Hessen-Darmstadt. Vermählung Friedrichs I., des ältesten Sohns von Landgraf Karl von Hessen-Kassel, mit der Schwester König Karls XII. von Schweden, der Erbin des schwedischen Throns.

  • 1715

Hessisch-schwedischer Subsidienvertrag.

  • 1717 -1719

Hessische Truppen auf kaiserlicher Seite im Kampf gegen die Türken (Schlacht bei Belgrad), im Kampf gegen Spanien auf Sizilien.

  • 1720

Friedrich I., Sohn Landgraf Karls von Hessen-Kassel, wird König von Schweden.

  • 1720 -1751

Landgraf Friedrich I., König von Schweden, ab 1730 regierender Landgraf von Hessen-Kassel.

  • 1722

In Haina/Kellerwald wird Johann Heinrich Tischbein der Ältere geboren (gestorben 1789). Hofmaler des Landgrafen Wilhelm VII. in Kassel.

  • 1727

Subsidienvertrag zwischen Hessen-Kassel und England.

  • 1736

Tod Graf Reinhards von Hanau. Der zukünftige »Soldaten-Landgraf« Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt erbt die elsässische Grafschaft Hanau-Lichtenberg.

  • 1737

Gründung der Universität Göttingen.

  • 1738

50jähriges Regierungsjubiläum Ernst Ludwigs von Hessen-Darmstadt.

  • 1739

Tod Ernst Ludwigs von Hessen-Darmstadt. Beginn der Regierung Ludwigs VIII., des »Jäger-Landgrafen«.

  • 1740 -1748

Österreichischer Erbfolgekrieg. Teilnahme von Truppen aus Hessen-Kassel auf beiden Seiten, 1745 Einsatz in England.

  • 1741

In Darmstadt wird Johann Heinrich Merck geboren (gestorben 1791). Anreger und Kritiker des »Sturm und Drang«.

  • 1742

In Oberramstadt bei Darmstadt wird Georg Christoph Lichtenberg geboren (gestorben 1799).

  • 1744

In Frankfurt am Main wird Mayer Amschel Rothschild geboren (gestorben 1812). Begründer der Rothschild-Dynastie.

  • 1743 -1755

Bau des Schlosses Wilhelmsthal (Gemeinde Calden bei Kassel).

  • 1745

Nach dem Tod des Wittelsbachers Kaiser Karl VII. Wahl Franz Stephans von Lothringen (Gemahl Maria Theresias) als Franz I. zum römisch-deutschen Kaiser in Frankfurt am Main.

  • 1749

In Frankfurt am Main wird Johann Wolfgang Goethe geboren.

  • 1751

In Haina wird Johann Heinrich Tischbein (Neffe von Johann Heinrich Tischbein d.Ä.) geboren (gestorben 1829).

  • 1751 -1760

Landgraf Wilhelm VIII., seit 1730 Statthalter seines Bruders Friedrich I. in Hessen-Kassel.

  • 1752

In Frankfurt am Main wird Friedrich Maximilian (von) Klinger geboren (gestorben 1831). Gab mit seinem Theaterstück »Sturm und Drang« der literarischen Aufbruchsbewegung ihren Namen.

  • 1756 -1763

Siebenjähriger Krieg. Besetzung Hessen-Kassels durch französische Truppen.

  • 1757

Auf der Burg Nassau wird Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein geboren. Gegner Napoleons und Reformer Preußens (gestorben 1831).

  • 1760 -1785

Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel.

  • ab 1767

Neugestaltung der Residenzstadt Kassel durch Simon Louis du Ry.

  • 1768

Tod Ludwigs VIII. von Hessen-Darmstadt. Nachfolger Ludwig IX.

  • 1769

Religionsfreiheit für die Reformierten in Darmstadt.

  • 1772

Berufung des Staatstheoretikers Karl Friedrich von Moser zum leitenden Staatsminister in Hessen-Darmstadt; erfolgreiche Verhandlungen über den Staatsschuldenvergleich.

  • 1776 -1783

Einsatz von Truppen aus Hessen-Kassel im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

  • 1777

»Hessen-Darmstädtisch Privilegierte Landeszeitung«, Redakteur Matthias Claudius.

  • 1777

In Arolsen wird Christian Daniel Rauch geboren (gestorben 1857). Klassizistischer Bildhauer.

  • 1779

In Frankfurt am Main wird Friedrich Karl von Savigny geboren (gestorben 1863). Rechtslehrer und preußischer Minister für Gesetzgebung. Begründer der historischen Rechtsschule.

  • 1779

Das Museum Fridericianum in Kassel - das erste Museumsgebäude auf dem Kontinent - vollendet.

  • 1785

In Frankfurt am Main wird Bettina Brentano geboren (gestorben 1859). In Hanau wird Jacob Grimm geboren. Begründer der germanistischen Sprachwissenschaft und der deutschen Philologie (gestorben 1863).

  • 1785 -1821

Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel, ab 1803 als Kurfürst Wilhelm I.

  • 1786

In Hanau wird Wilhelm Grimm geboren (gestorben 1859), Bruder von Jacob Grimm. Literaturwissenschaftler. Sagenforscher und Mitarbeiter am »Deutschen Wörterbuch«.

  • 1786

In Frankfurt am Main wird Ludwig Börne geboren (gestorben 1837). Als politischer Publizist Wegbereiter des kritischen Feuilletons.

  • 1789

Französische Revolution. Verlust Hanau-Lichtenbergs für Hessen-Darmstadt.

  • 1790

Tod Ludwigs IX. Nachfolger Ludwig X. (als Großherzog ab 1806 Ludwig I.).

  • 1791

In Oberkleen bei Butzbach wird Friedrich Ludwig Weidig geboren (gestorben 1837).

  • 1834

gemeinsam mit Georg Büchner Herausgabe des »Hessischen Landboten«.

  • 1791 -1798

Neubau des Schlosses Wilhelmshöhe in Kassel.

  • 1793 -1795

Teilnahme hessischer Truppen am 1. Koalitionskrieg gegen die Französische Republik.

  • 1803

In Darmstadt wird Justus Liebig geboren (gestorben 1873). Begründer der agrikulturchemischen Mineraldüngung zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion.

  • 1803

Reichsdeputationshauptschluß. Hessen-Kassel erhält die Kurwürde und geringfügigen Gebietszuwachs, Hessen-Darmstadt Entschädigung auf dem rechten Rheinufer. Religionsfreiheit für die Katholiken in Darmstadt. Die freien Reichsstädte Friedberg, Gelnhausen und Wetzlar werden mediatisiert.

  • 1806

Gründung des Rheinbundes unter der Schutzherrschaft Kaiser Napoleons: Hessen-Darmstadt wird Großherzogtum, Nassau-Usingen Herzogtum; der letzte Kurfürst von Mainz, Karl von Dalberg, erhält als Fürstprimas des Rheinbundes einen eigenen Staat um Frankfurt und Aschaffenburg, aus dem 1810 das kurzlebige Großherzogtum Frankfurt wird.

  • 1806

Besetzung Kurhessens durch französische Truppen, Kurfürst Wilhelm I. im Exil (bis 1813).

  • 1807 -1813

Hessen-Kassel Teil des Königreichs Westfalen.

  • 1809

Dörnbergscher Aufstand, Marburger Aufstand.

  • 1809

In Frankfurt am Main wird Heinrich Hoffmann geboren (gestorben 1894). Autor des Kinderbuchs »Der Struwwelpeter« (1845).

  • 1813

In der Völkerschlacht bei Leipzig siegen Preußen, Österreich und Rußland entscheidend über Napoleon I. Ende des Rheinbunds. Wiederherstellung des Kurfürstentums Hessen-Kassel.

  • 1813

In Goddelau bei Darmstadt wird Georg Büchner geboren (gestorben 1837).

  • 1814

Nassau erhält eine landständische Verfassung.

  • 1815

In Darmstadt wird Ernst Elias Niebergall (Pseudonym E. Streff) geboren (gestorben 1843). Autor des »Datterich« (1841).

  • 1815

Der Wiener Kongreß legt die von Napoleon begonnene Neugliederung der deutschen Territorialstaaten endgültig fest. Das linksrheinische Hessen mit Mainz fällt an Hessen-Darmstadt

  • 1815

Gründung des Deutschen Bundes unter Führung Österreichs mit Bundestag in Frankfurt am Main durch die am 8. 6. 1815 auf dem Wiener Kongreß von den deutschen Regierungen angenommene Bundesakte.

  • 1815/16

Landtag und Verfassungsentwurf für Hessen-Kassel.

  • 1816

Endgültige Vereinigung des Herzogtums Nassau-Usingen mit dem Fürstentum Nassau-Weilburg zum Herzogtum Nassau.

  • 1816

In Frankfurt am Main wird Friedrich Stoltze geboren (gestorben 1891), der populärste Mundartdichter der Stadt.

  • 1817

Einführung der Simultanschule in Nassau.

  • 1818

Von der revolutionären Burschenschaft der Gießener »Schwarzen« geschürte Bauernunruhen im Odenwald.

  • 1820

Das Großherzogtum Hessen erhält auf Druck der Landstände eine liberal gestaltete Verfassung.

  • 1821

Tod des Kurfürsten Wilhelm I. von Hessen.

  • 1828

Der preußisch-hessische Zollvertrag bildet die Keimzelle des späteren Deutschen Zollvereins.

  • 1830

Revolutionäre Unruhen unter dem Einfluß der französischen Julirevolution: Sturm auf das Zollhaus an der Mainkur bei Hanau, Bauernaufstand in Oberhessen, Revolution in Kassel und Einberufung eines verfassungsgebenden Landtags.

  • 1831

Verabschiedung der kurhessischen Verfassung.

  • 1832 -1837

Ludwig Hassenpflug Justiz- und Innenminister (leitender Minister) in Hessen-Kassel.

  • 1833

In Biebrich am Rhein wird Wilhelm Dilthey geboren (gestorben 1911). Begründer der Erkenntnistheorie in den Geisteswissenschaften und Hauptvertreter der hermeneutischen Wissenschaft.

  • 1834

Georg Büchner und Friedrich Ludwig Weidig publizieren ihre sozialrevolutionäre Flugschrift »Der Hessische Landbote«, die umfassende Verfolgungsmaßnahmen auslöst.

  • 1836

Beitritt Nassaus zum Deutschen Zollverein.

  • 1840

Eröffnung der Taunusbahn Frankfurt - Wiesbaden.

  • 1846

Mit der Main-Neckar-Bahn von Frankfurt über Darmstadt nach Heidelberg wird die erste hessische Eisenbahnstrecke eröffnet.

  • 1847

Tod des Kurfürsten Wilhelm II. von Hessen-Kassel.

  • 1848

Märzrevolution in Darmstadt, Hanau und Kassel. Bewilligung der sogenannten »Märzforderungen« und Einsetzung liberaler März-Regierungen, in Darmstadt unter Heinrich von Gagern, der wenig später Präsident der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche wird. Bauernunruhen in Oberhessen und im Odenwald; im September Aufstand inFrankfurt, der blutig niedergeschlagen wird.

  • 1849

Auflösung der Frankfurter Nationalversammlung nach dem Scheitern der Reichsverfassung. Zug der Hanauer Turner zur Unterstützung des badischpfälzischen Aufstands. Der Aufstand wird von Reichstruppen, darunter auch hessendarmstädtische, und preußischen Truppen niedergeschlagen.

  • 1849 -1852

Durchsetzung der Reaktion in allen hessischen Staaten.

  • 1850 -1855

Zweites Ministerium Hassenpflug in Kurhessen (Oktroyierte Verfassung 1852).

  • 1856

Leopold Sonnemann (1821-1909) gründet die »Frankfurter Zeitung«.

  • 1859

Gründung des Freien Deutschen Hochstifts in Frankfurt am Main durch Otto Volger.

  • 1862

Wahlsieg der Hessischen Fortschrittspartei in Darmstadt. Beginn einer neuen Liberalisierung des politischen Lebens.

  • 1862

Wiederherstellung der Verfassung von 1831 in Hessen-Kassel.

  • 1862/63

Gründung der Farbenfabriken Lucius, Meister und Brüning in Höchst (heute: Hoechst AG) und Kalle in Biebrich.

  • 1863

Goethe-Museum im Großen Hirschgraben.

  • 1866

Preußisch-österreichischer Krieg, in dem die hessischen Staaten als loyale Mitglieder des Deutschen Bundes im unterlegenen Lager Österreichs stehen. Kurhessen, Nassau und die Freie Stadt Frankfurt werden von Preußen annektiert.

  • 1867

In Darmstadt wird der Schriftsteller Karl Wolfskehl geboren (gestorben 1948).

  • 1868 (7. 12.)

Gründung der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

  • 1871

Gründung des Deutschen Reiches, mit der auch das Großherzogtum Hessen-Darmstadt seine Souveränität einbüßt. Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck erzwingt die Entlassung des Darmstädter Ministerpräsidenten Reinhard von Dalwigk.

  • 1877

Die Polytechnische Schule in Darmstadt wird Technische Hochschule.

  • 1878

Sozialistengesetz.

  • 1878

In Frankfurt am Main wird der Chemiker Otto Hahn geboren (gestorben 1968). 1938 in Zusammenarbeit mit Fritz Strassmann die Spaltung von Urankernen bei Neutronenbestrahlung (Kernspaltung).

  • 1880

In Darmstadt wird Friedrich Gundolf (F. Gundelfinger) geboren (gestorben 1931).

  • 1886

Provinzialordnung und Provinzialverband Hessen-Nassau.

  • 1890

In Darmstadt wird Kasimir Edschmid (Eduard Schmid) geboren (gestorben 1966). Expressionistischer Schriftsteller.

  • 1895

In Hanau wird der Komponist Paul Hindemith geboren (gestorben 1963).

  • 1896

Eisenbahngemeinschaft Preußen-Großherzogtum Hessen.

  • 1897

Städte- und Landgemeindeordnung für die Provinz Hessen-Nassau.

  • 1901

Stammhaus der Rothschild-Bank in Frankfurt am Main erlischt.

  • 1901

Jugendstilausstellung »Ein Dokument deutscher Kunst« der von Großherzog Ernst Ludwig begründeten Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe in Darmstadt.

  • 1903

In Frankfurt am Main wird Theodor W.(iesengrund) Adorno geboren (gestorben 1969). Der Philosoph und Soziologe ist gemeinsam mit Max Horkheimer Begründer der »Frankfurter Schule«.

  • 1913

Eröffnung der Edertalsperre.

  • 1913

Auf dem Hohen Meißner Zusammenschluß von 13 Jugendverbänden zur »Freideutschen Jugend«, »Wandervogel«-Bewegung.

  • 1914

Gründung der Universität Frankfurt.

  • 1914 (28.7.)

Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

  • 1917

Der 1878 in Wien geborene Religionsphilosoph Martin Buber (gestorben 1965) zieht nach Heppenheim. Emigration 1938.

  • 1918 (8./9.11.)

Ausbruch der Revolution in Hessen auf dem Griesheimer Schießplatz und in Mainz. Arbeiter- und Soldatenräte.

  • 1918 (14.11.)

Bildung der vorläufigen hessischen Regierung unter Ministerpräsident Carl Ulrich.

  • 1918 (5.-30.12.)

Besetzung Rheinhessens und des Mainzer Brückenkopfs durch französische Truppen.

  • 1919

Verfassung des Volksstaats Hessen.

  • 1919 -1930

Teile von Hessen-Nassau durch Frankreich besetzt.

  • 1924

Gründung der Südwestdeutschen Luftverkehrs AG mit einem Flugplatz am Rebstock in Frankfurt am Main.

  • 1928 (16.2.)

Bildung der Regierung Adelung im Volksstaat Hessen.

  • 1929

Angliederung von Waldeck an Preußen und die Provinz Hessen-Nassau.

  • 1929

Anne Frank wird in Frankfurt am Main geboren (gestorben im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen).

  • 1932

Angliederung des Kreises Wetzlar, bisher Rheinprovinz, an die Provinz Hessen-Nassau sowie Zuweisung des Kreises Grafschaft Schaumburg, bisher Provinz Hessen-Nassau, an die Provinz Hannover.

  • 1933 (30.1.)

Hitler wird Reichskanzler. (5. 3.) Letzte freie Reichstagswahl.

  • 1933 (6.3.)

Machtergreifung der Nationalsozialisten in Hessen-Darmstadt. Reichsinnenminister Frick übergibt die Polizeigewalt an Heinrich Müller (NSDAP).

  • 1933 (12.3.)

Letzte Freie Kommunalwahl in der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

  • 1933 (13.3.)

Wahl von Ferdinand Werner zum hessischen Staatspräsidenten.

  • 1933 (5. 5.)

Gauleiter Sprenger wird Reichsstatthalter in Hessen.

  • 1933 (18.9.)

Entlassung des Ministerpräsidenten Werner.

  • 1935 (28.2.)

Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger mit der Führung der hessischen Landesregierung beauftragt.

  • 1935 (29.5.)

Eröffnung des ersten Autobahnteilstücks Frankfurt-Darmstadt durch Hitler.

  • 1936 Der Rhein-Main-Flughafen wird in Betrieb genommen.
  • 1938 (10.11.)

Judenpogrom »Reichskristallnacht« in ganz Deutschland.

  • 1939 (1.9.)

Deutsche Truppen marschieren in Polen ein. Beginn des Zweiten Weltkriegs.

  • 1941 (13.8.)

Protest des Bischofs von Limburg, Antonius Hilfrich, gegen die Euthanasie.

  • 1941 (19.10.)

Beginn der Deportation der Juden aus Hessen.

  • 1943 (23.10.)

Bombenangriff auf Kassel.

  • 1944 (18. und 22.3.)

Bombenangriffe auf Frankfurt.

  • 1944 (1.4.)

Aufspaltung der Provinz Hessen-Nassau in die Provinzen Kurhessen und Nassau unter Zuweisung der bis dahin zum Regierungsbezirk Kassel gehörenden Kreise Gelnhausen, Hanau-Stadt und Hanau-Land sowie Schlüchtern an die Provinz der zugleich unter die Verwaltung des Reichsstatthalters in Thüringen gestellt wird.

  • 1944 (11.9.)

Vernichtungsangriff auf Darmstadt.

  • 1945 (22.3.)

Amerikanische Panzer überqueren den Rhein bei Oppenheim. Besetzung Hessens.

  • 1945 (7./8.5.)

Das Deutsche Reich kapituliert.

  • 1945 (8.8.)

Berufung von Ludwig Bergsträsser an die Spitze der »Deutschen Regierung des Landes Hessen« (das Gebiet des Volksstaates Hessen ohne das französisch besetzte linksrheinische Rheinhessen).

  • 1945 (19.9.)

Durch die Proklamation Nr. 2 der amerikanischen Militärregierung wird der neue Staat Großhessen ins Leben gerufen.

  • 1945 (12.10.)

Bildung einer Landesregierung mit Sitz in Wiesbaden.

  • 1945 (15./16.10.)

Karl Geiler wird zum Ministerpräsidenten ernannt. Konstituierung des Landes Großhessen und des Kabinetts Geiler.

  • 1946 (4.2.)

Einberufung der vorbereitenden Verfassungskommission, der zwölf Mitglieder angehören, darunter der Staatsrechtler Walter Jellinek, die Minister Georg August Zinn (SPD) und Werner Hilpert (CDU), die Regierungspräsidenten Ludwig Bergsträsser (SPD) aus Darmstadt und Fritz Hoch (SPD) aus Kassel sowie der Rechtsanwalt Heinrich von Brentano (CDU).

  • 1946 (30.6.)

Berufung der Verfassungsberatenden Landesversammlung durch die Verfassungskommission (SPD 42 Abgeordnete, CDU 35, KPD 7, LPD 6).

  • 1946 (15.7.)

Wahl des Verfassungsausschusses durch die Verfassungsberatende Versammlung.

  • 1946 (1.12.)

Erste demokratische Willensäußerung der hessischen Bevölkerung nach Kriegsende: Volksentscheid über die neue hessische Verfassung und Wahl des ersten hessischen Landtags. Volksentscheid: Wahlbeteiligung 73,3 Prozent, 76,8 Prozent der gültigen Stimmen für die Verfassung, ungültige Stimmen 13,1 Prozent. Landtagswahl: Bei 2380109 Wahlberechtigten werden 1609388 gültige Stimmen abgegeben: 687431 Stimmen für die SPD (42,7 Prozent, 38 Sitze), 498158 Stimmen für die CDU (30,9 Prozent, 28 Sitze), 252207 Stimmen für die FDP (15,7 Prozent, 14 Sitze), 171592 Stimmen für die KPD (10,7 Prozent, 10 Sitze). Großhessen wird in Hessen umbenannt.

  • 1946 (20.12.)

Christian Stock (SPD) wird erster gewählter Ministerpräsident.

  • 1947 (2.1.)

Christian Stock (SPD) wird Ministerpräsident.

  • 1948 (2.10.)

Landtag beschließt die Gründung des Hessischen Rundfunks.

  • 1949 (20.5.)

Hessischer Landtag stimmt für die Annahme des Grundgesetzes (tritt am 23.5. in Kraft).

  • 1950 (19.11.)

Landtagswahl: Alleinregierung der SPD unter Ministerpräsident Georg August Zinn.

  • 1952 (25.2.)

Neue Gemeinde- und Landkreisordnung.

  • 1953 (8.9.)

Erste Plenarversammlung des neugeschaffenen „Landeswohlfahrtsverbandes Hessen“.

  • 1954 (11.9.)

Eröffnung des Bundessozialgerichtes in Kassel.

  • 1954 (28.10.)

Der Landtag lehnt die Rückgliederung der Wiesbadener Vororte Amöneburg, Kastel und Kostheim (AKK-Vororte) nach Wiesbaden ab.

  • 1954 (28.11.)

Landtagswahl: Koalition SPD und GB/BHE unter Ministerpräsident Georg August Zinn.

  • 1957 (4.7.)

Gießen wird wieder Universitätsstadt.

  • 1957 (1.8.)

Die Deutsche Bundesbank mit Sitz in Frankfurt/Main nimmt ihre Tätigkeit auf.

  • 1958 (23.11)

Landtagswahl: Koalition SPD und GB/BHE unter Ministerpräsident Georg August Zinn.

  • 1961 (30.6.)

1. Hessentag in Alsfeld.

  • 1962 (11.11.)

Landtagswahl: Koalition SPD und GDP/BHE unter Ministerpräsident Georg August Zinn.

  • 1963 (7.11.)

Hessen zählt mehr als 5 Mio. Einwohner.

  • 1963 (20.12.)

Beginn des Auschwitz-Prozesses in Frankfurt/Main.

  • 1965 (19.8.)

Verkündung der Urteile im Auschwitzprozeß.

  • 1966 (6.11.)

Landtagswahl: Alleinregierung der SPD unter Ministerpräsident Georg August Zinn.

  • 1968 (29.4.)

Zusammenlegung der Regierungspräsidien Darmstadt und Wiesbaden.

  • 1969 (27.8.)

Hessischer Ministerpräsident Zinn tritt nach 19 Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück.

  • 1969 (3.10.)

Albert Osswald wird Zinns Nachfolger.

  • 1970 (8.11.)

Landtagswahl: Koalition SPD und FDP unter Ministerpräsident Albert Osswald.

  • 1974 (16.7.)

Kernkraftwerk Biblis nimmt den Betrieb auf.

  • 1974 (27.10.)

Landtagswahl: Koalition SPD und FDP unter Ministerpräsident Albert Osswald.

  • 1976 (3.10.)

Ministerpräsident Osswald tritt wegen des HeLaBa-Skandals zurück, Nachfolger wird Holger Börner.

  • 1977 (1.1.)

Vereinigung der Städte Gießen und Wetzlar zur Großstadt „Lahn“.

  • 1978 (9.9.)

Eröffnung des Hessenparks in Neu-Anspach.

  • 1978 (8.10.)

Landtagswahl: Koalition SPD und FDP unter Ministerpräsident Holger Börner.

  • 1979 (1.8.)

Auflösung der Stadt „Lahn“. Gießen und Wetzlar erhalten ihre Eigenständigkeit zurück.

  • 1979 (26.9.)

Landtagswahl: Keine regierungsfähige Mehrheit; Die Grünen sind erstmals im Landtag vertreten; SPD-Regierung unter Ministerpräsident Holger Börner bleibt geschäftsführend im Amt.

  • 1983 (4.8.)

Landtag beschließt Selbstauflösung.

  • 1983 (25.9.)

Vorgezogene Landtagswahlen: SPD stärkste Fraktion. Die SPDRegierung unter Holger Börner bleibt geschäftsführend im Amt.

  • 1984 (7.6.)

Wahl Holger Börners zum Ministerpräsidenten. Börner bildet eine nur aus SPD-Mitgliedern bestehende Minderheitsregierung unter Tolerierung durch Die Grünen.

  • 1984 (20.11.)

Die Grünen geben Tolerierungspolitik auf. Die Regierung Börner ist damit ohne parlamentarische Mehrheit.

  • 1985 (16.10.)

Rot-grüne Koalition unter Ministerpräsident Holger Börner.

  • 1985 (12.12.)

Joschka Fischer wird Minister für Umwelt und Energie.

  • 1987 (9.2.)

Rücktritt des Umweltministers Joschka Fischer.

  • 1987 (5.4.)

Vorgezogene Landtagswahl: Koalition SPD und Die Grünen unter Ministerpräsident Holger Börner.

  • 1987 (25.5.)

Hessen zählt 5,5 Mio. Einwohner.

  • 1990 (3.10.)

Wiedervereinigung.

  • 1991 (20.1.)

Landtagswahl: Koalition SPD und Die Grünen unter Ministerpräsident Hans Eichel.

  • 1995 (19.2.)

Landtagswahl: Fortführung der Regierungskoalition.

  • 1999 (7.2.)

Landtagswahl: Koalition CDU und FDP unter Ministerpräsident Roland Koch.

  • 2003 (2.2.)

Landtagswahl: Alleinregierung der CDU unter Ministerpräsident Roland Koch.

  • 2008 (19.11.)

Landtagswahl: Geschäftsführende Landesregierung unter Ministerpräsident Roland Koch.

Es konnte keine Regierung gebildet werden, da es keinen Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt gab; eine Mehrheitsregierung sowie eine Minderheitsregierung scheiterten.

  • 2008 (19.11.)

Landtag beschließt Selbstauflösung.

  • 2009 (18.1.)

Vorgezogene Landtagswahl: Koalition CDU und FDP unter Ministerpräsident Roland Koch.

  • 2010 (31.8.)

Volker Bouffier wird neuer Ministerpräsident, weil Roland Koch in die Wirtschaft wechseln wird.

  • 2011 (20.10.)

Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen mit großen Einschränkungen im Nachtflugverkehr.

Siehe auch

Chronik · Landgrafschaft Hessen · Persönlichkeiten · Für Neugierige · Geschichte · Recherche

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