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Checkliste Stromkonzession

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Checkliste zum "Angebotsvergleich" Vergabe der Stromkonzession der Gemeinde Lohra

Die angeforderten Daten wurden von den "Hinterländer Bürgermeistern" zusammengestellt,

Weitere Aussagen werden bis zur endgültigen Klärung aus der Seite genommen

Inhaltsverzeichnis

E.ON Mitte AG

Beantwortung durch: E.on Mitte AG, Dillenburg, den 29. April 2010

  • 1. Allgemeine Daten zum Unternehmen
1. Kontaktdaten:
E.on Mitte AG, Regionalzentrum Süd, Schelde-Lahn-Straße 1, 35688 Dillenburg, www.eon-mitte.com
2. Netzgebiet:
- Größe in km2: Geographische Fläche: 10.177 km2, Versorgte Fläche: 1.010 km2 (bebaute Gebiete)
- Anzahl Kommunen: E.on Mitte Netzbetreiber Strom: 206
- Anzahl Landkreise: In insgesamt 17 Landkreisen versorgt E.on Mitte Haushalte, Gewerbe, Industrie und öffentliche Einrichtungen.
- Das Netzgebiet erstreckt sich über weite Teile in Hessen, Südniedersachsen, Westthüringen und Ostwestfalen.
3. Netzlängen: Niederspannung (Ortsnetze)in km: 22.823 km, Mittel Spannung in km: 9.199 km, Erdgasleitungen in km: 4.751 km
4. Versorgungsanlagen: Umspannwerke 72, Schalt- und (Ortsnetzstationen) 6.460, Kundenanschlüsse ca. 420.000, Entnahmestellen 747.418
5. Belegschaft Anzahl: Mitarbeiter (Strom- und Erdgas), 1.083 (EMI AG Stand 31.12.2009), Auszubildende 107, Ausbildungsquote 9,9 %
6. Spezifische Kennwerte:
Besiedlungsdichte: (Einwohner pro km2), Fläche: 10.177 km2, Einwohner: ca. 1,5 Millionen, 147 Einwohner/km2
Versorgungsdichte (Strom): (Niederspannungsanschlüsse pro km Niederspannungsnetzlänge) Niederspannungsnetzlänge: 22.823 km, Entnahmestellen: 747.418, Kundenanschlüsse: ca. 420.000
- Dichte: 33 Entnahmestellen/km
- Niederspannung Dichte: 18 Kundenanschlüsse/km Niederspannung
- Mitarbeiterquote (Einwohner pro Mitarbeiter für Strom und Gas) Einwohner: ca. 1,5 Millionen, Mitarbeiter: 1.083 = Mitarbeiterquote: 1.385 Einwohner/Mitarbeiter
7. Geschäftsfelder: Stromnetzbetreiber, Gasnetzbetreiber, Wassernetzbetreiber, Weitere Geschäftsfelder über unsere Beteiligungen:
- Strom- und Gasvertrieb (E.on Mitte Vertrieb GmbH)
- Wärme- und Erzeugungsanlagen, Projekte im Biogasbereich, Planung, Betrieb, usw. (E.on Mitte Wärme GmbH)
- Kompostierung und Abfallbehandlung (E.on Mitte Natur GmbH)
8. Eigentümerstruktur
Kommunale Anteilseigner (in Prozent):
Landkreis Northeim (inkl. Stiftungen) 4,0
Stadt Göttingen (Tochtergesellschaft) 3,9
Landkreis Kassel 3,3
Schwalm-Eder-Kreis 3,0
Landkreis Hersfeld-Rotenburg 2,7
Landkreis Göttingen 2,4
Lahn-Dill-Kreis 2,2
Landkreis Marburg-Biedenkopf 2,0
Werra-Meißner-Kreis 1,0
Main-Kinzig-Kreis 1,0
Landkreis Eichsfeld 0,6
Kreis Höxter 0,4
Landkreis Waldeck-Frankenberg 0,2
- Summe 26,7
- E.on Energie AG 73,3
9. Geschäftszahlen (Vorjahr): Umsatzerlöse 541 Mio. €, Jahresüberschuss 50 Mio. €, Investitionen in Sachanlagen 33 Mio. €, Bilanzsumme 1.418 Mio. €, Anlagevermögen 953 Mio. €
  • 2. Leistungen des Konzessionsvertrages
1. Was sind die grundsätzlichen Leistungen Ihres Konzessionsangebotes?
E.on Mitte gewährleistet eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit mit elektrischer Energie / mit Erdgas.
Die wesentlichen Aufgaben von E.on Mitte als Netzbetreiber sind:
- Netzbetrieb einschließlich Rufbereitschaft
- Netzausbau, Netzanschluss und Dokumentation
- Anlagenerneuerung bzw. Reinvestition in die Netze
- Energiebeschaffung für den Eigenbedarf des Netzbetreibers
- Gewährleistung eines dislriminierungsfreien Netzzuganges für jeden Energielieferanten und für jeden Erzeuger
- Netzanschlüsse für Eigenerzeugungsanlagen und Betreuung der Einspeiser
- Nutzung vorgelagerter Netze bzw. Spannungsebenen
- Lieferantenwechsel und Energiedatenmanagement
- Anträge (z. B. Netznutzungsentgelte) und Berichte an die Bundesnetzagentur
- Netzkundenbetreuung
Die wesentlichen Merkmale unseres Konzessionsangebotes sind:
- Zahlung der höchstzulässigen Konzessionsabgabe in monatlichen Abschlägen
- Gewährung eines 10 %-igen Kommunalrabattes auf den Netzzugang
- Ab 01.01.2008 bei neuen Gas-Konzessionen auch Kommunalrabatt auf Gas
- 20 jährige Laufzeit für neuen Konzessionsvertrag mit zweimaligem Sonderkündigungsrecht während der Laufzeit
- Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung von lokalen Energiekonzepten und -Projekten. Kommune ist Mitglied im Energiebeirat
- 6 Jahre Gewährleistung bei Bauleistungen
- Keine Folgekosten für Kommunen
- Bereitstellung netztechnischer und wirtschaftlicher Daten
2. Was ist Ihre grundsätzliche Zielsetzung als Netzbetreiber?
E.on Mitte hat das grundsätzliche Ziel, den Anspruch der Kommunen auf eine hohe Versorgungssicherheit und -Zuverlässigkeit, bei gleichen Preisen in Stadt und Land zu erfüllen. Vor dem Hintergrund unserer kommunalen Verwurzelung ist uns dabei das faire Miteinander zwischen gleichberechtigten Partnern besonders wichtig.
Weitere wesentliche Ziele von E.on Mitte sind:
- eine preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Bereitstellung der Energienetze und deren Betrieb.
- Einheitliche Netzentgelte in Stadt und Land (Erhalt der Stadt-Landsolidarität)
- Erhalt eines zusammenhängenden Netzes
- Sicherstellung eines zukunftsorientierten Netzausbaus zur Aufnahme des wachsenden Anteils an erneuerbarer Energien
- Aufbau einer zukunftsorientierten Kommunikationsinfrastruktur in den Stromnetzen (Smart Grid)
3. Ist in Ihrem Unternehmen die Trennung von Netz und Vertrieb bereits vollzogen?
Ja, da E.on Mitte über 100.000 Netzkunden hat, gelten die Vorschriften der rechtlichen Entflechtung (sog. Unbundling) aus dem Energiewirtschaftsgesetz auch für E.on Mitte. Der Netzbetrieb (E.on Mitte AG) und das Vertriebsgeschäft (E.on Mitte Vertrieb GmbH) sind voneinander getrennt und befinden sich in unterschiedlichen Unternehmen. Der Netzbetreiber (E.on Mitte AG) stellt sein Netz diskriminierungsfrei allen anderen Strom- oder Gaslieferanten zur Versorgung von Kunden zur Verfügung und behandelt diese genauso wie Vertriebsgesellschaften aus dem E.on Konzern. Somit kann jeder Lieferant, Energie an Endkunden im Netzgebiet liefern. Die Belieferung von Kunden mit Energie ist daher völlig losgelöst vom Konzessionsvertrag. Aktuell beliefern ca. 200 unterschiedliche Lieferanten (Vertriebe) Endkunden im Netzgebiet von E.on Mitte.
4. Wurde Ihr Konzessionsvertrag von einer externen Stelle geprüft?
E.on Mitte hat gemeinsam mit dem Hessischen- und dem Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund einen kommunalfreundlichen Musterkonzessionsvertrag erarbeitet, den die beiden Verbände den Städten- und Gemeinden zum Abschluss empfohlen haben. Dieser Konzessionsvertrag ist Basis unseres Angebotes. Weitere Verbesserungen wie das zweimalige Sonderkündigungsrecht und monatliche Konzessionszahlungen wurden zwischenzeitlich zusätzlich in den Vertrag aufgenommen.
5. Wie gewährleisten Sie die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung?
Durch eine kontinuierliche Verbesserung der drei Kernprozesse Bau, Betrieb und Instandhaltung wird der Netzbetrieb von E.on Mitte stetig optimiert. Dies hat auch positive Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit. Wesentliche Punkte sind neben dem eigenen Netzausbau und der Modernisierung:
- Einsatz modernster Leittechnik für unsere rund um die Uhr besetzten beiden redundanten Netzleitstellen
- Training des Wartenpersonals durch Simulation von Ausfall Strategien im Netzleitsystem
- Aus- und Weiterbildung unseres Netzbetriebspersonals
- Einsatznaher Wohnort der Monteure (aus der Region für die Region)
- Mobile, vor Ort verfügbare Planauskunft (Mobile Business)
- Permanente Vorhaltung von Rufbereitschaften
- Systematische Verkabelung zur weiteren Verbesserung der Versorgungszuverlässigkeit
- Überwiegend Bau von Ringleitungen zur erhöhten Sicherheit
- modernste Automatisierungstechnik zur Lokalisierung des Fehlerortes
- Langjährige Partnerschaften mit Netzbaufirmen aus der Region
- Vorhaltung von eigenen Spezialgeräten und Störungs- und Ersatzmaterial zur kurzfristigen Störungsbeseitigung (4 Kabelmesswagen, zahlreiche Notstromaggregate von 2 kVA bis 400 kVA, Hubsteiger, etc.).
- Derzeit führen wir ein Projekt durch, um die Qualität des Netzbetriebes gemäß den Anforderungen des Technischen Sicherheitsmanagements von neutraler Stelle prüfen und zertifizieren zu lassen.
Netzleitstelle
Unsere zentrale Leitstelle für den Strom- und Erdgasnetzbetrieb wurde kürzlich mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht und gehört zu den modernsten in Deutschland. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit betreibt E.on Mitte zwei räumlich getrennte, mit zwei Teams parallel besetzte Netzwarten mit identischer Technik und Funktionalität im 24-Stunden-Schichtbetrieb. Jährlich werden rund 65.000 Schalthandlungen an den Versorgungsanlagen geplant und durchgeführt.
Verkabelung
E.on Mitte setzt verstärkt auf Erdkabel, die weniger störanfällig sind und selbst extremen Witterungsereignissen trotzen. Im Ortsnetzbereich haben wir inzwischen einen Verkabelungsgrad von 99 Prozent erreicht. Im Bereich der Mittel Spannung beträgt dieser bereits über 72 Prozent. Gemäß BDEW- Daten 2009 liegt im Bundesdurchschnitt der Kabelanteil in der Niederspannung bei 85 % und in der Mittel Spannung bei 70 %. Trotz des überwiegend ländlich strukturierten Netzgebietes hat E.on Mitte somit einen überdurchschnittlichen Verkabelungsgrad.
Versorgungssicherheit
Die Hohe Qualität der Versorgung s Sicherheit spiegelt sich auch in den ungeplanten Ausfallzeiten pro Kunde in einem Jahr wieder. Während der Durchschnitt 2008 aller Netzbetreiber in Deutschland, nach Erhebung der Bundesnetzagentur, bei 16,89 Minuten liegt, kann E.on Mitte hier einen Wert von 13,9 Minuten aufweisen. Dies ist unter dem Gesichtspunkt, dass E.on Mitte ein regionaler Netzbetreiber ist, umso beachtlicher, da regionale Netzbetreiber für gewöhnlich höhere Ausfallzeiten haben als Netzbetreiber mit städtischer Struktur.
Bei größeren Ereignissen können wir auf Unterstützung im deutschland- und europaweiten Konzernverbund zurückgreifen.
6. Wie stellen Sie im Katastrophenfall die Aufrechterhaltung bzw. die Wiederherstellung der Stromversorgung sicher?
Bei E.on Mitte werden aktuell rund. 300 Mitarbeiter flächendeckend in der Region im Rufbereitschaftsdienst oder im vollkontinuierlichen Schichtbetrieb eingesetzt, um auf Störungen im Netzbetrieb kurzfristig vor Ort reagieren zu können. Nicht vorhersehbare, außergewöhnliche Ereignisse, z. B. aufgrund von Landkreis- oder sogar Bundesland- übergreifenden Unwetterkatastrophen, stellen besondere Herausforderungen dar. E.on Mitte hat die Kompetenz und die Größe, um auch solche Situationen zu meistern. Die sehr zeitnahe Bewältigung der Auswirkungen des Orkans Kyrill oder des Sturmtiefs Cynthia auf die regionale Energieversorgung sei hier als positives Beispiel für unsere Region genannt. Erreicht wird dies u. a. durch Folgendes:
- Mitarbeiter verfügen über bestmögliche Netz- und Ortskenntnisse. Diese sind in enger Zusammenarbeit mit unseren beiden zentralen Leitstellen gerade bei der Störungsbeseitigung in großen überregionalen und ländlichen geprägten Netzen erforderlich.
- Flächendeckende Bereitstellung von Notstromanlagen aus dem gesamten Netzgebiet
- Vorhaltung von kompatiblem Störungs- und Ersatzmaterial für die im Netz verbauten Betriebsmittel.
- Die E.on Mitte-Netzleitstelle hat, auch durch die Zusammenarbeit mit den Leitstellen der E.on- Schwesterunternehmen, einen großflächigen Überblick über eine mögliche Störungslage und kann damit sehr gezielt Maßnahmen einleiten.
- Enge Zusammenarbeit mit den Krisenstäben der einzelnen Landkreise.
- Regelmäßiges Training und Übungen, z. B. durch die Simulation von Ausfallstrategien mit dem Zugriff auf entsprechende Personal- und Materialressourcen sowohl von E.on Mitte als auch des gesamten E.on Energie-Konzerns.
- Länderübergreifende Hilfestellung bei Großstörungen durch Unwetterereignisse oder Katastrophen
Verbund der E.on Gruppe
Durch die Zugehörigkeit zu einem großen Verbund wie der E.on-Gruppe können wir besser als kleinere Anbieter höchstes technisches Niveau garantieren, denn die Spezialisten in unserem Konzern befinden sich in einem beständigen Austausch zum neuesten Stand der Technik und werden kontinuierlich geschult. Außerdem sind wir in Extremsituationen in der Lage, kurzfristig technische Fachkräfte aus dem gesamten Verbund vor Ort zu konzentrieren.
Klare Zuständigkeiten
Entscheidend für eine effiziente Störungsbeseitigung sind klare Zuständigkeiten im Netzbetrieb. Je mehr unterschiedliche Netzbetreiber beteiligt sind, umso komplexer gestaltet sich der Netzbetrieb und demzufolge auch die Abstimmung im Krisenfall. Naturgemäß ist es einfacher und sicherer, wenn eine zentrale Netzleitstelle die Maßnahmen leitet und koordiniert.
Vorteile für Kommunen
Einrichtungen der Kommune werden zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bei der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung von Netzanschlüssen mit Vorzug behandelt.
7. Welche Erfahrung haben Sie mit dem Betrieb von Netzen mit ländlicher Struktur? Wie ist Ihre Organisation als Netzbetreiber in der Fläche vorgesehen?
E.on Mitte hat bereits seit mehr als 80 Jahren Erfahrung mit dem Betrieb von Netzen mit ländlicher Struktur. Unsere organisatorische Aufstellung ist speziell auf den Betrieb von ländlich strukturierten Strom- und Gasnetzen ausgerichtet. Wir verfügen dabei über tiefgehende Kenntnisse sowohl im Bereich Freileitungsnetze als auch Kabelnetze. Mit Unterstützung von speziellen IT- Systemen haben wir die Steuerung, Dokumentation und die Planung von Investitionen und Erhaltungsmaßnahmen für ländliche Netze optimiert. Die hohe Versorgungssicherheit beweist die gute Qualität unserer Netze.
Unser Versorgungsgebiet ist in drei Regionalzentren und in Netzregionen untergliedert. Ihre Kommune ist dem Regionalzentrum Süd und der Netzregion Biedenkopf zugeordnet.
Die Mitarbeiter der Netzregionen führen die Planungen für Netzerneuerungen und Netzerweiterungen durch. Der operative Netzbetrieb und die Bauabwicklung werden von unserem Regioteam in Biedenkopf organisiert. Dem Regioteam sind Regiobereiche mit festen Ansprechpartnern für Ihre Kommune zugeordnet.
Die Anzahl an dezentralen Stromerzeugungsanlagen (z.B. Photovoltaikanlagen) nimmt ständig zu. Auf diese Situation haben wir reagiert und ein Spezialteam für die schnelle, qualifizierte Bearbeitung der Anschlussanträge eingerichtet.
8. Wie viele Arbeitsplätze planen Sie zur umfassenden Durchführung des Netzbetriebs im Altkreis (Bad Endbach, Breidenbach, Dautphetal, Gladenbach und Steffenberg) und der Gemeinde Lohra? Wie viele dieser Arbeitsplätze richten Sie in diesem Netzgebiet ein und wie viele Arbeitsplätze außerhalb und wo?
Folgende Mitarbeiter werden derzeit schon für die Durchführung des Netzbetriebs in den Kommunen Bad Endbach, Breidenbach, Dautphetal, Gladenbach, Steffenberg und Lohra von der E.on Mitte eingesetzt: Für Netzplanungen und Dokumentation 5 Mitarbeiter am Standort Gisselberg,
2 Mitarbeiter am Standort Biedenkopf Operative Tätigkeiten und Bauausführung; 11 Mitarbeiter (Mobiler Einsatz in den genannten Kommunen)
Zusätzlich arbeiten in der Unternehmensleitung der E.on Mitte ca. 400 Mitarbeiter die dem gesamten Netzgebiet, also auch anteilig Ihrer Kommune zuzuordnen sind. Zu den Aufgaben gehören neben strategischen und regulatorischen Aufgaben auch technische Berechnungen zur Auslegung von Kabeln usw.
9. Wie werden Sie den Netzbetrieb vor Ort sicherstellen?
Der Leiter und die Mitarbeiter der Netzregion Biedenkopf stehen Ihrer Kommune als direkte Ansprechpartner für planerische Fragen zur Verfügung.
Das Regioteam in Biedenkopf mit den zugehörigen Regiobereichen in der Fläche ist verantwortlich für den operativen Netzbetrieb und die Bauabwicklung. Bei diesen Mitarbeitern gewährleistet E.on Mitte traditionell einen wohnortnahen Einsatz und damit ein schnelles Reagieren bei jeder Störung zu jeder Tag- und Nachtzeit. Hierzu steht 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag entsprechendes Fachpersonal von E.on Mitte bereit. Unsere Mitarbeiter in den Regioteams sind mit einer in den Fahrzeugen installierten mobilen Infrastruktur (Werkzeuge, Computer, Drucker, etc.) ausgerüstet und können schnell, flexibel und kundennah die Tätigkeiten im Netzbetrieb ausführen.
Die Netzleitstelle von E.on Mitte ist speziell für den Betrieb von ländlich strukturierten Netzen aufgestellt. Für betriebliche Schaltungen und zur Organisation im Störungseinsatz stehen qualifizierte Schaltmeister rund um die Uhr bereit. Durch die Schaltmeister in Verbindung mit einer modernen Netzleittechnik wird eine ständige Überwachung des Zustandes des Stromnetzes gewährleistet mit dem Ziel, Störungen zu vermeiden bzw. Ausfallzeiten zu minimieren.
10. Wie stellen Sie dauerhaft die technische Kompetenz bei ihren Mitarbeitern sicher?
E.on Mitte setzt traditionell auf sehr gut ausgebildetes und erfahrenes Personal. Wir verfugen über eine große Zahl von Ingenieuren und Technikern und können auf die fachliche Unterstützung des gesamten E.on Konzerns zurückgreifen. Und, wir geben unser Wissen weiter - unsere Ausbildungsquote liegt mit rund 10 Prozent fast doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt.
Die berufliche Weiterbildung ist E.on Mitte ein großes Anliegen. Unsere Mitarbeiter nehmen deshalb an zahlreichen innerbetrieblichen Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen und an externen Lehrgängen/Seminaren (z.B. von BDEW, FNN und DVGW) teil. Da E.on Mitte Mitglied in diesen Fachverbänden ist, können wir exklusiv und aus erster Hand neueste fachspezifische Informationen erhalten und an dem praxisorientierten Erfahrungsaustausch aktiv teilnehmen.
Im Rahmen dieser Mitgliedschaften nehmen wir darüber hinaus Einfluss auf die aktuelle technische Regelsetzung. Um unseren Netzbetrieb stetig zu verbessern, arbeiten unsere Fachleute sowohl in internen Arbeitsgruppen als auch in übergeordneten Kommissionen aktiv mit. Des Weiteren sind alle unsere Mitarbeiter im Rahmen des innerbetrieblichen Vorschlagswesens in die kontinuierliche Prozessverbesserung eingebunden.
11. Wie hoch ist die Konzessionsabgabe?
E.on Mitte zahlt während der gesamten Vertragslaufzeit immer die höchstzulässige Konzessionsabgabe. Die Konzessionsabgabe beträgt für Ihre Kommune aufgrund der Einwohnerzahl im Strombereich aktuell: 1,32 € Cent je kWh für Stromlieferungen an Tarifkunden 0,11 € Cent je kWh für Stromlieferungen an Sondervertragskunden 0,61 € Cent je kWh für Stromlieferungen, im Rahmen eines Schwachlasttarifs (§ 9 der BTO Elt)
12. Wie sind Ihre Zahlungsbedingungen für die Konzessionsabgabe?
Die verbesserte Regelung des neuen Konzessionsvertrages sieht monatliche Abschlagszahlungen an die Kommunen vor. Die Endabrechnung erfolgt im März des Folgejahres.
13. Welche Vorteile gewähren Sie für den Eigenverbrauch unserer Kommune?
E.on Mitte gewährt Kommunen den gesetzlich höchstzulässigen Preisnachlass (vgl. § 3 Absatz 1 Nr. 1 Konzessionsabgabenverordnung) von 10 % für den in Niederspannung abgerechneten Eigenverbrauch auf den Netzzugang (Netzentgelte). Bei Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen, wird E.on Mitte diesen selbstverständlich unverzüglich anpassen.
Der Rabatt gilt auch für: Verbände (z.B. Zweckverbände), die öffentliche Aufgaben der Kommune wahrnehmen und denen neben der Kommune mehrheitlich Städte und Gemeinden angehören, die ebenfalls einen Konzessionsvertrag Strom mit E.on Mitte abgeschlossen haben sowie,
sonstige öffentliche Einrichtungen, die kommunale Aufgaben erfüllen (z. B. Kindergärten) und bei denen die Kommune aufgrund vertraglicher Regelung zur Kostendeckung verpflichtet ist.
Ausgeschlossen von der Kommunalrabattregelung ist der Eigenverbrauch von Wirtschaftsunternehmen der Kommune, die im Sinne des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen im Wettbewerb stehen. Diese Regelung ist mit dem Hessischen Städte- und Gemeindebund abgestimmt.
Seit 1. Januar 2008 gewähren wir bei neuen Konzessionsvertragen auch einen entsprechenden Kommunalrabatt für Erdgasverbrauchsstellen.
14. Wie lange ist die Vertragslaufzeit?
Die Konzessionsverträge haben eine Laufzeit von 20 Jahren. Wir bieten Ihnen zusätzlich zwei individuelle Sonderkündigungsmöglichkeiten, die erste frühestens nach 7 Jahren an. Aufgrund der langfristigen Investitionen in die Versorgungsnetze sind kürzere Laufzeiten aus unserer Sicht nicht sinnvoll.
15. Wie lange ist die Gewährleistungsfrist bei Baumaßnahmen?
E.on Mitte gewährleistet, dass nach Beendigung von Bauarbeiten die öffentlichen und sonstigen Grundstücke für die Gemeinde kostenfrei wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt werden. Hierfür hat E.on Mitte die Gewährleistung von 5 auf 6 Jahre verlängert. Auf Wunsch der Gemeinde finden eine gemeinsame Abnahme der Bauarbeiten und eine Begehung vor Ablauf der Gewährleistungsfrist statt.
16. Wie werden die Kosten bei den von unserer Kommune verursachten Netzumlegungen behandelt (Folgekosten)?
Die für Änderungen oder Sicherungen an elektrischen Anlagen erforderlichen Kosten, die von der Kommune veranlasst werden (Folgekosten), trägt E.on Mitte. Der Kommune entstehen hierdurch keine Kosten mehr.
17. Wie erfolgt die terminliche und fachliche Abstimmung bei Baumaßnahmen?
E.on Mitte stellt sicher, dass planbare Tiefbauarbeiten rechtzeitig vor Beginn gemeinsam so abgestimmt werden, dass die beiderseitigen berechtigten Interessen angemessen berücksichtigt werden. E.on Mitte stellt sicher, dass der Gemeinde Tiefbauarbeiten zur Störungsbeseitigung an elektrischen Anlagen zeitnah gemeldet werden.
E.on Mitte gewährleistet, dass bei der Netzplanung Vorgaben berücksichtigt werden, welche die Gemeinde im Rahmen ihrer berechtigten Belange oder im Interesse der öffentlichen Sicherheit macht. Sofern den Planungen öffentliche Interessen entgegenstehen, kann die Gemeinde innerhalb von 6 Wochen eine Änderung dieser Planungen verlangen. Hierbei sind die wirtschaftlichen Interessen von E.on Mitte so weit wie möglich zu berücksichtigen.
18. Wie erfolgt die Beteiligung der Kommune hinsichtlich energiewirtschaftlicher und -politischer Fragen? Konzessionsgeberbeirat (neu)
Um den intensiven Informationsaustausch zwischen Konzessionsgeber und E.on Mitte zu fördern, wird ein Konzessionsgeberbeirat gegründet. Der E.on Mitte-Vorstand wird in diesem Gremium nahe der Aufsichtsratsitzungen über aktuelle Unternehmensthemen berichten und die Konzessionsgeber damit enger in die Entscheidungsprozesse einbinden. Je Landkreis ist das Entsenden von zwei Bürgermeistern oder kommunalen Vertretern in den Beirat vorgesehen.
Energiebeirat
Die Gemeinde ist außerdem Mitglied des jeweiligen regionalen Energiebeirates von E.on Mitte. Die Energiebeiräte sind überörtliche Gremien, denen die Städte und Gemeinden angehören, die mit E.on Mitte einen Konzessionsvertrag abgeschlossen haben. Die Kommune ist im Energiebeirat durch ihren Bürgermeister vertreten oder durch eine von der Gemeinde zu benennende andere Person. Die Energiebeiräte dienen dem Informationsaustausch der Städte und Gemeinden mit E.on Mitte in energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Fragen.
19. Wie stellen Sie den erforderlichen Netzausbau für den Anschluss von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sicher? Wie viele EEG-Anlagen sind an Ihrem Stromnetz angeschlossen?
E.on Mitte stellt sicher, dass jedermann nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften an das Elektrizitätsverteilnetz angeschlossen wird und Netzzugang erhält. Dies gilt auch für Stromerzeugungsanlagen zur Nutzung regenerativer Energiequellen oder der Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei achten wir auf eine regional und überregional optimal abgestimmte Netzplanung.
Alle Netzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien vorrangig an das Stromnetz anzuschließen und für den Anschluss erforderliche Netzausbauten unter Berücksichtigung der gesetzlichen Regelungen vorzunehmen. Auf die Leistung und Anzahl der zusätzlich an das Stromnetz anzuschließenden Anlagen hat der Netzbetreiber keinen Einfluss. Vielmehr sind für die Investoren planerische und genehmigungsrechtliche Kriterien ausschlaggebend, auf die die Kommunen über die politischen Entscheidungswege Einfluss nehmen können. Der weitere Zubau von Anlagen aus erneuerbaren Energien ist also von den Randbedingungen für die Nutzung erneuerbarer Energien und nicht von der Netzinfrastruktur oder dem Netzbetreiber abhängig.
Ende 2009 waren im Netzgebiet von E.on Mitte 18.722 Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien (EEG) mit einer installierten Leistung von 569.338 kW am Netz angeschlossen und haben rund 765.771.000 kWh eingespeist. Der Zubau in 2009 lag bei 5065 Anlagen. Hinzu kommen noch 17 Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in 2009. Der prozentuale Anteil von in unserem Netzgebiet erzeugtem und eingespeisten regenerativen Strom an der gesamten Strommenge betrug in 2009 ca. 14,5%. Im Gebiet der sechs Kommunen (Bad Endbach, Steffenberg, Breidenbach, Gladenbach, Dautphetal und Lohra) waren Ende 2009 636 EEG-Anlagen mit einer installierten Leistung von 13.079 kW am Netz angeschlossen und haben rund 11.900.000 kWh eingespeist. Hinzu kommen noch 16 KWK- Anlagen mit einer installierten Leistung von 757 kW und einer eingespeisten Menge von rund 423.000 kWh
20. Wie unterstützen Sie uns bei der Entwicklung von lokalen Energiekonzepten?
E.on Mitte sichert Ihnen im Rahmen des Konzessionsvertrages die Unterstützung bei der Erstellung eines kommunalen Energiekonzeptes zur rationellen und umweltgerechten Deckung des Energiebedarfs im Konzessionsgebiet zu und stellt hierfür die erforderlichen und verfügbaren Daten unentgeltlich zur Verfügung.
Auf Wunsch werden wir Ihnen alle Leistungen und Kompetenzen von E.on Mitte und unseren Tochtergesellschaften zur Errichtung von Stromerzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien im Rahmen einer separaten Vereinbarung zugänglich machen. Darüber hinaus bietet E.on Mitte bei Interesse alle Dienstleistungen und Kompetenzen der Konzerngesellschaften, beispielsweise für die Sparten Erdgas, Wärme, Wasserversorgung, Abwasser, Entsorgung, Facility- Management, Straßenbeleuchtung, geografische Dokumentation Rechnungswesen, EDV, und DSL-Versorgung an, die separat vereinbart werden können.
Darüber hinaus entwickelt E.on Mitte derzeit das Geschäftsfeld „Energetische Gebäudesanierung". Mit dem operativen Start ist im Sommer 2010 zu rechnen. Zu den neuen Angeboten zählt auch die Erstellung von energetischen Konzepten für kommunale Liegenschaften.
21. Wie ist die vertragliche Regelung zur Übernahme der Netze nach Ablauf des Konzessionsvertrages? (Endschaftsklausel)
Derzeit wird in der gesamten Energiebranche die Frage nach der wirtschaftlich angemessenen Vergütung kontrovers diskutiert, die der Konzessionsnachfolger für die Überlassung des Stromnetzes nach § 46 Abs.2 Satz 2 EnWG zu bezahlen hat. Der Gesetzgeber hat diese Frage bei der Neuregelung des EnWG im Jahr 2005 bewusst offen und die Antwort der Rechtsprechung überlassen. Erste instanzgerichtliche Entscheidungen zu dieser Frage sind bereits mit unterschiedlichen Ergebnissen ergangen. Die verbindliche Klärung durch die höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) ist in den nächsten Jahren zu erwarten. Wir gehen davon aus, dass bis zum Ablauf des neuen Konzessionsvertrages eine gefestigte höchstrichterliche Rechtssprechung zur Berechnung eines angemessenen Kaufpreises von Versorgungsnetzen vorliegen wird. Aus diesem Grund wird auf eine Konkretisierung zum Kaufpreis im Konzessionsvertrag verzichtet und die gesetzliche Regelung zitiert. Dadurch wird für die Kommune garantiert, dass in jedem Fall die zum Zeitpunkt des Ablaufs des neuen Konzessionsvertrages geltende Rechtsprechung oder Gesetzeslage Anwendung findet.
Eine Festlegung auf einen bestimmten oder zumindest bestimmbaren Kaufpreis zum jetzigen Zeitpunkt erachten wir als unseriös. Insbesondere kann eine jetzt getroffene Festlegung auch einen erheblichen finanziellen Nachteil für eine Kommune darstellen, etwa wenn der BGH z.B. einen niedrigeren als den vertraglich vereinbarten Netzkaufpreis für angemessen erachtet. Damit bleiben auch die Interessen Ihrer Kommune vollständig gewahrt.
22. Welche Informationen und Daten liefern Sie uns zum Strom in unserer Kommune
E.on Mitte wird den Kommunen in den letzten drei Jahren vor Beendigung des Vertrages einmalig kostenfrei Auskunft über die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen der Energieversorgung geben. Hierzu gehören alle Werte (Beispielsweise aktuelles Mengengerüst, die Alterstruktur des Netzes, aktuell Absatzmengen und Kundenanzahlen sowie nicht aufgelöste Baukostenzuschüsse) die zur Ermittlung des Wertes des Netzes gehören. Die Pflicht zur Herausgabe dieser Daten ist im Konzessionsvertrag geregelt.
23. Welchen Rabatt gewähren Sie der Kommune auf das Durchleitungsentgelt für selbsterzeugten Strom?
Zunächst grundsätzlich zur Rabattierung von Netznutzungsentgelten: Basis für jede Netznutzung ist das gesetzliche Netzzugangsmodell nach dem EnWG und den zugehörigen Verordnungen und Regelungen. Darin ist für die Bilanzierung vorgesehen, dass eingespeiste Energiemengen vor der Netznutzung immer einem Bilanzkreis zuzuordnen sind. Erst dann können sie, wie Energiemengen aus allen anderen Quellen auch, auf unterschiedliche Entnahmestellen (Zählpunkte) verteilt werden. Die diskriminierungsfreie Anwendung dieser gesetzlichen Regelungen des Netzzugangsmodells, die keine Bevorzugung, auch nicht einzelner Lieferanten erlauben, ermöglichen dabei auch keine Differenzierung oder Rabattierung der durch die Bundesnetzagentur genehmigten Netzentgelte beispielsweise in Abhängigkeit vom Eigentümer der einspeisenden Erzeugungsanlage oder aufgrund der räumlichen Nähe zur Einspeise stelle/Entnahmestelle. Einzige Ausnahme ist der unter Frage 13 ausgeführte Preisnachlass für Kommunen in Höhe von 10 % auf den Netzzugang (Netzentgelte) in der Niederspannung. Ein weiterer darüber hinausgehender Rabatt auf das Netzentgelt aufgrund der Eigenschaft "Selbsterzeugung" ist daher leider nicht möglich.
Ihre Fragestellung deutet jedoch möglicherweise auch auf den Wunsch zur Verwertung von selbst erzeugten Strommengen in anderen Verbrauchsstellen Ihrer Kommune hin. Wie bereits erläutert, sind jedem Netzbetreiber durch das Unbundling enge formale Grenzen gesetzt. Bei dieser komplexen Fragestellung ist eine eingehende Klärung der vertrieblichen Aspekte (wie z.B. die Zuordnung zu einem Bilanzkreis) erforderlich, die wir bei Vorliegen eines entsprechenden Mandats - hier ist aus den vorgenannten Gründen eine formale Beauftragung erforderlich - gerne für Sie durchführen. Dabei sind sowohl die physikalischen Stromflüsse als auch die virtuelle Zuordnung der Erzeugungs- und Verbrauchsstellen zu beachten.
Prinzipiell ist es unter bestimmten Voraussetzungen nach dem aktuellen Energiesteuergesetz auch möglich, bei Anlagen mit Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (EEG) und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die in räumlicher Nähe - beispielsweise in Verbindung mit einem Nahwärmenetz -betrieben werden, eine Konstellation zur Vermeidung eines Teils der Stromsteuer herbei zu führen. Auch hier werden wir Sie durch unsere Tochtergesellschaft E.on Mitte Wärme GmbH gerne beratend unterstützen.
  • 3. Straßenbeleuchtung
1. Welche Leistungen bieten Sie zur Errichtung von Anlagen zur Straßenbeleuchtung?
E.on Mitte ist regionaler Dienstleister im Bereich Straßenbeleuchtung und bietet Ihnen:
- Netzplanung lichttechnische Berechnung
- Projektierung Lieferung
- Montage
für moderne und wirtschaftliche Straßenbeleuchtungsanlagen.
Die Dokumentation erfolgt in einem Geografischen Netzinformationssystem und einer Betriebsmitteldatenbank. Außerdem berücksichtigen wir den wirtschaftlichen und zukunftsorientierten Einsatz von Leistungsreduzierung und neuen Technologien wie z.B. LED-Leuchten.
2. Welche Leistungen bieten Sie für den Betrieb von Anlagen zur Straßenbeleuchtung?
Für den Betrieb, Instandhaltung und Wartung bieten wir das Produkt „Licht- Service" an. Vier verschiedene Leistungspakete (Service, Service Plus, Vollservice und Komfort) stehen mit unterschiedlichen Optionen zur Auswahl. Neben dem Betrieb berücksichtigen wir z.B. die Standsicherheitsüberprüfung, BGV-A3 Überprüfung oder die Störungsbeseitigung mit der Möglichkeit zur Online-Störungsmeldung durch die Bürger der Kommune. Die Wartung erfolgt als Turnuswartung. Innerhalb des Turnus werden alle Lichtpunkte einmal angefahren und überprüft. Somit werden Frühausfälle von Leuchtmitteln vermieden und eine hohe Qualität der kommunalen Straßenbeleuchtung sichergestellt.
3. Was bieten Sie zur Senkung der Kosten und zur Verbesserung der Energieeffizienz bei der Straßenbeleuchtung und welches Einsparpotenzial kann bei einer Modernisierung erzielt werden?
E.on Mitte bietet zur Verbesserung der Energieeffizienz bei der Straßenbeleuchtung ein bereits vielfach bewährtes Konzept zur Modernisierung des kompletten Leuchtenbestandes an. (Referenzen in der Region: Sinn, Dietzhölztal, Angelburg, Lollar, ...) Sie können wählen, ob dies als Instandhaltung sinvestition direkt oder über ein Energieeinspar-Contracting aus den Einsparungen finanziert werden soll. Wir übernehmen dabei die vollständige Durchführung der Sanierung einschließlich Bestandsaufnahme, Projektierung, Beleuchtungsplanung, Montage und Dokumentation. Selbstverständlich ist die Berücksichtigung ortsansässiger Installationsfirmen möglich. Als Ersatz für die vorhandenen Leuchtenaufsätze kommen spezielle Sanierungsleuchten mit modernster Spiegeloptik und hocheffizienten Natriumdampflampen zum Einsatz. Die vorhandenen Lichtpunkte bleiben im Prinzip unverändert. Die Finanzierung über ein Energieeinspar- Contracting ist so angelegt, dass die jährliche Rate etwa in Höhe der erzielten Energiekosteneinsparung liegt. So bleiben zwar die Aufwendungen für die Straßenbeleuchtung während der Contracting-Laufzeit gleich, die verbesserte Beleuchtung, Einsparungen bei der Wartung des komplett erneuerten Leuchtenbestandes und natürlich die C02-Einsparungen werden jedoch sofort wirksam. Die Vertragslaufzeit richtet sich bei diesem Modell nach dem errechneten Einsparpotenzial, das sich aus dem vorhandenen Leuchtenbestand ergibt.
Zur Modernisierung des von Ihnen angegebenen Leuchtenbestandes haben wir für Ihre Kommune folgendes Angebot ausgearbeitet:
- Die Jährliche Einsparung beträgt ca. 62.600 kWh
- dies entspricht einer Einsparung von ca. 311 CC>2-Emissionen pro Jahr.
- Bei einer Vertragslaufzeit von 13 Jahren
- beträgt die jährliche Contracting- Rate ca. 9.540,00 € zzgl. Umsatzsteuer
Selbstverständlich können wir Ihnen auch die Modernisierung mit modernen LED-Straßenleuchten anbieten. Allerdings liegen derzeit die Kosten für die Sanierungsleuchten noch deutlich über den aktuell eingesetzten Leuchten mit NAV-Technik. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein verbindliches Vertragsangebot, wenn Sie an dieser Contracting- Lösung mit LED-Technik interessiert sind.
4. Welche Angebote haben Sie zur Übernahme von kommunalen Straßenbeleuchtungsanlagen?
Für die Übernahme der Straßenbeleuchtungsanlagen bieten wir Ihnen unser Dienstleistungsprodukt „Licht-Lieferung" an. In diesem „Komplett-Paket" erwerben wir die vorhandenen Straßenbeleuchtungsanlagen in unser unterhaltungspflichtiges Eigentum, optional mit oder ohne Energielieferung und stellen die komplette Beleuchtung über die gesamte Vertragslaufzeit im Gemeindegebiet sicher.
Gerne unterbreiten wir Ihnen ein konkretes Angebot zur Lichtlieferung auf der Grundlage der exakten Daten über Zustand und Alter der Straßenbeleuchtungsmasten und Leuchten.
  • 4. Unterstützung bei Energieefiizienz und erneuerbaren Energien
1. Welche Unterstützung bieten Sie zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Umweltbilanz für unsere Kommune?
E.on Mitte hat eine gemeinnützige Gesellschaft EAM Energieeffizienz Aktiv Mitgestalten GmbH zur Förderung des Klimaschutzes in den Kommunen gegründet. Die EAM GmbH finanziert sich durch freiwillige Zuwendungen. E.on Mitte stellt als Ausgleich für Klimabeeinträchtigungen, die sie durch den Betrieb eigener Strom- und Erdgasnetze in den Kommunen verursacht, Fördermittel bereit. Die Höhe der Zuwendungen bemisst sich nach der Einwohnerzahl der beteiligten Kommunen im Fördergebiet und beträgt 1,00 € pro Jahr und Einwohner für Kommunen im Fördergebiet Strom und weitere 0,20 € pro Jahr und Einwohner für Kommunen im Fördergebiet Erdgas.
Gefördert werden konkrete Projekte von Einwohnern, Gewerbetreibenden, Vereinen und Institutionen zum effizienten Umgang mit Energie, zur Schonung der natürlichen Ressourcen sowie zur Verringerung von C02- Emissionen in den Kommunen, die Gesellschafter der EAM sind. Auch Projekte der Kommunen selbst sind förderfähig. Die Entscheidung über die Vergabe der Fördermittel erfolgt ausschließlich durch die kommunalen Gesellschafter der EAM.
Gesellschafter der EAM kann jede Kommune werden, in deren Gemeindegebiet E.on Mitte ein eigenes Strom- oder Erdgasnetz betreibt. Hierzu kann jede Kommune einen Geschäftsanteil für 100,- EUR erwerben. Diese Möglichkeit besteht auch für Ihre Kommunen. Die Kommunen haben von Anfang an ein verbrieftes Mehrheitsstimmrecht von 84 % und handeln gemeinsam als Mehrheitsgesellschafter.
2. Was bieten Sie zur Senkung der Kosten und zur Verbesserung der Energieeffizienz bei kommunalen Liegenschaften?
Gebäude-Energieausweis
Die Optimierung der Gesamtenergieeffizienz von kommunalen Gebäuden ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Der Gebäude-Energieausweis ist hierzu ein aussagefähiges Instrument und unterstützt die Kommune in ihrer Vorbildfunktion. E.on Mitte unterstützt das Erstellen von Gebäude- Energieausweisen für kommunale Liegenschaften mit einem speziellen Förderprogramm.
Standortbewertung und Bürgersolaranlage
Den Einsatz erneuerbarer Energiequellen, z. B. Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden, unterstützt E.on Mitte mit einer Standortbewertung. Unsere kommunalen Partner erhalten damit eine übersichtliche und nachvollziehbare Prioritätenliste, aus der hervorgeht, welche Gebäude für eine Photovoltaikanlage geeignet sind. Die Standortbewertung berücksichtigt die Ausrichtung, Neigung und Eindeckung des Daches. Ferner werden die Montagevoraussetzungen, der Wechselrichterstandort und der mögliche Einspeisepunkt untersucht. Daraus kann auch ein gemeinsames Projekt zu einer „Bürgersolaranlage" realisiert werden. Mit kompetenten Partnern haben wir bereits erfolgreich solche Bürgerbeteiligungen umgesetzt.
Energetische Gebäude Sanierung
Im Rahmen unseres neuen Geschäftsfeldes „Energetische Gebäudesanierung, welches derzeit entwickelt wird, erstellt E.on Mitte energetische Konzepte für kommunale Liegenschaften.
3. Welche Informations- und Beratungsangebote haben Sie für unsere Bürgerinnen und Bürger?
Mit einem Informations- und Ausstellungspaket unter dem Motto „Energieeffizienz lohnt sich" können Bürgerinnen und Bürger jeder Kommune im Netzgebiet der E.on Mitte vor Ort, z. B. im Foyer des Rathauses, zum effizienten Umgang mit Energie informiert und sensibilisiert werden. Am Beispiel einer Durchschnittsfamilie werden praxisnah und verständlich Energieeffizienzpotentiale aus allen Bereichen der privaten Energieanwendung aufgezeigt. Unseren kommunalen Partnern wird dabei von uns eine Ausstattung an Messgeräten und Lampenkoffern zum kostenlosen Ausleihen an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zur Verfügung gestellt. Beratungstage und ein Informationsabend vor Ort durch unsere Energieberater runden das Paket ab und bieten die Möglichkeit auf individuelle Fragen der Bürgerinnen und Bürger einzugehen.
Darüber hinaus präsentiert sich E.on Mitte bei zahlreichen kommunalen Messen und Ausstellungen in der Region und informiert Bürgerinnen und Bürgern zu den Themen Energieeffizienz, Klimaschutz und erneuerbare Energien.
4. Wie unterstützen Sie uns bei der Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung?
E.on Mitte als Netzbetreiber ist es durch die Gesetzgebung untersagt, Anlagen zur Energieerzeugung selbst zu bauen oder zu betreiben. Bei der Unterstützung von erneuerbaren Wärmeprojekten, stehen Ihnen die Dienstleistungen der E.on Mitte Wärme GmbH, einer 100%-igen Tochter der E.on Mitte, zu Verfügung. Zu dem Portfolio der E.on Mitte Wärme gehören unter anderem die Analyse, Beratung, Planung, Finanzierung, Projektentwicklung und Errichtung von Wärmeversorgungsanlagen (Solarenergie, Biomasse usw.). E.on Mitte Wärme unterstützt die Kommunen gerne bei entsprechenden Vorhaben. Das gesamte Spektrum der Leistungen wird auf der Internetseite www.eon-mitte-waerme.com ständig aktualisiert.
Für die Umsetzung von geeigneten Maßnahmen bietet E.on Mitte Wärme auch das Gesamtpaket z. B. für "Fertigwärme" in Form von Contracting an. Dieses Vertragsmodell umfasst die mittelbare oder unmittelbare Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb - bis hin zur späteren Entsorgung. Der jeweilige Kunde bezahlt hierbei für eine vertraglich fixierte Laufzeit - z.B. von 10 Jahren - einen festgelegten Grundpreis und einen mengenabhängigen Verbrauchspreis. Auch Lösungen mit reiner Betriebsführung durch die E.on Mitte Wärme GmbH sind möglich.
Für die Lieferung der optimierten Nutzenergie setzt E.on Mitte Wärme modernste Technologie und vielseitige Brennstoffe ein. Großer Nachfrage erfreuen sich z. B. die Bioerdgas-Blockheizkraftwerke, die sowohl den C02- Vorteil der nachwachsenden Rohstoffe als auch den zusätzlichen Energiegewinn aus der Kraft- Wärme- Kopplung in die Waagschale werfen können. Auch Holz kommt in den Projekten als Brennstoff zum Einsatz.
Neben den konventionellen Kesselanlagen (Niedertemperatur-, Brennwert-, Dampf- und Thermoölkessel) setzt E.on Mitte Wärme vermehrt die vorgenannten Motor-Blockheizkraftwerke, Gasturbinen und Mikrogasturbinen, Brennstoffzellen und Stirlingmotoren zur Kraft-Wärme-Kopplung ein.
Bei Vorliegen geeigneter Voraussetzungen baut und betreibt E.on Mitte Wärme auch Wärmeleitungen zur Verteilung der Wärme in der Fläche (Fernwärme- bzw. Nahwärmenetze).
5. Welche weiteren Dienstleistungen für unsere Kommune bieten Sie?
E.on Mitte und ihre Tochtergesellschaften möchten die Kommunen bei ihrem vielfältigen Engagement im Bereich der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes aktiv unterstützen. Für unsere Konzessionskommunen bieten wir daher ein breites Spektrum an Dienstleistungen, die zukünftig sicher noch ausgeweitet und angepasst werden:
- Bau, Sanierung, Betrieb oder Kauf der Straßenbeleuchtung (Abschnitt 3)
- Unterstützung bei der Planung dezentraler Erzeugungsanlagen
- Bau und Betrieb von Biogasanlagen und Bioerdgas- Blockheizkraftwerken
- Beratungen, Ausstellungen und Fachvorträge zu den Themen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien durch unsere Kommunalberater
- Bau- und Standortbewertung für Photovoltaik-Anlagen
- Energieanalysen für kommunale Liegenschaften
- Förderprogramm Gebäude-Energieausweis für öffentliche Gebäude
- Vermittlung weiterer Dienstleistungen aus dem Konzernverbund
  • 5. Beteiligungsmöglichkeiten
1. Beteiligung an Ihrem Unternehmen
Gibt es für uns die Möglichkeit sich direkt an Ihrem Unternehmen zu beteiligen?
Die Kommunen haben die Möglichkeit, Anteile der E.on Mitte AG von der E.on Energie AG zu erwerben und damit, wie die Landkreise, Anteilseigner von E.on Mitte zu werden.
Mit dieser Option könnten die Kommunen die Geschicke der E.on Mitte AG mitgestalten und direkt vom Unternehmenserfolg profitieren. Die Beteiligung an E.on Mitte beinhaltet nicht nur das streng regulierte Netzgeschäft. Neben dem Wasser- und Abwassergeschäft ist E.on Mitte mittels Beteiligungen im Vertrieb für Strom und Gas, in Projekten mit erneuerbaren Energien und in der Kraft-Wärme-Kopplung tätig.
Der Vorteil einer solchen Durchmischung von Geschäftsfeldern ist in der Ausgewogenheit von Chancen und Risiken zu sehen.
2. Weitere Beteiligungsmöglichkeiten
1. Gibt es weitere Beteiligungsmöglichkeiten?
Derzeit wird von kommunaler Seite oft der Wunsch nach einer Beteiligung an einer Netzgesellschaft geäußert. Diesen Wunsch wollen wir mit nachfolgendem Beteiligungsmodell aufgreifen.
Auf Wunsch der Kommunen bieten wir die gemeinsame Prüfung und Bewertung einer Netzeigentumsgesellschaft an, an der die Kommunen und E.on Mitte beteiligt wären. Die Netzeigentumsgesellschaft kauft in diesem Modell die Netze von E.on Mitte und pachtet diese anschließend an E.on Mitte zurück (Rückpachtmodell). Die Ergebnisse dieser Gesellschaft resultieren aus den Pachteinnahmen abzüglich Finanzierungskosten (Zinsen und Tilgung) Abschreibungen, Verwaltungskosten, usw..
Durch die Rückpacht bleibt E.on Mitte der überregionale Netzbetreiber und sichert derzeit vorhandene Synergien im Netzbetrieb. Die operativen Betreiberrisiken verbleiben damit bei E.on Mitte.
Alternativ prüfen wir derzeit eine gemeinsame Aktivität im Bereich erneuerbare Energien. E.on Mitte Wärme und E.on Mitte Natur verfügen über entsprechende Erfahrungen. Hier werden lokale Energieprojekte in einer gemeinsamen Projektgesellschaft realisiert.
Dabei können die Kommunen nicht nur maßgeblich das Geschäftsvolumen mitbestimmen, auch die Zielrenditen, und damit welche Projekte in die engere Wahl kommen, wären bei kommunaler Mehrheit durch die Kommunen festzulegen. Auch könnten hier die relativ günstigen kommunalen Darlehen zum Tragen kommen. Der Aspekt eines möglichen steuerlichen Querverbundes ist im Einzelfall zu prüfen.
2. Wie sind die Eigentums- und Mehrheitsverhältnisse bei Ihrem Modell?
Die Eigentums- und Mehrheitsbeteiligungen sind in unserem Modell nicht vorgegeben. Diese sind unter Berücksichtigung der Chancen- und Risikenverteilung miteinander zu vereinbaren.
3. Welche Chancen ergeben sich durch die Beteiligung für unsere Kommune?
Die Kommunen sind gesellschaftsrechtlich am Netzeigentum beteiligt und können neben der Konzessionsabgabe mit dem eingesetzten Kapital möglicherweise zusätzliche Mittelrückflüsse erwirtschaften.
Das heutige E.on Mitte Netzgebiet bleibt mit allen betrieblichen Vorteilen und Synergien zusammenhängend erhalten, ebenso das einheitliche Netzentgelt.
4. Welche Risiken ergeben sich durch die Beteiligung für unsere Kommune?
Durch die Übernahme des Netzes entstehen neben den Folgeinvestitionen zum Erhalt des Netzes auch sog. Pflichtinvestitionen aus dem Erneuerbare Energien gesetz (EEG) und neuen Technologien (Smart Grid), die von der Gesellschaft zu finanzieren sind. Dazu müssen in der Zukunft die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden. Der Netzkauf ist also nur die „erste" Investition.
Eigentümer von Netzgesellschaften können die von der Bundesnetzagentur festgelegten Eigenkapitalzinssätze nicht mit ihren Renditeerwartungen direkt gleich setzen. Abgesehen davon, dass von dieser Verzinsung noch Unternehmenssteuern zu zahlen sind, wirkt der so genannte Zeitversatz negativ. Investitionen die heute zu tätigen sind, werden nach den Vorgaben der Anreizregulierung erst in künftigen Regulierungsperioden über Netzentgelte anerkannt. Anerkannte Gutachten (BDEW) belegen, dass für Neuinvestitionen maximal 4 - 5 % Rendite nach Steuern zu erwarten ist.
Finanziert die Gemeinde das in die Netzgesellschaft einzubringende Eigenkapital über Darlehen, müssen davon noch die Finanzierungskosten abgezogen werden.
5. Wie und in welchem Umfang werden die Arbeitsplätze für den Netzbetrieb in der Region gesichert? (Position 3)
Zurzeit stellen über 18 hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter der E.on Mitte AG den Netzbetrieb in den Kommunen Bad Endbach, Breidenbach, Dautphetal, Gladenbach, Steffenberg und Lohra sicher.
Bei Abschluss eines Konzessionsvertrages und der Fortführung der bewährten Partnerschaft garantiert E.on Mitte den Erhalt dieser Arbeitsplätze.
Für den Fall der Gründung einer Netzeigentums gesell schaff mit Verpachtung an E.on Mitte ist die Sicherung der Arbeitsplätze möglich.
  • 6. Sonstige Leistungen und Informationen
1. Wie hoch ist der Wertbeitrag für die Region aus der Strom- (und Erdgas) Versorgung?
Der Wertbeitrag für eine Region setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zum einen sind dies direkte Zahlungen wie z.B. die Gewerbesteuer, Konzessionsabgabe und die Beauftragung lokaler Unternehmen (z.B. Straßenbauarbeiten usw.), zum anderen indirekte Beiträge wie Gehaltszahlungen an Mitarbeiter aus einer Region.
Direkte Zahlungen aus 2009
- Konzessionsabgabenzahlung an alle 6 Kommunen: ca. 1.400.000 €
- Gewerbesteuerzahlung an alle 6 Kommunen: 137.000 €
(Konzessionsabgabenzahlung an Kommunen im LK Marburg-Biedenkopf: ca. 4.670.000 €)
(Gewerbe Steuerzahlung an Kommunen im LK Marburg-Biedenkopf: 770.000 €)
Dividendenzahlung an den Landkreis Marburg-Biedenkopf: ca. 2.500.000 € (Aus Beteiligung an E.on Mitte), einmaliger Sondereffekt in 2009 enthalten
Auftragsvolumen in allen 6 Kommunen: ca. 520.000 € (überwiegend Fremdleistungen und Investitionen)
Löhne und Gehälter für Mitarbeiter aus der Region: ca. 1.380.000 €
Wertbeitrag für die gesamte Region der E.on Mitte
Der Investitions- und Erhaltungsaufwand in die Versorgungsanlagen der E.on Mitte betrug im Jahr 2009 fast 50 Mio. EUR und diente dem Ausbau und der Instandhaltung unserer Anlagen im gesamten Netzgebiet.
Viele Wertbeiträge lassen sich nicht auf regionale Bereiche abgrenzen, bzw. fließen indirekt und können nicht genau ermittelt werden. Für 2009 haben wir die Wertschöpfungskette, die wir als Beitrag für die Region verstehen (gesamtes E.on Mitte Netzgebiet), exemplarisch in dem nachfolgenden Tortendiagramm dargestellt:
Zinsen <1%,1 Mio.€
Dividende an Kommunale Aktionäre 5%, 12 Mio. €
Konzessionsabgaben 15%, 41 Mio. €
Personal 43%, 113 Mio.€
Steuern 13%, 34 Mio. €
Dividende an E.on Energie AG 12, 4%, 33 Mio.€
Fremdleistungen/Investitionen mit Auftragnehmern im Versorgungsgebiet 12,0%,32Mio.€
Wertbeiträge für die gesamte Region von E.on Mitte in 2009
Das Diagramm macht deutlich, dass wir bereits über die Lohn- und Gehaltszahlungen in Höhe von 113 Mio. € an unsere Mitarbeiter, die mit ihren Familien in der Region arbeiten und leben, nicht nur einen Wirtschaftsfaktor darstellen. Dahinter stehen letztendlich die Familien. Auch unsere Dienstleistungen die wir fremd beziehen, werden zu einem erheblichen Umfang aus der Region erbracht. Diese reichen von der Bewirtschaftung unserer großen Kantinen, hin bis zu den Fremdleistungen im z.B. dem Bausektor und Investitionen in unsere Netze und stellen mit 12% (32 Mio. €) einen erheblichen Wertbeitrag dar - dahinter stehen, postleitzahlenscharf, lokale Firmen und Handwerker.
An dieser Stelle müssen auch die vielen Mitarbeiter, sei es aus dem E.on- Konzern oder anderer Unternehmen, erwähnt werden, die im Rahmen von Dienstleistungen (z.B. Forderungsmanagement, IT- Dienstleistungen, hier vor Ort arbeiten, leben und mit Ihrem Gehalt zur Wertschöpfung beitragen. Obwohl die Firmensitze also nicht hier in der Region sind, wird somit die Region unterstützt.
Im Ergebnis bleiben insgesamt rd. 88% unserer Wertschöpfung in der Region und nur 12% wird als Dividende an unseren Mehrheitsgesellschafter abgeführt.
2. Welche maßgeblichen Herausforderungen sehen Sie für den Netzausbau und den Netzbetrieb in den nächsten Jahren?
Energie Situation:
Die Energiebranche sieht sich derzeit mit den größten Herausforderungen seit ihrem Bestehen konfrontiert. Verknappung von Ressourcen, Verantwortung für den Klimaschutz und die Verbesserung der Effizienz in allen Bereichen der Energieverwendung sind nur einige der Randbedingungen, die das zukünftige Handeln im Energiebereich beeinflussen werden. Dabei gilt es, in unserer hoch industrialisierten Volkswirtschaft, stets eine sichere Versorgung mit elektrischer Energie zu gewährleisten.
Regulierung:
Neben der Vorgabe einer Trennung von Netz und Vertrieb durch das Energiewirtschaftsgesetz erfolgt die Festlegung der Rechte und Pflichten der Netzbetreiber durch die Bundesnetzagentur, die das Ziel verfolgt, die Netzentgelte zu senken. Netzbetreiber erhalten seit Januar 2009 von der Regulierungsbehörde Vorgaben zur Steigerung ihrer Effizienz. Anhand dieser werden die maximal zulässigen Erlöse der Netzbetreiber jährlich um vorgegebene Prozentsätze abgesenkt. Dadurch sollen die Netzentgelte weiter kontinuierlich reduziert werden. Die sinkenden Einnahmen durch die Reduzierung der Netzentgelte bedeuten einen wachsenden finanziellen Druck für die Netzbetreiber. Gleichzeitig wird durch die zunehmende Regulierung die Komplexität des Netzbetriebes weiter zunehmen. Denn trotz aller Effizienzmaßnahmen darf die Qualität der Versorgung nicht leiden.
Das heißt: Mehr denn je sind große technische Professionalität, langjährige Erfahrung und Kenntnis der Region vom Netzbetreiber gefordert, um diesen Anforderungen zu entsprechen. Die Schaffung kleinflächiger Insellösungen läuft diesen politischen Vorgaben entgegen. Denn dies würde zu Kostensteigerungen beim Netzbetrieb und damit auch bei den Netzkunden führen, ohne dass sich dadurch die Versorgungssicherheit oder -Zuverlässigkeit verbessert.
Netzausbau:
Alle Netzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien vorrangig an das Stromnetz anzuschließen und für den Anschluss erforderliche Netzausbauten unter Berücksichtigung der gesetzlichen Regelungen vorzunehmen. Auf die Leistung und Anzahl der zusätzlich an das Stromnetz anzuschließenden Anlagen hat der Netzbetreiber keinen Einfluss. Vielmehr sind für die Investoren planerische und genehmigungsrechtliche Kriterien ausschlaggebend, auf die allenfalls die Kommunen über die politischen Entscheidungswege Einfluss nehmen können. Der weitere Zubau von Anlagen aus erneuerbaren Energien ist also von den Randbedingungen für die Nutzung erneuerbarer Energien und nicht von der Netzinfrastruktur oder dem Netzbetreiber abhängig.
Intelligente Stromnetze:
Der notwendige weitere Ausbau dezentraler, erneuerbarer Energiequellen stellt daher zusätzliche Anforderungen an die Versorgungssysteme. Bisher hatten die Stromnetze nur die Aufgabe, die an anderer Stelle erzeugte Energie zu den Verbrauchern zu liefern. Die stark wachsende dezentrale Energieerzeugung führt dazu, dass bisherige Verbraucher immer mehr zu Einspeisern und bisherige Verteilnetze auch zu Einspeisenetzen werden. Durch diese zusätzlichen Aufgaben müssen die Stromnetze vermehrt auch intelligente Funktionen übernehmen. Die zukünftigen Anforderungen werden mit den Begriffen „Smart Grid" (intelligente Stromnetze), „Smart Meter" (intelligente Zähler) oder „virtuelle Kraftwerke" beschrieben.
Sowohl die Netzerweiterungen und - Verstärkungen zur Aufnahme der erneuerbaren Energien als auch der Aufbau der zusätzlichen Kommunikationsinfrastruktur in den nächsten Jahren erfordern erhebliche zusätzliche Investitionen. Nur mit einer möglichst übergreifenden, strategischen Netzplanung und der Implementierung einheitlicher, effizienter Systeme in der Datenkommunikation kann es gelingen, die technischen Herausforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die Kosten im Interesse der Kunden im Rahmen zu halten.
Der Demografische Wandel wird mittelfristig, insbesondere im ländlichen Raum, zusätzliche Anstrengungen erfordern, um ein einheitliches Niveau in der Versorgungs-Infrastruktur sicher zu stellen.
Rekommunalisierung:
Die Stadt-Land-Solidarität hinsichtlich Versorgungsqualität und Energiekosten war von Anfang an Grundprinzip bei E.on Mitte und sollte unbedingt zur Wahrung der Chancengleichheit in den stark unterschiedlich strukturierten Regionen des Netzgebietes erhalten bleiben. Investitionen in die Überlandnetze und die örtlichen Stromnetze erfolgen stets entsprechend der lokalen Leistungsanforderungen und technisch-wirtschaftlicher Kriterien. Das Herauslösen einzelner Kommunen aus dem bisherigen Verbund führt zu einem „Flickenteppich" im Netzgebiet. Echte Synergieeffekte im operativen Netzbetrieb und in der strategischen, regionalen Netzplanung werden vernichtet. Vor dem Hintergrund sinkender Netznutzungsentgelte durch die Anreizregulierung bewirkt das Aufbrechen zusammenhängender Netzgebiete zwangsläufig eine Verschlechterung der Effizienz, was grundsätzlich volkswirtschaftlich nicht sinnvoll ist und auch in der Region zu Nachteilen führt:
- Bisher stark verdichtete Versorgungsbereiche in Stadtgebieten werden durch deren Netzerwerb im Umland in ihrer Struktur ungünstiger, was mittelfristig zu steigenden Netznutzungsentgelten führt
- Bisher sehr durchmischte Versorgungsbereiche in größeren Regionen werden durch Verlust der besser strukturierten Gebiete in Stadtnähe noch ungünstiger, was ebenfalls zu steigenden Netznutzungsentgelten führt.
Der Erwerb von Netzeigentum schafft keinen Vorteil beispielsweise für den Ausbau erneuerbarer Energien, sondern würde Kapital binden und den Spielraum für eigene Investitionen der Kommunen in dezentrale Stromerzeugungsanlagen oder Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz einengen.
3. Welche weiteren Dienstleistungen für unsere Kommune bieten Sie?
E.on Mitte und ihre Tochtergesellschaften möchten die Kommunen bei ihrem vielfältigen Engagement im Bereich der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes aktiv unterstützen. Für unsere Konzessionskommunen bieten wir daher ein breites Spektrum an Dienstleistungen, die zukünftig sicher noch ausgeweitet und angepasst werden:
- DSL-Versorgung in Verbindung mit kompetenten Partnern und verschiedenen Technologien,
- Unterstützung bei der Planung dezentraler Erzeugungsanlagen
- Bau und Betrieb von Biogasanlagen und Bioerdgas- Blockheizkraftwerken
- Nahwärmeversorgung
- Wasserversorgung, Abwasser
- Vermittlung weiterer Dienstleistungen aus dem Konzernverbund

Vertrag E.ON Mitte AG (20.01.2011)

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Stadtwerke Marburg GmbH

Beantwortung durch: Stadtwerke Marburg GmbH, Marburg, den 28. April 2010

  • 1. Allgemeine Daten zum Unternehmen
1. Kontaktdaten: Stadtwerke Marburg GmbH, Am Krekel 55, 35039 Marburg, www.stadtwerke-marburg.de
2. Netzgebiet: Größe in km2: 124 km2, Anzahl Kommunen: 1, Anzahl Landkreise: 1
3. Netzlängen: Niederspannung (Ortsnetze): 446,3 km, Mittelspannung: 160,9 km, Erdgasleitungen: 206,67 km
4. Versorgungsanlagen (Anzahl): Umspannwerke: 1, Schaltstationen, Ortsnetzstationen: 205 Kundenanschlüsse Strom: 32.131
5. Belegschaft (Anzahl): Mitarbeiter (Strom und Erdgas) 102, Auszubildende / Ausbildungsquote 15/14,7%
6. Spezifische Kennwerte: Bietergemeinschaft
- Besiedlungsdichte: (Einwohner pro km2) 715 Einw./km2
- Versorgungsdichte (Strom) (Niederspannungsanschlüsse pro km Niederspannungsnetzlänge) 71,8 Anschlüsse je km
- Mitarbeiterquote (Einwohner pro Mitarbeiter für Strom und Gas) 869,84 Einw. / pro Mitarbeiter
7. Geschäftsfelder
Die Stadtwerke Marburg GmbH ist in den Geschäftsfeldern Strom-, Gas-, Wasser-Wärmeversorgung, Straßenbeleuchtung, Datennetz (City-Net, WDSL), Nahverkehr, Parkraumbewirtschaftung, Stadtentwässerung, Hausmüll- und Gewerbeabfallentsorgung, Abwasserentsorgung, Tiefbau, Immobilienwirtschaft sowie dem Betrieb von Erdgas- Biomethanol- und Rapsöltankstellen und einer Kompostierungsanlage tätig.
8. Eigentümerstruktur
100 %ige Beteiligung der Stadt Marburg
9. Geschäftszahlen (Vorjahr): 2008
- Umsatzerlöse: 104,0 Mio. €,
- Jahresüberschuss: 3,9 Mio. €,
- Investitionen in Sachanlagen: 8,7 Mio. €,
- Bilanzsumme: 82,6 Mio. €,
- Anlagevermögen:62,0 Mio. €
  • 2. Leistungen des Konzessionsvertrages
1. Was sind die grundsätzlichen Leistungen Ihres Konzessionsangebotes?
Die Leistungen unseres Konzessionsangebotes beinhalten als Standard:
- Die Sicherstellung und Unterhaltung des Stromverteilnetzes der allgemeinen Versorgung Ihrer Gemeinde durch vielfältige Instandhaltungs- und Investitionsmaßnahmen.
- Die Gewährleistung der allgemeinen Anschlusspflicht nach § 18 EnWG an das Stromverteilnetz der allgemeinen Versorgung Ihrer Gemeinde. Dies umfasst insbesondere die Sicherstellung des Anschlusses und der Integration von dezentralen Erzeugungsanlagen nach den gesetzlichen Vorgaben des EEG und KWKG.
- Die Zahlung der höchstmöglichen Konzessionsabgabe.
- Die Gewährung eines Kommunalrabattes.
- Die frühzeitige Information Ihrer Gemeinde über Baumaßnahmen und Bauvorhaben der Stadtwerke Marburg GmbH.
Über diese genannten allgemein anerkannten Standardleistungen hinaus bieten wir Ihnen in unserem Wegenutzungsvertrag:
- Das Angebot zwischen einer Vertragslaufzeit von 5 bis 20 Jahren zu wählen.
- Die Zahlung der Konzessionsabgabe an Ihre Gemeinde in vierteljährlichen Abschlagszahlungen.
- Die Vorlage eines Wirtschaftsprüfertestats über die Ordnungsmäßigkeit der Abrechnung Ihrer Konzessionsabgabe.
- Die Unterstützung Ihrer Gemeinde bei der Erstellung eines Energiekonzeptes.
- Die Sicherstellung und Wahrung der kommunalen Einflussmöglichkeiten durch die Einrichtung eines Energiebeirates.
- Die vertragliche Verankerung einer klaren Endschaftsregelung.
Weiterhin beinhaltet unser Konzessionsangebot folgende konkreten Mehrwerte für Ihre Gemeinde, die in unserem Wegenutzungsvertrag vertraglich fixiert sind:
- Die Zusicherung und Sicherstellung des Ausbaus des Stromverteilnetzes Ihrer Gemeinde zur Erhöhung der Anschlussmöglichkeiten für dezentrale Erzeugungsanlagen.
- Die kostenlose Bereitstellung erforderlicher Daten zur Umsetzung eines kommunalen Energie- und Umweltkonzeptes.
- Die Möglichkeit der Inanspruchnahme finanzieller Förderungen der Stadtwerke Marburg GmbH zur Umsetzung eines kommunalen Energie- und Umweltkonzeptes im Rahmen des gesetzlich Zulässigen.
- Die Einräumung eines Sonderkündigungsrechts für Ihre Gemeinde bei einer Änderung des beherrschenden Einflusses der Stadtwerke Marburg GmbH durch ein anderes Unternehmen (Change of Control- Klausel).
- Die Möglichkeit der Vermittlung und Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungsangebote der Stadtwerke Marburg GmbH.
- Die Kostentragung aller mit dem Vertragsabschluss verbundenen Kosten, wie beispielsweise Gebühren, Steuern und sonstiger Abgaben.
- Die kostenlose Bereitstellung von erforderlichen Daten des Stromverteilnetzes Ihrer Gemeinde zur sachgerechten Ermittlung eines Übernahmeentgelts spätestens zwei Jahre vor Ablauf der Vertragslaufzeit.
- Keine Folgekosten für Ihre Gemeinde bei von Ihnen veranlassten Netzverlegungen, sofern nicht Dritte Ihrerseits verpflichtet werden können.
- Die Zusicherung einer Gewährleistungsfrist von 6 Jahren im Rahmen von Baumaßnahmen, die die gesetzliche Verjährungsfrist übersteigt.
- Die Einrichtung eines Beschwerdemanagements.
- Die Zusicherung eines regelmäßigen Informationsaustauschs über den Zustand des Stromverteilnetzes Ihrer Gemeinde.
- Eine individuelle Beteiligungsmöglichkeit Ihrer Gemeinde an einer interkommunalen Kreisnetzgesellschaft und hierdurch die Möglichkeit der Teilhabe an Renditen aus dem Betrieb des Stromverteilnetzes der allgemeinen Versorgung Ihrer Gemeinde.
2. Was ist Ihre grundsätzliche Zielsetzung als Netzbetreiber?
Das erklärte Ziel unseres Handelns als Netzbetreiber ist der sichere, zuverlässige, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Betrieb von Stromverteilnetzen der allgemeinen Versorgung. Diese Zielsetzung umfasst insbesondere die Förderung und Erhöhung des Anteils von regenerativ erzeugtem Strom in unserem Stromverteilnetz. Darüber hinaus liegt der Fokus unserer Tätigkeiten in der aktiven Unterstützung und Förderung unserer Konzessionsgeber, um Ihnen ausreichend Möglichkeiten und Hilfestellungen zur Steigerung Ihrer Energieeffizienz und der Reduzierung Ihrer Energiekosten zu geben.
3. Ist in Ihrem Unternehmen die Trennung von Netz und Vertrieb bereits vollzogen?
Ja, in Form der konsequenten Umsetzung und Überwachung der gesetzlichen Vorgaben der informatorischen und buchhalterischen Entflechtung nach § 9 und 10 EnWG zur Gewährleistung der gesetzlich geforderten Transparenz sowie der diskriminierungsfreien Ausgestaltung und Abwicklung unseres Netzbetriebs. Die Stadtwerke Marburg GmbH ist aufgrund der Unterschreitung des Grenzwertes von 100.000 Kunden von den Verpflichtungen der rechtlichen (§ 7 EnWG) und der operationellen Entflechtung (§ 8 EnWG) bislang befreit; die Stadtwerke Marburg GmbH haben die gesellschaftsrechtliche Ausgründung Ihres Netzbetriebs jedoch bereits vorbereitet.
4. Wurde Ihr Konzessionsvertrag von einer externen Stelle geprüft?
Der Entwurf unseres Wegenutzungsvertrages wurde bereits eingehend von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei überprüft.
5. Wie gewährleisten Sie die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung?
Unsere technische Kompetenz und betriebliche Leistungsfähigkeit unseres Stromnetzbetriebs gewährleisten wir durch einen geeigneten Organisationsaufbau und -ablauf, den wir zudem in einem extern geprüften Betriebshandbuch dokumentiert haben.
Die Eckpfeiler unserer technischen und betrieblichen Leistungsfähigkeit sind dabei:
- eine 24 Std. besetzte Netzleitstelle
- ein 24 stündiger Entstörungsdienst
- ein 24 stündiger Rufbereitschaftsdienst
- schnelle Reaktionszeiten
- ein eigener Kabelmesswagen
- u.a.m.
Die Stadtwerke Marburg GmbH ist mit dem Standort Marburg bereits im Landkreis vertreten, so dass aufgrund der kurzen Entfernungswege zu den möglichen Einsatzorten schnelle Reaktionszeiten in jedem Fall gewährleistet werden können.
Zudem wurde der Stadtwerke Marburg GmbH die technische, wirtschaftliche und personelle Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit zum Betrieb eines Stromverteilnetzes durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung durch die Erteilung einer Genehmigung nach § 4 EnWG attestiert. Diese Genehmigung haben wir Ihnen bereits im Rahmen unserer Bewerbung zukommen lassen.
6. Wie stellen Sie im Katastrophenfall die Aufrechterhaltung bzw. die Wiederherstellung der Stromversorgung sicher?
Bei der Stadtwerke Marburg GmbH sind dauerhaft drei Rufbereitschaften (Niederspannung, Mittelspannung, Straßenbeleuchtung) im 24 Std. Dienst tätig, um Störungen des Netzbetriebs kurzfristig innerhalb kürzester Zeit beheben zu können. Unsere überdurchschnittlich schnellen Reaktionszeiten erklären sich vor allem durch die sehr guten Netz- und Ortskenntnisse unserer regional ansässigen Mitarbeiter.
7. Welche Erfahrung haben Sie mit dem Betrieb von Netzen mit ländlicher Struktur? Wie ist Ihre Organisation als Netzbetreiber in der Fläche vorgesehen?
Als Netzbetreiber im Landkreis Marburg-Biedenkopf verfugen wir naturgemäß über sehr gute Kenntnisse und Erfahrungen im Betrieb von Stromverteilnetzen in ländlicher Umgebung (auch Gaskonzession in der Gemeinde Ebsdorfergrund und Betrieb von Arealnetzen in mehreren Kommunen des Landkreises zur Wärmeversorgung). Ein nicht unerheblicher Teil der Stromverteilnetze der angrenzenden Ortsteile der Stadt Marburg weist eine ländliche Struktur auf, so dass wir bereits langjährige Erfahrungen im Betrieb von Stromverteilnetzen dieser Strukturklasse aufweisen. Zudem stammt der Großteil unserer Mitarbeiter aus den Umlandgemeinden der Stadt Marburg und der Stadt Biedenkopf, so dass wir bereits über sehr gute Ortskenntnisse Ihres Konzessionsgebietes durch unsere vor Ort wohnhaften Mitarbeiter verfugen.
Unser erweitertes Netzgebiet wird im Rahmen einer klaren Bezirksorganisation, in dessen Mittelpunkt die Betriebsstätte in Marburg liegt, weiter aufgegliedert. Die einzelnen Bezirksregionen werden von jeweils vor Ort ansässigen, zuständigen Mitarbeitern betreut, um auf diesem Weg eine kompetente, ortskundige Betreuung und vor allem schnelle Reaktionszeit in Störungsfällen in jedem Fall zu gewährleisten.
8. Wie viele Arbeitsplätze planen Sie zur umfassenden Durchführung des Netzbetriebs im Altkreis Biedenkopf (Bad Endbach, Breidenbach, Dautphetal, Gladenbach und Steffenberg) und der Gemeinde Lohra? Wie viele dieser Arbeitsplätze richten Sie in diesem Netzgebiet ein und wie viele Arbeitsplätze außerhalb und wo?
Die bereits vorhandene Betriebsstätte der Stadtwerke Marburg GmbH wird mit der Erweiterung der Netzbetriebs- und Führungsaufgaben um voraussichtlich 10 neue Mitarbeiter verstärkt werden. Die Stadtwerke Marburg GmbH erklärt sich zudem bei Bedarf bereit, wechselseitig die Mitarbeiter des bisherigen Konzessionsnehmers im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zum Betriebsübergang nach § 613 a BGB zu übernehmen und in die Betriebsstätte Marburg zu integrieren.
9. Wie werden Sie den Netzbetrieb vor Ort sicherstellen?
Durch unsere klare Bezirksorganisation und einer hiermit verbundenen konkreten Mitarbeiterzuordnung können wir unsere Präsenz vor Ort in jedem Fall gewährleisten. Durch unsere vor Ort wohnhaften Mitarbeiter kann zudem eine überdurchschnittliche Reaktionszeit in Störungsfällen sichergestellt werden. Darüber hinaus erfolgt eine permanente Überwachung der Funktionsweise der Stromverteilnetze sowie der Mittelspannungstransformatoren der einzelnen Bezirksregionen durch modernste Fernwirktechnik durch unsere Netzleitstelle, welche durchgängig 24 Stunden besetzt ist.
10. Wie stellen Sie dauerhaft die technische Kompetenz bei Ihren Mitarbeitern sicher?
Die Gewährleistung und Sicherstellung der fachlichen Qualifikation unserer Mitarbeiter hat für uns höchste Priorität. Durch die regelmäßige Durchführung von Unterweisungen, Schulungen und Aus- und Weiterbildungen unter strengster Beachtung der Vorgaben des technischen Regelwerks, stellen wir sicher, dass unsere Mitarbeiter laufend über die aktuellen technischen Entwicklungen und die neuen gesetzlichen Vorgaben informiert sind. Zudem ist die Teilnahme und Durchführung dieser Personalentwicklungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter in unserem Betriebshandbuch von den jeweiligen Führungskräften zu kontrollieren und zu dokumentieren.
11. Wie hoch ist die Konzessionsabgabe?
Nach § 6 unseres Wegenutzungsvertrages bieten wir Ihnen die Zahlung der gesetzlich höchstzulässigen Konzessionsabgabe an.
Die höchstzulässige Konzessionsabgabe beträgt derzeit nach der geltenden Fassung der Konzessionsabgabenverordnung:

- 1,32 € Cent je kWh für Stromlieferungen an Tarifkunden im Sinne der Konzessionsabgabenverordnung.
- 0,11 € Cent für Stromlieferungen an Sondervertragskunden im Sinne der Konzessionsabgabenverordnung.
- 0,61 € Cent für Stromlieferungen, die im Rahmen eines Schwachlasttarifs nach § 9 der Bundestarifordnung Elektrizität oder dem Schwachlast entsprechenden Zone eines zeitvariablen Tarifs (Schwachlaststrom) erfolgen.
Des Weiteren haben wir uns nach § 6 Abs. 1 unseres Wegenutzungsvertrages bereit erklärt, künftige neue gesetzliche Regelungen zur Abgrenzung zwischen Tarif- und Sondervertragskunden im Sinne der Konzessionsabgabenverordnung unmittelbar bei der Zahlung Ihrer Konzessionsabgabe anzuwenden.
12. Wie sind Ihre Zahlungsbedingungen für die Konzessionsabgabe?
Wir zahlen Ihnen die Konzessionsabgabe in vierteljährlichen Abschlagszahlungen jeweils zum 0l. April, 0l. Juli, 0l. Oktober und 0l. Januar eines Kalenderjahres für das vorangegangene Quartal. Die Höhe dieser Abschlagszahlungen beträgt dabei ein Viertel des Betrages der letzten Schlussabrechnung des letzten abgeschlossenen Kalenderjahres.
Die endgültige Berechnung und Zahlung der Konzessionsabgabe erfolgt nach dem Schluss eines Kalenderjahres. Unterschiedsbeträge zwischen den Abschlagszahlungen und der Schlussrechnung werden wir mit der auf die Schlussrechnung folgenden Abschlagszahlung saldieren.
Die unserer Berechnung zugrunde liegenden Daten und die Ermittlung der Konzessionsabgabe werden wir Ihnen klar, eindeutig und nachvollziehbar in der Schlussrechnung darstellen.
Darüber hinaus bieten wir Ihnen einen Nachweis für die Ordnungsmäßigkeit unserer Konzessionsabgabenberechnung durch die Vorlage eines Testats eines Wirtschaftsprüfers.
13. Welche Vorteile gewähren Sie für den Eigenverbrauch unserer Kommune?
Wir bieten Ihnen einen Preisnachlass für Ihren in Niederspannung abgerechneten Eigenverbrauch in Höhe von 10 % des Rechnungsbetrages für den Netzzugang, folglich auf die Netznutzungsentgelte (Arbeitspreis, Grundpreis bzw. Leistungspreis). Zudem haben wir in § 8 unseres Wegenutzungsvertrages vertraglich festgelegt, dass im Falle künftiger neuer gesetzlicher Regelungen, die einen höheren Preisnachlass erlauben, diese zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Anwendung gelangen werden.
14. Wie lange ist die Laufzeit?
Wir bieten Ihnen in Konkretisierung unseres Wegenutzungsvertrages, die Möglichkeit eine Laufzeit von 5 bis 20 Jahren zu vereinbaren.
15. Wie lange ist die Gewährleistungsfrist bei Baumaßnahmen?
Die Gewährleistungsfrist der Stadtwerke Marburg GmbH Ihnen gegenüber für Arbeiten an den öffentlichen Verkehrswegen oder sonstigen Grundstücken der Gemeinde beträgt 6 Jahre und übersteigt somit die gesetzlich vorgegebene Verjährungsfrist.
Darüber hinaus verpflichten wir uns Ihnen gegenüber in Konkretisierung unseres Wegenutzungsvertrages, die Mängelbeseitigung im Rahmen von Baumaßnahmen grundsätzlich innerhalb von 10 Wochen nach Durchführung der Abnahme vorzunehmen.
16. Wie werden die Kosten bei den von unserer Kommune verursachten Netzumlegungen behandelt (Folgekosten)?
Die Stadtwerke Marburg GmbH verpflichtet sich gemäß § 14 unseres Wegenutzungsvertrages die Kosten für Änderungen oder Sicherungen von Anlagen des Stromverteilnetzes Ihrer Gemeinde (so genannte Folgekosten) in vollem Unfang zu erstatten soweit nicht Dritte an den Kosten der Maßnahmen beteiligt sind.
Folglich entstehen Ihrer Gemeinde im Rahmen von Ihnen verursachten notwendigen Umverlegungsmaßnahmen keine Kosten.
17. Wie erfolgt die terminliche und fachliche Abstimmung bei Baumaßnahmen?
Wir werden Sie spätestens vier Wochen vor Baubeginn einer Baumaßnahme schriftlich unter der Vorlage von erforderlichen Bauleitplänen informieren bzw. die zuständige Tiefbauabteilung Ihrer Gemeinde. Im Anschluss daran, erfolgt in enger Abstimmung mit Ihnen eine Baustelleneinweisung. In den Ausnahmefällen von Störungen und Gefahr im Verzug werden wir Sie naturgemäß unverzüglich nachträglich informieren.
Darüber hinaus werden wir Sie nach § 13 unseres Wegenutzungsvertrages über jegliche neue Bauvorhaben sowie alle übrigen Bauvorhaben an bestehenden Anlagen des Stromverteilnetzes spätestens einen Monat vor dem beabsichtigten Baubeginn schriftlich und unter Vorlage von erforderlichen Bauleitplänen informieren, sofern Ihre Interessen hierdurch beeinträchtigt werden könnten. In diesen Fällen geben wir Ihnen zudem die Gelegenheit Änderungswünsche anzubringen, die unter der Prämisse der betriebswirtschaftlichen und technischen Durchführbarkeit von der Stadtwerke Marburg GmbH selbstverständlich berücksichtigt werden.
18. Wie erfolgt die Beteiligung der Kommune hinsichtlich energiewirtschaftlicher und -politischer Fragen?
Wir werden gemeinsam mit Ihnen nach § 10 unseres Wegenutzungsvertrages einen Energiebeirat gründen. Die Besetzung dieses Beirates erfolgt ausdrücklich im beiderseitigen Einvernehmen. Dieses Gremium wird dem Informationsaustausch zu energiewirtschaftlich relevanten Themen sowie der Sicherstellung des kommunalen Einflusses dienen. Dieses Forum kann zusätzlich für die Koordination und Weiterentwicklung Ihres kommunalen Energie- und Umweltkonzeptes genutzt werden. Demzufolge verfügen Sie durch diesen Beirat über eine ausgezeichnete Möglichkeit, Ihre Interessen und Anliegen einzubringen und umzusetzen.
19. Wie stellen Sie den erforderlichen Netzausbau für den Anschluss von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sicher?, Wie viele EEG-Anlagen sind an Ihrem Stromnetz angeschlossen?
Unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben nach § 11 Abs. 1 EnWG und § 9 EEG sind wir stets bestrebt, den Anteil von dezentralen Erzeugungsanlagen durch Netzerweiterungsmaßnahmen in unserem Netzgebiet zu erhöhen. Zudem erheben wir für die Durchführung einer grundsätzlich erforderlichen Netzverträglichkeitsprüfung vor der Inbetriebnahme einer dezentralen Erzeugungsanlage von den Anlagenbetreibern im Gegensatz zu anderen Netzbetreibern kein zusätzliches Entgelt.
In unserem Stromverteilnetz sind zur Zeit 160 Photovoltaikanlagen und 2 Wasserkrafterzeugungsanlagen, die zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien dienen, angeschlossen. Die Nennleistung dieser Anlagen beträgt kumuliert 2,5 MW und die gesamte eingespeiste Strommenge für das Jahr 2009 beläuft sich auf 2.158.734 kWh.
20. Wie unterstützen Sie uns bei der Entwicklung von lokalen Energiekonzepten?
Die Stadtwerke Marburg GmbH ist gerne bereit, Sie im Rahmen unserer Möglichkeiten und des gesetzlich Zulässigen bei der Erstellung und Umsetzung eines lokalen Energiekonzepts zur Sicherstellung einer rationellen und umweltschonenden Deckung des Energiebedarfs Ihrer Gemeinde zu unterstützen.
Dazu werden wir Ihnen die für die Erstellung dieses Konzepts erforderlichen und verfügbaren Daten kostenlos zur Verfügung zu stellen. Zudem werden wir Ihre Bürgerinnen und Bürger im Rahmen dieses Konzepts aktiv hinsichtlich der möglichen potentiellen Energieeinsparungsmaßnahmen informieren. Diese Beratung umfasst insbesondere die kostenlose Erstellung von Thermographieaufnahmen für Ihre kommunalen Liegenschaften.
Im Falle einer externen Beauftragung zur Entwicklung Ihres lokalen Energiekonzepts werden wir Sie gerne im Rahmen des gesetzlich Zulässigen finanziell unterstützen.
Unsere ausdrückliche Bereitschaft zur Netzerweiterung und der Erhöhung des Anteils der dezentralen Erzeugungsanlagen bilden ein sehr gutes Fundament zur Umsetzung und Weiterentwicklung Ihres lokalen Energiekonzepts.
21. Wie ist die vertragliche Regelung zur Übernahme der Netze nach Ablauf des Konzessionsvertrages? (Endschaftsklausel)
Wir bieten Ihnen im Gegensatz zu der unklaren gesetzlichen Regelung nach § 46 Abs. 2 EnWG eine eindeutige und klare Endschaftsregelung. Nach § 17 unseres Wegenutzungsvertrages sind wir nach Ablauf der Vertragslaufzeit vertraglich zur Übertragung des Eigentums und des Besitzes des Stromverteilnetzes Ihrer Gemeinde an den Übernehmer verpflichtet. Als Übernahmeentgelt gilt in diesem Fall nach § 19 unseres Wegenutzungsvertrages der Ertrags wert, sofern dieser den Sachzeitwert erheblich übersteigt.
22. Welche Informationen und Daten liefern Sie uns zum Strom in unserer Kommune?
Wir werden Sie und Ihre Bürgerinnen und Bürger regelmäßig über den Zustand der Anlagen des Stromverteilnetzes Ihrer Gemeinde informieren.
Darüber hinaus werden Ihnen in jährlichen Berichten den Anteil und die Entwicklung der dezentralen Einspeisungen durch regenerative Erzeugungsanlagen in Ihrem Konzessionsgebiet darlegen. Mit diesen Berichten verfugen Sie somit über die Möglichkeit, durch gezielte Maßnahmen unmittelbar den Anteil regenerativer Energieerzeugung in Ihrem Gemeindegebiet bereits kurzfristig beeinflussen zu können.
23. Welchen Rabatt gewähren Sie der Kommune auf das Durchleitungsentgelt für Selbsterzeugten Strom?
Da die gesetzlichen Vorgaben einen Preisnachlass auf das Durchleitungsentgelt für Selbsterzeugten Strom untersagen, verstehen wir Ihre Frage wie folgt: Wie hoch liegt die Zahlung für die vermiedenen Netzentgelte im Rahmen der Einspeisung von dezentralen Erzeugungsanlagen unserer Kommune ? Nach den gesetzlichen Vorgaben der Stromnetzentgeltverordnung (§ 18 StromNEV) bestimmt sich die Höhe der Zahlung des vermiedenen Netzentgelts für die Einspeisung von Selbsterzeugten Strom nach der Höhe des Netzentgelts der Vorgelagerten Netzebene. Daher richtet sich die Zahlung des vermiedenen Netzentgelts in Abhängigkeit von der einspeisten Netzebene nach unserem jeweiligen gültigen Preisblatt, welches aufgrund der Vorgaben der Anreizregulierungsverordnung jährlich zum 01.01. eines Kalenderjahres angepasst wird.
  • 3. Straßenbeleuchtung
1. Welche Leistungen bieten Sie zur Errichtung von Anlagen zur Straßenbeleuchtung?
Unser Dienstleistungsangebot im Rahmen der Errichtung von Straßenbeleuchtungsanlagen beinhaltet folgende Leistungskomponenten:
- die Planung von Straßenbeleuchtungsanlagen gemäß dem einschlägigen Regelwerk
- die Ausschreibung und die Vergabe von Tiefbauarbeiten
- die Materialbeschaffung
- das Errichten und die Inbetriebnahme der Straßenbeleuchtungsanlagen
- die Dokumentation
- die Reinigung der Anlagen
- die Umrüstung auf NAV und LED-Technik
2. Welche Leistungen bieten Sie für den Betrieb von Anlagen zur Straßenbeleuchtung?
Unser Leistungskatalog im Rahmen des Betriebs von Straßenbeleuchtungsanlagen beinhaltet folgende Komponenten:
- die Wartung und die Instandhaltung der Anlagen
- die Störungsannahme
- die Störungsbeseitigung
- die Reparatur der Anlagen
3. Was bieten Sie zur Senkung der Kosten und zur Verbesserung der Energieeffizienz bei der Straßenbeleuchtung und welches Einsparpotenzial kann bei einer Modernisierung erzielt werden? (Siehe Angaben zum Leuchtenbestand)
Unsere Kurzanalyse unter Berücksichtigung Ihrer bereitgestellten Informationen kommt zu folgendem Ergebnis:
- Bei den Leuchtmittel Kompaktleuchtstofflampen / Leuchtstofflampen sowie Natriumdampflampen ist zur Zeit noch keine wirtschaftliche Alternative zur Energieeinsparung verfügbar.
- Für Quecksilberdampflampen 80 W und 125 W gibt es die Möglichkeit diese gegen Austauschlampen 75W und 110W mit der Energieeinsparung von 5 W bzw. 15 W auszuwechseln. Der Lichtstrom ist hierbei um ca. ein Drittel höher.
- Bei Quecksilberdampflampen 50W ist nach unserer Erfahrung die Leuchte auszutauschen, wobei nach Anwendung der DIN EN 13201 und bei Verwendung von Leuchten nach dem neusten Stand der Technik keine Energieeinsparung zu erwarten ist. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Ausleuchtung wesentlich verbessert wird.
Die weiteren detaillierten Informationen unserer Kurzanalyse entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage.
4. Welche Angebote haben Sie zur Übernahme von kommunalen Straßenbeleuchtungsanlagen?
Die Stadtwerke Marburg GmbH betreut bereits die Straßenbeleuchtung der Stadt Marburg und der Gemeinden Ebsdorfergrund und Weimar.
Unser Dienstleistungsangebot umfasst dabei den Kauf, die Planung, den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der öffentlichen Beleuchtungsanlagen.
Wir sind gerne bereit mit Ihnen im Rahmen einer separaten vertraglichen Regelung neben dem Wegenutzungsvertrag weitere Modelle umzusetzen. Diese verschiedenen Modellvarianten umfassen:
- die Pacht Ihrer Straßenbeleuchtungsanlagen
- den Betrieb Ihrer Straßenbeleuchtungsanlagen im Rahmen eines Contracting
- die Betriebsführung Ihrer Straßenbeleuchtungsanlagen
  • 4. Unterstützung bei Energieeffizienz und erneuerbare Energien
1. Welche Unterstützung bieten Sie zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Umweltbilanz für unsere Kommune?
Wir bieten Ihnen eine individuell auf Ihr Konzessionsgebiet abgestimmte Unterstützung bei der Erarbeitung eines kommunalen, lokalen Energie- und Umweltkonzeptes, welches die Verbesserung der Energieeffizienz und der Umweltbilanz zum Ziel hat.
Den Leistungsumfang unserer individuellen Unterstützung im Rahmen eines kommunalen Energie- und Umweltkonzeptes können Sie der Antwort 2.20 bitte entnehmen.
2. Was bieten Sie zur Senkung der Kosten und zur Verbesserung der Energieeffizienz bei kommunalen Liegenschaften?
Wir bieten Ihnen die Reduzierung Ihrer Netznutzungskosten durch die Gewährung eines Preisnachlasses auf den in Niederspannung abgerechneten Eigenverbrauch Ihrer kommunaler Liegenschaften.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit im Rahmen einer erforderlichen Bestandsanalyse zur Steigerung der Energieeffizienz der kommunalen Liegenschaften zunächst den Ist- Zustand durch kostenlose Thermographieaufnahmen festzustellen. Im Anschluss an diese Bestandsanalyse werden wir gerne ein individuelles Konzept zur Steigerung der Energieeffizienz Ihrer kommunalen Liegenschaften erstellen.
3. Welche Informations- und Beratungsangebote haben Sie für unsere Bürgerinnen und Bürger?
Der kommunale Verbraucherschutz hat für uns als kommunale Unternehmen höchste Priorität. Daher werden wir ein individuelles Beschwerdemanagement für die Anliegen Ihrer Bürgerinnen und Bürger einrichten. Des Weiteren sind wir gerne bereit im Rahmen der Umsetzung eines lokalen Energie- und Umweltkonzepts für Ihre Bürgerinnen und Bürger kostenlose Energieberatungen durch unseren qualifizierten und geschulten Energieberater bereitzustellen.
4. Wie unterstützen Sie uns bei der Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung?
Die Stadtwerke Marburg GmbH betreiben bereits gemeinsam mit der SWB Stadtwerke Biedenkopf GmbH in der Stadt Biedenkopf die Nahwärmeversorgung.
Darüber hinaus ist die Stadtwerke Marburg GmbH bereits seit über 15 Jahren mit dem Betrieb von Wärmeversorgungsnetzen und -inseln erfolgreich in der Stadt Marburg und den Gemeinden Lahntal und Ebsdorfergrund tätig.
Es ist der Stadtwerke Marburg GmbH daher ein besonderes Anliegen in enger Abstimmung mit Ihnen die Planung, den Bau und den Betrieb von Wärmeversorgungsnetzen und -inseln mit regenerativen Erzeugungsanlagen mit unserem qualifizierten Personal auch in Ihrem Konzessionsgebiet umzusetzen.
5. Welche weiteren Dienstleistungen für unsere Kommune bieten Sie?
Wir bieten Ihnen die Vermittlung und Bereitstellung von weiteren Dienstleistungen unserer angeschlossenen Sparten Erdgas, Wärme, Wasser, Abwasser, Entsorgung, Facility Management, Straßenbeleuchtung, geographische Dokumentation, Fuhrparkmanagement, Rechnungswesen, EDV und Datennetze (City-Net und W-DSL).
  • 5. Beteiligungsmöglichkeiten
1. Gibt es für uns die Möglichkeit sich direkt an Ihrem Unternehmen zu beteiligen?
Die Stadtwerke Marburg GmbH ist ein privatwirtschaftliches kommunales Unternehmen, das sich jeweils zu 100 % in der Hand der Stadt Marburg befinden. Die Gesellschaftsform und die kommunale Aufstellung ist dazu geeignet, auch weitere direkte kommunale Beteiligungen zu ermöglichen.
2a. Gibt es weitere Beteiligungsmöglichkeiten?
Die Stadtwerke Marburg GmbH gründen zur Zeit eine Gesellschaft unter der Firma „Energie Marburg-Biedenkopf GmbH". Diese Gesellschaft hat die Zweckbestimmung, die interkommunale Zusammenarbeit beim Kaufund Betrieb von Infrastrukturnetzen (zunächst Stromverteilnetzen) zu bündeln. Die Stadtwerke Marburg GmbH hat größtes Interesse, dass sich die Kommunen, die an die Stadtwerke Marburg GmbH ihr Wegenutzungsrecht vergeben, an dieser Gesellschaft beteiligen.
2b. Wie sind die Eigentums- und Mehrheitsverhältnisse bei Ihrem Modell?
Die Beteiligung an der „Energie Marburg-Biedenkopf GmbH" kann für die Landkreis-Kommunen sowohl in Form einer Sach- als auch einer Geldeinlage erfolgen. Die Sacheinlage ergäbe sich z.B. in Form der Einlage des eigenen Stromverteilnetzes, die Geldeinlage in Form der Einlage von liquiden Mitteln. Die Gesellschaft selbst verfügt über eine Gesellschafterversammlung und einen Aufsichtsrat.
Der Gesellschaftsanteil in der Gesellschafterversammlung entsteht durch die jeweilige Geld- oder Sacheinlage des Gesellschafters im Verhältnis zur Gesamteinlage. Der Anspruch auf einen Aufsichtsratssitz entsteht durch den Abschluss des Wegenutzungsvertrages mit der „Energie Marburg-Biedenkopf GmbH", d.h. jede Konzessionsgebende Gemeinde erhält einen Sitz und ein Stimmrecht.
2c. Welche Chancen ergeben sich durch die Beteiligung für unsere Kommune?
Die Chancen, die sich aus der Beteiligung der Kommunen an der interkommunalen Kreisnetzgesellschaft „Energie Marburg-Biedenkopf GmbH" ergeben, sind folgende:
- Stärkeren Einfluss auf den Betrieb und Ausbau der Infrastrukturen der Daseinsvorsorge (Wohlfahrt für die Bürger) zu nehmen und damit die Lebensadern für die Gemeindeentwicklung besser zu beeinflussen.
- Reale Mitwirkung bei der Nutzung der Energiepotentiale vor Ort zum konsequenten Ausbau der lokalen Wertschöpfung.
- Teilhabe an den Renditen, die sich aus dem effizienten Betrieb der natürlichen Strom- und Gasnetzmonopole ergeben.
Die Wertschöpfung aus dem Betrieb der Stromverteilnetze im Landkreis Marburg-Biedenkopf beträgt ca. 40-50 Mio. Euro pro Jahr, die annähernd vollständig als Kaufkraft vor Ort gebunden werden können.
Im Landkreis Marburg-Biedenkopf werden in den 19 Kommunen, die ihre Wegenutzungsverträge neu vergeben müssen, prognostizierte Gewinne in Höhe von rd. 3,0 Mio. Euro jährlich aus dem Stromnetzbetrieb erwirtschaftet. Dieser Unternehmerlohn würde durch die Vergabe der Wegenutzungsverträge der Kreiskommunen an die „Energie Marburg-Biedenkopf GmbH" als Beteiligungserlös vor Ort verbleiben.
2d. Welche Risiken ergeben sich durch die Beteiligung für unsere Kommune?
Die Risiken (die Gegensteuerungsmaßnahmen werden jeweils nach dem Semikolon benannt), die sich aus der Beteiligung der Kommunen an der interkommunalen Kreisnetzgesellschaft „Energie Marburg-Biedenkopf GmbH" möglicherweise ergeben, wären:
- Überhöhte Kaufpreise im Rahmen des Rückkaufs der Stromverteilnetze vom jetzigen Netzbetreiber; es ist deshalb das „Kaufering-Urteil des BGH (Ertragswertmethode)" unbedingt als Verhandlungsgrundlage zu beachten.
- Zu niedrige Erlösobergrenze, die der abgebende Netzbetreiber dem neuen Netzbetreiber überlässt; der Leitfaden der Regulierungsbehörde zur Neufestsetzung der Erlösobergrenze nach § 26 Abs. 2 ARegV vom Dezember 2009 bietet Gewähr für eine sachgerechte Festlegung.
- Die Qualität und der Zustand der zu übernehmenden Stromverteilnetze entspricht nicht den Erwartungen des neuen Netzbetreibers; durch die Anforderung eines umfangreichen Mengengerüstes, der Planwerke etc. haben die Kommunen bereits eine gute Grundlage für die Qualitäts- und Zustandseinschätzung geschaffen, des Weiteren hat die Stadtwerke Marburg GmbH durch eigene Netzübernahmen vom bisherigen Netzbetreiber bereits umfangreiche Erfahrungen.
- Festlegung der Abschmelzung der Erlösobergrenze in der 2. Anreizregulierungsperiode; die Stadtwerke Marburg GmbH wird durch entsprechende Sensitivitätsanalysen die Auswirkungen unterschiedlicher Effizienzanforderungen auf den Erfolg des langfristigen Geschäftsmodells absichern.
3. Wie und in welchem Umfang werden die Arbeitsplätze für den Netzbetrieb in der Region gesichert?
Die Stadtwerke Marburg GmbH wird als kommunaler, standortgebundener Arbeitgeber Ihr Engagement auf eine langfristige Betätigung, inkl. der Übernahme weiterer Aufgaben der Daseinsvorsorge im Landkreis, ausrichten. Die Übernahme von Mitarbeitern des bisherigen Konzessionsnehmers ist von uns vorgesehen.
  • 6. Sonstige Leistungen und Informationen
1. Wie hoch ist der Wertbeitrag für die Region aus der Strom- (und Erdgas) Versorgung?
Für die Region Marburg-Biedenkopf gehen wir von einem gesamten Volumen von etwa 110 Mio. € in der Stromversorgung aus.
2. Welche maßgeblichen Herausforderungen sehen Sie für den Netzausbau und den Netzbetrieb in den nächsten Jahren?
Die Gewährleistung und Sicherstellung der Integration der wachsenden Anzahl von dezentralen Erzeugungsanlagen in bestehende Stromverteilnetze unter Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit muss durch einen sukzessiven Netzausbau umgesetzt werden und stellt daher langfristig eine große Herausforderung dar.
Außerdem sind die Anforderungen der nächsten Jahre in der Schaffung und des Ausbaus intelligenter Netze, unter anderem unter dem Blickwinkel der Entwicklung und Implementierung hierfür erforderlicher intelligenter Messtechnik, zu sehen.
Eine maßgebliche Herausforderung für den Betrieb von Stromverteilnetzen der folgenden Jahre besteht in der Anwendung und Umsetzung der sich ständig verändernden neuen gesetzlichen Vorgaben und der hiermit verbundenen wachsenden Komplexität dieses Geschäftsfeldes.
3. Welche weiteren Dienstleistungen für unsere Kommune bieten Sie?
Wir bieten Ihnen über die in Antwort 2.1 und 4.5 bereits aufgeführten grundsätzlichen Leistungen hinaus folgende Dienstleistungen:
- Die Wahrung der Interessen des kommunalen Verbraucherschutzes durch Einrichtung und Implementierung eines individuellen Beschwerdemanagements.
- Die kostenlose Bereitstellung erforderlicher Daten zur Erstellung eines kommunalen Energie- und Umweltkonzeptes.
- Unsere vielfältige Unterstützung im Rahmen der Erarbeitung eines kommunalen Energie- und Umweltkonzeptes.
- Die kostenlose Beratung Ihrer Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich eines rationellen, umweltschonenden Energieverbrauchs.
- Die kostenlose Durchführung von Thermographieaufnahme nach § 9 unseres Wegenutzungsvertrages.
- Die kostenlose Beratung von Investoren zur weiteren Erschließung regenerativer Energiequellen und von Kraft-Wärme-Kopplungspotenzialen.
- Die Bereitschaft der Stadtwerke Marburg GmbH in Ihrem Konzessionsgebiet eigene regenerative Erzeugungsanlagen zu errichten und zu betreiben.
- Die Optimierung und die Durchführung der Straßenbeleuchtung Ihrer Gemeinde im Rahmen einer separaten vertraglichen Regelung.
- Die Möglichkeit der Nutzung unserer Contractingangebote zum Bau und Betrieb von Energieumwandlungs- und Energieerzeugungsanlagen, insbesondere auch im Bereich der Wärmeversorgung.

Vertrag Stadtwerke Marburg GmbH/ Energie Marburg - Biedenkopf GmbH (24.01.2011)

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Siehe auch

Stromkonzessionsverträge · Bewertung der vorgelegten Stromkonzessionsverträge · Anlagen zur Stromkonzession Lohra · Ortsrecht · Für Neugierige · Forum Gemeinde Lohra

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